Mobilität im Alltag· Medikamentenspender · Vergleich
Tablettenbox 7 Tage: fünf Wochendosierer im Datenabgleich
Fünf Wochenboxen nebeneinander: Fächer von 25 × 20 bis 25 × 40 mm, Spülmaschine bis 50 °C, bis 70 °C oder gar nicht – keine mit Kindersicherungsnorm.
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Diese Übersicht beruht auf öffentlich zugänglichen Angaben — Herstellerangaben, Prüfberichte und Händlerdaten. Es wurde nicht selbst getestet. Wo eine Angabe fehlt, steht das da; sie wird nicht geschätzt. Wie ausgewertet wird, steht in der Methodik.
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Vier von zehn Dosierern öffneten sich im Falltest
Vier von zehn Medikamentendosierern fielen bei der Stiftung Warentest durch, als sie im Heft 10/2012 zehn Boxen geprüft hat, veröffentlicht am 28. September 2012. Der Grund war bei allen vier derselbe, und er hat mit Bequemlichkeit nichts zu tun: Im Falltest gingen bei diesen Boxen mehrere Fächer auf, und Tabletten fielen heraus. Drei der zehn Dosierer schnitten mit Gut ab.
Eine Wochenbox, die beim Herunterfallen aufspringt, verliert genau das, wofür sie da ist: die Ordnung nach Tag und Tageszeit. Wer die Tabletten danach vom Boden aufsammelt, weiß nicht mehr sicher, welche in welches Fach gehörte. Ein Bedienkomfort lässt sich nachbessern, eine Box, die nicht zuhält, nicht.
Der Test ist 14 Jahre alt. Welche Modelle betroffen waren, steht nur im kostenpflichtigen Teil, und Einzelergebnisse werten wir nicht aus. Übernehmen lässt sich das Prüfraster, das die Stiftung im frei lesbaren Teil beschreibt: Ist die Box einfach zu handhaben, schließt sie gut, bewahrt sie sicher auf? Lassen sich die Tabletten leicht entnehmen, ist die Beschriftung gut lesbar, gibt es scharfe Kanten? Diese Fragen ordnen den folgenden Vergleich.
Eine Angabe, die direkt auf den Falltest antwortet, findet sich in keiner der Unterlagen, die wir ausgewertet haben. Kein Anbieter der fünf Wochenboxen nennt eine Fallhöhe, eine Prüfung des Verschlusses oder eine Norm dafür. Ein Anbieter außerhalb dieses Feldes, Kerpers, schreibt über seinen Pillenturm, selbst ein versehentlicher Sturz führe nicht zu Beschädigungen. Das ist ein Satz über Bruch, nicht über Fächer, die aufgehen, und er sagt nicht, wie geprüft wurde.
Verglichen werden fünf Boxen für sieben Tage: die ANABOX 7 Tage von anmed, der Medi-7 Medikamentendosierer, die Pilbox Liberty, der Medi-Inn Wochendispenser N11484-w und die DOSETT S Arzneikassette. Grundlage sind Produktseiten, ein technisches Datenblatt, eine Gebrauchsanweisung, ein Flyer und eine Vertriebsbroschüre der Anbieter, dazu Fachquellen der Apotheken und das Hilfsmittelverzeichnis. Vier Boxen haben eine Produktkarte; die DOSETT S steht nur mit ihren Daten im Vergleich, weil ihr einziger Herstellerbeleg eine Broschüre von 2017 ist.
Geschrieben ist der Vergleich für Menschen, die ihre Tabletten selbst stellen und selbst nehmen und das so lange wie möglich so halten wollen, und für alle, die eine bewährte Box nachkaufen. Deshalb stehen die Fragen vorn, die im Alltag entscheiden: was die Hand zum Öffnen tun muss, was das Auge lesen muss, wie viel in ein Fach passt und was die Spülmaschine darf. Wie sich Boxen, Boxen mit Timer und elektronische Spender gegeneinander abgrenzen, ordnet der Einstieg zu den Medikamentenspendern.
Die Geräte im Überblick
ANABOX
ANABOX 7 Tage, Wochenmagazin mit 5 Fächern je Tag
MittelklasseMedi-7
Medi-7 Medikamentendosierer (Artikelnummer 149)
EinstiegPilbox
Pilbox Liberty, 7 Tagesmodule im Etui
PremiumMedi-Inn
Medi-Inn Wochendispenser 7 Tage, weiß (N11484-w)
Einstieg
| Merkmal | ANABOXANABOX 7 Tage, Wochenmagazin mit 5 Fächern je Tag | Medi-7Medi-7 Medikamentendosierer (Artikelnummer 149) | PilboxPilbox Liberty, 7 Tagesmodule im Etui | Medi-InnMedi-Inn Wochendispenser 7 Tage, weiß (N11484-w) | DOSETTDOSETT S Arzneikassette mit Verordnungskarte |
|---|---|---|---|---|---|
| Segment | Mittelklasse | Einstieg | Premium | Einstieg | Mittelklasse |
| Außenmaße | 18,5 × 11,8 × 4,7 cm (L × B × H) für „ANABOX 7 Tage 2.0“ laut Produktseite; für die ältere Ausführung keine Angabe | ca. 12,5 × 5,0 × 11,5 cm, Reihenfolge der Maße nicht bezeichnet | 15 × 11 × 3 cm laut Hersteller | 11,4 × 4,3 × 12,8 cm (L × B × H) laut Datenblatt; 13 × 11,5 × 4,5 cm (H × B × T) laut Produktseite | 15,5 × 10 × 2 cm laut Broschüre 2017 |
| Aufbau | 7 herausnehmbare Tagesboxen im Magazin, je 4 Einnahmezeiten und 1 Zusatzfach; das größere Morgenfach liegt links | 7 einzeln entnehmbare Tagesdosen, je 4 Fächer (morgens, mittags, abends, nachts) | 7 herausnehmbare Module, je 4 Fächer (matin, midi, soir, nuit); Modul 11 × 2,3 × 2 cm | 7 einzeln entnehmbare Tagesrationen, je 4 Fächer (Morgen, Mittag, Abend, Nacht); Tagesbox 1,8 × 10,8 × 3,4 cm (H × B × T) laut Produktseite | eine Kassette mit Tabletteneinsatz für 7 Tage, Fächer nummeriert, „Nr. 1“ oben für morgens; Fächer je Tag in der Broschüre nicht genannt |
| Fachmaß | keine Angabe; die einzeln verkaufte Tagesbox misst außen 11,2 × 4,1 × 2,3 cm, Baugleichheit nicht belegt | ca. 2,5 × 4,0 × 1,5 cm | 2,5 × 2 × 1,7 cm | 2,5 × 3,0 × 1,5 cm (L × B × H) laut Datenblatt; 1,2 × 2,8 × 2,2 cm (H × B × T) laut Produktseite | keine Angabe |
| Rauminhalt je Fach | keine Angabe | rund 15 ml (Obergrenze)(errechnet) | rund 8,5 ml (Obergrenze)(errechnet) | rund 11 ml laut Datenblatt oder rund 7,4 ml laut Produktseite (Obergrenzen)(errechnet) | keine Angabe |
| Öffnung | Schiebedeckel laut Gebrauchsanweisung vom 26.03.2013; „aufklappbarer Deckel“ laut heutiger Produktseite | Schiebedeckel je Tagesdose; der Flyer nennt Klarsichtdeckel | Schieber je Modul, einhändig: nach rechts Morgen bis Abend, nach links das Nachtfach | Schiebedeckel („Schiebeblister“) und „Einschiebe-Funktion“; Ablauf nicht beschrieben | Tagesschieber an der unteren Querseite, Kassette umdrehen, Tabletten fallen in die Hand; neue Kassetten anfangs schwergängig |
| Beschriftung | Tag und Einnahmezeiten auf dem Deckel, eine Farbe je Tag, klare Deckel; Schriftgröße und Braille: keine Angabe | weiß, hellblau, türkis sowie „colore“, „neo“ und „trend“ mit farbigen Dosen, Deckeln oder Schriften; Sprachversionen auf Wunsch; Schriftgröße und Braille: keine Angabe | große Schrift, tastbare Piktogramme und Ziffern, Wochentag beim Öffnen sichtbar; Schriftgröße in mm und Braille: keine Angabe | Aufdruck Wochentag und MORGEN, MITTAG, ABEND, NACHT; keine Prägung; Schriftgröße und Braille: keine Angabe | Verordnungskarte für Name, Medikamente, Einnahmezeiten, Dosierung und Arzt; Fächer nummeriert; Schriftgröße und Braille: keine Angabe |
| Material | „hochwertiger Kunststoff“, frei von Phthalaten, „lebensmittelecht“; Kunststoffart: keine Angabe | „Kunststoff“ laut Produktseite, ABS-Kunststoff laut Flyer | keine Angabe („matériaux de qualité“) | ABS, Polystyrol und Polypropylen laut Datenblatt; ABS und Polystyrol laut Produktseite; frei von Phthalaten | „Plastikteile“; Kunststoffart: keine Angabe |
| Reinigung | spülmaschinenfest; laut Gebrauchsanweisung bei „Regeltemperatur 70 °C“, sonst lauwarm mit mildem Spülmittel | spülmaschinengeeignet bis höchstens 50 °C, sonst warmes Wasser bis 50 °C; vor dem Befüllen trocknen lassen | keine Angabe | keine Angabe | nur lauwarmes Wasser ohne Spülmittel, „auf keinen Fall“ Spülmaschine, weil sich Teile verziehen können |
| Kindersicherung | keine eingebaute; Sicherheitsbügel mit Schlüssel als Zubehör, 22,5 × 11,0 × 5,5 cm; Norm: keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe | Einsatz „DOSETT Sicherung“ bei Bedarf, dann Öffnen nur mit Druck auf einen Hebel; „Eine absolute Sicherung ist aber nicht möglich“ |
| Medizinprodukt/CE | Medizinprodukt der Risikoklasse I laut Produktseite und Gebrauchsanweisung | keine Angabe | keine Angabe; die französische Arzneimitteldatenbank VIDAL führt „Non renseigné“ | keine Angabe zum Produkt; Unternehmen nach EN ISO 13485:2016 zertifiziert | keine Angabe |
Stellen in ein wiederverwendbares Behältnis
Für das, was eine Wochenbox ist, gibt es eine amtliche Begriffsbestimmung, wenn auch für die Apotheke. Die Apothekenbetriebsordnung definiert in § 1a Abs. 4: „Patientenindividuelles Stellen ist die auf Einzelanforderung vorgenommene und patientenbezogene manuelle Neuverpackung von Fertigarzneimitteln für bestimmte Einnahmezeitpunkte des Patienten in einem wieder verwendbaren Behältnis.“ Das wiederverwendbare Behältnis ist die Wochenbox. Abs. 5 setzt dagegen das Verblistern, die Neuverpackung „in einem nicht wieder verwendbaren Behältnis“.
Für diesen Vergleich heißt das: Jede der fünf Boxen ist ein Mehrweggegenstand, der jede Woche geleert, gereinigt und neu gefüllt wird. Damit rücken zwei Eigenschaften nach vorn, die bei einem Einwegblister keine Rolle spielen: wie sich die Box reinigen lässt und wie lange Deckel und Schieber das wöchentliche Öffnen und Schließen mitmachen. Zur Haltbarkeit nennt kein Anbieter eine Zahl. Pilbox gibt als einziger eine Garantie an, 1 Jahr.
Gefüllt wird eine Box von vier Seiten: von der Person selbst, von Angehörigen, von einem Pflegedienst oder von der Apotheke. Für die Apotheke regelt § 34 der Apothekenbetriebsordnung das Stellen mit Qualitätsmanagement, eigenem Raum und Kennzeichnung; für die Küche zu Hause gilt diese Vorschrift nicht. Für den Pflegedienst beschreibt die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses unter Nr. 26 das „Richten von ärztlich verordneten Medikamenten“ als Leistung auf ärztliche Verordnung.
Dass die Box sieben Tage fasst, ist keine Laune des Handels. In der Bemerkung zu Nr. 26 heißt es: „Das Richten der Arzneimittel erfolgt in der Regel wöchentlich (mit Ausnahme flüssiger Medikamente wie Säfte und Tropfen) und umfasst auch die Kontrolle, ob die Medikamente regelmäßig eingenommen wurden.“ Die Bundesapothekerkammer geht in ihrem Kommentar zur Leitlinie für das manuelle Neuverpacken ebenfalls vom Wochendosiersystem aus, das in einem Arbeitsgang ohne Unterbrechung vollständig befüllt wird. Der Wochentakt verbindet Box, Pflegedienst und Apotheke.
Wie eine Box nach dem Medikationsplan gefüllt, kontrolliert und nach einer Änderung nachgezogen wird, gehört nicht in einen Vergleich von Bauarten. Den Ablauf beschreibt der Ratgeber zum Stellen der Wochenbox Schritt für Schritt.
Kassette, Tagesleiste, Modul, Magazin: vier Bauarten
Die fünf Boxen gehören zu vier Bauarten. Sie unterscheiden sich darin, ob die Woche ein Stück bleibt oder in sieben Tage zerfällt, und darin, wie der jeweilige Tag nach vorn kommt. Für den Alltag ist das die erste Weichenstellung, noch vor Farbe und Fächerzahl.
Die Kassette: eine Woche in einem Stück
Die DOSETT S ist eine flache Kassette mit einem Tabletteneinsatz für die ganze Woche und einer Verordnungskarte. Laut der Broschüre von 2017 misst sie 15,5 × 10 × 2 Zentimeter, die größere DOSETT MAXI 20 × 13 × 3 Zentimeter. Einsatz und Karte lassen sich über einen Schieber an der linken Schmalseite herausnehmen; entnommen wird über einen Tagesschieber an der unteren Querseite. Herausnehmbare Tagesleisten hat die Kassette nicht. Wer unterwegs ist, nimmt die ganze Woche mit.
Eine zweite Kassettenform beschreibt Stiplastics mit der Pilbox Classic: 28 Fächer unter einem transparenten Deckel, der zum Befüllen hochklappt; entnommen wird über einen Druckknopf, den der Hersteller als patentiert bezeichnet. Sie misst 21 × 11,8 × 3 Zentimeter und wiegt 0,270 Kilogramm. Ein Gewicht nennt keiner der fünf Anbieter dieses Vergleichs; die Pilbox Classic ist eine von nur zwei Wochenboxen, für die wir überhaupt einen Wert gefunden haben.
Tagesleisten im Rahmen
Beim Medi-7 und beim Medi-Inn Wochendispenser stehen sieben Tagesleisten zu je vier Fächern nebeneinander in einem Rahmen oder Gehäuse. Jede Leiste lässt sich einzeln herausnehmen; der Anbieter des Medi-7 schreibt, die Tagesdosen könnten „separat entnommen und bequem mitgenommen“ werden. Der Rahmen des Medi-7 misst ca. 12,5 × 5,0 × 11,5 Zentimeter, wobei die Seite nicht sagt, welcher Wert Höhe, Breite oder Tiefe ist. Beim Medi-Inn beschreibt die Produktseite zusätzlich eine „Einschiebe-Funktion“, bei der die Tagesrationen ins Gehäuse geschoben werden. Wie sie genau funktioniert, steht dort nicht.
Module im Etui
Die Pilbox Liberty verbindet die Tagesleiste mit einem Etui. Sieben unabhängige Module zu je vier Fächern liegen in einer Hülle, die der Hersteller im Stil von Lederwaren beschreibt und die der französische Vertrieb als Kunstleder angibt. Das Etui hat ein Fach für Rezepte und eine Patientenkarte und kommt in fünf Farben. Ein Modul misst 11 × 2,3 × 2 Zentimeter, das ganze Etui 15 × 11 × 3 Zentimeter. Die Bauart ist auf das Mitnehmen angelegt: Ein Modul ist ein Tag, das Etui ist die Woche.
Das Magazin mit Umlauf
Die ANABOX 7 Tage arbeitet wie ein Magazin. Sieben farbige Tagesboxen stehen hintereinander; laut Gebrauchsanweisung wird die vordere Box entnommen und zum Tageswechsel hinten wieder eingeschoben, bis der nächste Tag vorn erscheint. Die Box des Tages steht damit immer an derselben Stelle. Die Produktseite nennt für die heutige Ausführung „ANABOX 7 Tage 2.0“ Außenmaße von 18,5 × 11,8 × 4,7 Zentimetern; die einzeln verkaufte ANABOX Tagesbox misst außen 11,2 × 4,1 × 2,3 Zentimeter.
Siebenmal 2,3 Zentimeter ergeben 16,1 Zentimeter, und 11,2 und 4,1 Zentimeter liegen unter 11,8 und 4,7 Zentimetern. Rechnerisch passen sieben solche Einzelboxen also in das Magazin der Ausführung 2.0, mit 2,4 Zentimetern Spiel in der Länge. Dass Magazinboxen und Einzelbox baugleich sind, sagt anmed aber nicht, und wir behandeln die Einzelbox deshalb nur als Vergleichsmaß.
Übereinander statt hintereinander stehen die Tagesfächer beim Pillenturm von Kerpers: sieben herausnehmbare Fächer mit je vier Sparten, die der Anbieter als Laden beschreibt, in einem Gehäuse von 6,5 × 14,6 × 16,5 Zentimetern und mit 250 Gramm Gewicht. Er steht hier nicht im Vergleich, taucht aber bei den Werbeaussagen wieder auf.
In den Suchergebnissen für „wochendosierer“ belegte am 30. Oktober 2026 ein Anbieter von Heim- und Pflegebedarf sechs der ersten zehn Plätze, überwiegend mit Becher-, Vorrats- und Depotsystemen für Einrichtungen. Solche Systeme stehen hier nicht im Vergleich. Er beschränkt sich auf Boxen, die eine Person zu Hause selbst füllen und bedienen kann.
Vier Fächer, fünf Fächer und ein Bedarfsfach
Alle fünf Boxen teilen die Woche in sieben Tage. Drei von ihnen teilen den Tag laut Anbieter in vier Fächer: morgens, mittags, abends, nachts. Der Medi-7 benennt sie so, der Medi-Inn druckt MORGEN, MITTAG, ABEND und NACHT auf, die Pilbox Liberty schreibt matin, midi, soir und nuit. Das ergibt 28 Fächer je Woche.
Die ANABOX 7 Tage hat ein fünftes Fach je Tag. Neben den vier Einnahmezeiten gibt es ein Zusatzfach, das die Gebrauchsanweisung als Bedarfsfach führt und das der alte Schiebedeckel beim Schieben nach links freigab. Das Morgenfach ist größer als die übrigen und liegt laut Hersteller immer links. Zusammen sind das 35 Fächer in der Woche, sieben mehr als bei den anderen.
Bei der DOSETT S nennt die Broschüre keine Fächerzahl je Tag. Sie beschreibt nummerierte Fächer, „Nr. 1“ oben für morgens. Das schwedische Schwesterprodukt Dosett Medi hat laut Markenseite 28 Fächer, vier je Wochentag; dass die DOSETT S genauso eingeteilt ist, belegt das nicht.
Wie viele Fächer gebraucht werden, entscheidet nicht die Box, sondern der Medikationsplan. Nach § 31a SGB V haben Versicherte, die gleichzeitig mindestens drei verordnete Arzneimittel anwenden, Anspruch auf einen Medikationsplan, in dem die Arzneimittel mit Anwendungshinweisen dokumentiert sind. Die Einnahmezeitpunkte darin bestimmen die Spalten der Box. Die Bundesapothekerkammer nennt in ihrem Kommentar die Einnahmezeitpunkte ausdrücklich als das, was bei der Wahl eines Dosiersystems zu beachten ist.
Zwei Grenzen der Fächer stehen in den Fachquellen. Die erste betrifft Flüssiges: Die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie nimmt flüssige Medikamente wie Säfte und Tropfen vom wöchentlichen Richten aus. Die BAGSO-Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“, die laut ihren Unterlagen von Unternehmen der Pharmaindustrie gefördert wird, nennt für Tropfen oder Kühlware einen Merkzettel im Fach oder neben der Box. Die zweite betrifft Einnahmen, die an Mahlzeiten gebunden sind; auch dafür nennt die BAGSO den Merkzettel. Ein beschreibbares Feld am einzelnen Fach beschreibt keiner der fünf Anbieter.
Ein fünftes Fach ist damit dann ein Vorteil, wenn der Plan eine fünfte Zeit oder eine Bedarfsmedikation kennt. Bei vier oder weniger Einnahmezeiten bleibt es leer. Umgekehrt reicht bei vier Zeitpunkten jede der fünf Boxen, und die Entscheidung fällt an anderen Merkmalen.
Fachgrundrisse im Maßstab
Wie groß ein Fach ist, sagen drei der fünf Anbieter. Zwei schweigen, und einer sagt es zweimal verschieden. Die Grafik legt je Box ein einzelnes Fach im selben Maßstab nebeneinander, so wie es von oben aussieht; die Tiefe steht als Zahl darunter.
Das größte Fach hat der Medi-7 mit ca. 2,5 × 4,0 Zentimetern Grundfläche und 1,5 Zentimetern Tiefe, also 1.000 Quadratmillimetern Boden. Das Fach der Pilbox Liberty ist mit 2,5 × 2 Zentimetern in der Fläche halb so groß, mit 1,7 Zentimetern aber das tiefste der angegebenen. Beide Anbieter nennen drei Werte, ohne zu sagen, welcher die Tiefe ist; die Grafik liest den kleinsten als Tiefe. Beim Medi-7 passt das zu den Außenmaßen: Falls die 12,5 Zentimeter die Richtung sind, in der die sieben Tagesdosen nebeneinanderstehen, bleiben je Dose knapp 1,8 Zentimeter, genug für ein 1,5 Zentimeter tiefes Fach mit Boden und Deckel.
Auch die Lage in der Grafik lässt sich nachrechnen. Vier Fächer zu je 2,5 Zentimetern ergeben 10 Zentimeter und passen in jedes der beiden größeren Außenmaße des Medi-7, 11,5 oder 12,5 Zentimeter; vier Fächer zu je 4 Zentimetern, zusammen 16 Zentimeter, passen in keines. Bei der Pilbox misst das Modul quer 2,3 und 2 Zentimeter, ein 2,5 Zentimeter breites Fach fände darin keinen Platz. In beiden Fällen liegen die 2,5 Zentimeter also entlang der Tagesleiste, und so sind sie gezeichnet.
Beim Medi-Inn Wochendispenser widersprechen sich die beiden Unterlagen des Anbieters. Das technische Datenblatt nennt für ein Fach 2,5 × 3,0 × 1,5 Zentimeter, Länge mal Breite mal Höhe. Die Produktseite nennt 1,2 × 2,8 × 2,2 Zentimeter, ausdrücklich als Höhe mal Breite mal Tiefe. In der Aufsicht sind das 25 × 30 gegen 28 × 22 Millimeter, nach unten, also in der Fachtiefe, 15 gegen 12 Millimeter. Die Produktseite nennt diesen Wert Höhe; ihre „Tiefe“ von 2,2 Zentimetern liegt in der Aufsicht. Die Produktseite setzt den Zusatz „geringe Abweichungen möglich“ an die Gehäusemaße. Für das Fach reicht er nicht, weil die beiden Werte nicht um Millimeter, sondern um ein Drittel des Rauminhalts auseinanderliegen. Welche Angabe für die heute gelieferte Ausführung gilt, lässt sich aus den Unterlagen nicht entscheiden.
Für die ANABOX 7 Tage und die DOSETT S gibt es kein Fachmaß. Bei der ANABOX bleibt nur das Außenmaß der einzeln verkauften Tagesbox, 11,2 × 4,1 × 2,3 Zentimeter; ihre Fächerzahl nennen die ausgewerteten Unterlagen nicht. Für die DOSETT S nennt die schwedische Markenseite beim Dosett Medi ein Fach von 2,1 × 1,9 × 1,7 Zentimetern. Die Außenmaße beider Kassetten liegen mit 15,5 × 10 × 2 und 15,5 × 10,2 × 2,6 Zentimetern nahe beieinander, gleich sind sie nicht. Wir übertragen den schwedischen Wert deshalb nicht.
Ob Tabletten aus einem Fach gegriffen oder ausgekippt werden, hängt an der Bauart. Die DOSETT S sieht das Auskippen in die Hand ausdrücklich vor; bei den Tagesleisten von Medi-7, Pilbox und Medi-Inn sagt keiner der Anbieter, ob gegriffen oder geschüttet wird. Die Grundfläche ist dann das, was die Finger zur Verfügung haben.
Rauminhalt: was die Fachmaße rechnerisch fassen
Ein Fassungsvermögen in Millilitern nennt keiner der fünf Anbieter. Aus den Fachmaßen lässt es sich als Quader nachrechnen, und zwar als Obergrenze: Gerundete Böden, schräge Wände und das „ca.“ vor den Werten machen das tatsächliche Fach kleiner. Die Tabelle stellt die Rechnung neben eine zweite Probe, nämlich ob vier Fächer nebeneinander in die Tagesleiste passen, deren Außenmaß derselbe Anbieter nennt.
| Box | Fachmaß laut Anbieter | Rauminhalt rechnerisch | vier Fächer in Reihe | Außenmaß zum Vergleich |
|---|---|---|---|---|
| Medi-7 | ca. 2,5 × 4,0 × 1,5 cm | rund 15 ml | 10,0 cm | Rahmen ca. 12,5 bzw. 11,5 cm (Maßfolge nicht bezeichnet) |
| Pilbox Liberty | 2,5 × 2 × 1,7 cm | rund 8,5 ml | 10,0 cm | Modul 11 cm lang |
| Medi-Inn, Datenblatt | 2,5 × 3,0 × 1,5 cm (L × B × H) | rund 11 ml | 10,0 cm | Dispenser 11,4 cm lang |
| Medi-Inn, Produktseite | 1,2 × 2,8 × 2,2 cm (H × B × T) | rund 7,4 ml | 11,2 cm | Tagesbox 10,8 cm breit |
| ANABOX 7 Tage | keine Angabe | entfällt | entfällt | Tagesbox einzeln 11,2 cm |
| DOSETT S | keine Angabe | entfällt | entfällt | Kassette 15,5 cm |
Die Rechnung ergibt rund 15 Milliliter für den Medi-7, rund 8,5 Milliliter für die Pilbox Liberty und für den Medi-Inn je nach Unterlage rund 11 oder rund 7,4 Milliliter. Das Fach des Medi-7 fasst rechnerisch also rund das 1,8-Fache des Pilbox-Fachs. Beim Medi-Inn ist das Fach nach der Produktseite um 34 Prozent kleiner als nach dem Datenblatt.
Die zweite Probe geht bei drei der vier Zeilen mit Fachmaß auf. Beim Medi-7, bei der Pilbox und beim Datenblatt des Medi-Inn brauchen vier Fächer 10 Zentimeter, und die Leisten oder Gehäuse sind mit 11 bis 12,5 Zentimetern länger; der Rest sind Wände. Bei der Pilbox bleibt 1 Zentimeter für fünf Wände in der Länge und in Breite und Höhe je 3 Millimeter für Wand und Boden. Auch die Höhe passt beim Datenblatt des Medi-Inn: Sieben Tagesboxen zu je 1,8 Zentimetern ergeben 12,6 Zentimeter, das Datenblatt nennt für den Dispenser 12,8 Zentimeter.
Nicht auf geht die Produktseite des Medi-Inn. Vier Fächer zu je 2,8 Zentimetern Breite ergeben ohne jede Trennwand 11,2 Zentimeter, die ganze Tagesbox ist laut derselben Seite aber nur 10,8 Zentimeter breit. Mit den Datenblattwerten, viermal 2,5 Zentimeter, ist die Rechnung stimmig. Das spricht für das Datenblatt, beweist aber nichts, solange der Anbieter den Widerspruch nicht selbst auflöst.
Fachvolumen als Werbeargument
Dass Fachvolumen verkauft, zeigt ein Anbieter außerhalb dieses Feldes. Kerpers wirbt für seinen Pillenturm mit 14 Millilitern je Fach und damit mit „doppelt so viel Fachvolumen wie typische Importmodelle mit nur 7 ml“. Welche Modelle gemeint sind und wie gemessen wurde, steht nicht dabei. Nach unserer Rechnung lägen der Medi-7 mit rund 15 und das Datenblattfach des Medi-Inn mit rund 11 Millilitern in der Größenordnung des Turms, das Produktseitenfach des Medi-Inn mit rund 7,4 Millilitern nahe an der Zahl, die Kerpers den Importmodellen zuschreibt.
Ein belegter Vergleichswert kommt aus dem Pflegehilfsmittelverzeichnis. Derselbe Hersteller anmed führt dort die elektronische ANABOX smart inkl. App als Position 52.40.03.2001, und der Eintrag nennt „28 Becher mit einem Füllvolumen von je 18 Milliliter“. Das ist die einzige Fachgröße im Umfeld dieses Vergleichs, die in einem Pflichtfeld als Füllvolumen angegeben ist; die 14 ml des Kerpers-Turms stehen nur in einer Werbeaussage. Das Pflichtfeld dazu: Für die Produktart 52.40.03.2 verlangt die Fortschreibung die Angabe „Medikamenten Aufnahmekapazität“. Für eine Wochenbox ohne Elektronik verlangt das Verzeichnis keine solche Angabe, weil sie dort nicht steht.
Wie viele Tabletten in ein Fach passen, lässt sich aus Millilitern nicht ablesen; es hängt an Form und Größe der Tabletten. Keine der Unterlagen nennt eine Stückzahl. Wer zu einer Tageszeit viele oder große Tabletten nimmt, kommt um das Nachmessen eines Fachs der vorhandenen Box nicht herum.
Schieber, Klappe, Tagesschieber: was die Hand tun muss
Eine Kraftangabe zum Öffnen nennt keiner der fünf Anbieter, weder in Newton noch auf andere Weise. Beschreiben lässt sich nur, welche Bewegung die Hand ausführen muss, und das unterscheidet sich deutlich. Die Stiftung Warentest fragte 2012 danach, ob sich Tabletten leicht entnehmen lassen; diese Frage lässt sich für die fünf Boxen nur aus den Beschreibungen beantworten.
Der Medi-7 hat Schiebedeckel, die Variante „neo“ farbige; der Flyer spricht von Klarsichtdeckeln. Ob jedes Fach einen eigenen Deckel hat oder ein Deckel die ganze Dose freigibt, beschreibt die Produktseite nicht. Der Flyer betont, die Box habe keine scharfen Kanten oder Ecken, eines der Kriterien, die auch die Stiftung Warentest nannte.
Die Pilbox Liberty hat je Modul einen Schieber, den der Hersteller als einhändig bedienbar beschreibt. Nach rechts geschoben gibt er die Fächer für Morgen, Mittag und Abend frei, nach links das Nachtfach, und in dieser Stellung blockiert er laut Herstellerseite. Was einhändig im Einzelnen heißt, beschreibt die Seite nicht. Belegt ist eine Bewegung je Tag für drei Fächer und eine zweite für das vierte.
Bei der ANABOX 7 Tage hängt die Antwort an der Ausführung. Die Gebrauchsanweisung vom 26. März 2013 beschreibt einen Schiebedeckel: nach rechts für die vier Einnahmezeiten, nach links für das Bedarfsfach; der Deckel lässt sich abklicken und wieder aufklicken. Die heutige Produktseite kündigt dagegen die „ANABOX 7 Tage 2.0“ mit aufklappbarem Deckel an und schreibt im Fließtext derselben Seite weiter, der Deckel lasse sich leicht aufschieben oder abheben. Laut Gebrauchsanweisung wird die Tagesbox vorn aus dem Magazin genommen und wieder zurückgestellt.
Die DOSETT S verlangt die meisten Handgriffe. Entnommen wird über einen Tagesschieber an der unteren Querseite; dann wird die Kassette umgedreht, und die Tabletten fallen in die Hand. Die Broschüre sagt offen, neue Kassetten seien anfangs schwergängig. Mit eingesetzter Sicherung kommt ein Druck auf einen Hebel an der rechten Seite dazu. Schieben, Umdrehen und Auffangen sind drei Bewegungen, die die Broschüre nacheinander beschreibt.
Beim Medi-Inn lässt sich die Öffnung nur ableiten. Die Produktseite spricht von einem „Schiebeblister“, also von Schiebedeckeln, und von einer „Einschiebe-Funktion“, ohne den Ablauf zu beschreiben. Dieselbe Seite nennt den Dispenser „auch für Menschen mit Rheuma und motorischen Einschränkungen geeignet“ und „barrierearm“. Eine Begründung, eine Kraftangabe oder eine Prüfung dazu nennt sie nicht.
Für Hände mit wenig Kraft oder wenig Feingefühl lassen sich die fünf Boxen also nur danach ordnen, wie viele Bewegungen sie verlangen, nicht danach, wie schwer diese Bewegungen sind. Die wenigsten Schritte beschreiben die Pilbox mit einem Schieber je Modul und die ANABOX mit Entnehmen und Aufschieben oder Aufklappen, die meisten die DOSETT S. Ob eine bestimmte Hand mit einer bestimmten Box zurechtkommt, zeigt nur das Ausprobieren der Box selbst.
Wo die Hand kaum noch greift, ist eine Wochenbox nicht das erste Thema. Welche Hilfsmittel das Verzeichnis für diesen Fall führt und wie eng es die Voraussetzungen fasst, beschreibt der Beitrag zu Greifhilfen für Hände ohne Greifkraft.
Großschrift, Farbe, tastbare Zeichen
Lesbarkeit war 2012 eines der Kriterien der Stiftung Warentest, und sie ist das Merkmal, bei dem die Unterlagen am meisten versprechen und am wenigsten messen. Keiner der fünf Anbieter nennt eine Schriftgröße in Punkt oder Millimetern, keiner eine Prägung in Blindenschrift.
Am weitesten geht die Pilbox Liberty. Der Hersteller beschreibt große Schrift und tastbare Markierungen aus Piktogrammen und Ziffern, ausdrücklich „adapté aux personnes malvoyantes“, also für Menschen mit Sehbehinderung ausgelegt. Beim Öffnen zeigt das Modul den Wochentag in großen Buchstaben. Für die Pilbox Classic beschreibt er außerdem eine Asymmetrie der Kassette, die beim Tasten die Ausrichtung zeigt.
Die ANABOX 7 Tage setzt auf Farbe. Laut Produktseite hat jeder Tag seine eigene Farbe, Einnahmetag und Einnahmezeiten stehen auf dem Deckel, die Deckel sind klar. Braille nennt anmed nur für ein anderes Produkt, die Wochenbox mit 28 Bechern.
Beim Medi-7 ist die Beschriftung eine Frage der Variante. Der Anbieter führt Weiß, Hellblau und Türkis sowie „colore“ mit farbigen Tagesdosen, „neo“ mit farbigen Schiebedeckeln und „trend“ mit farbiger Beschriftung, jede mit eigener Pharmazentralnummer: 3812431, 3320159, 6055404, 12567769, 13784701 und 13781915. Auf Wunsch gibt es verschiedene Sprachversionen. Welche Variante hinter einem bestimmten Angebot steht, lässt sich nur über die Nummer sicher zuordnen.
Der Medi-Inn ist laut Datenblatt weiß, mit aufgedrucktem Wochentag auf den Fächern und dem Aufdruck MORGEN, MITTAG, ABEND, NACHT; eine Prägung hat er nicht. Die DOSETT S nummeriert ihre Fächer und legt eine Verordnungskarte bei. Damit setzt eine Box auf tastbare Zeichen, eine auf eine Farbe je Tag, eine auf Farbvarianten und zwei auf Aufdruck und Nummer.
Platz für den Plan an der Box
Neben der Beschriftung der Fächer zählt, ob die Box Platz für Angaben über den Inhalt hat. Die Bundesapothekerkammer nennt in Leitlinie und Kommentar zum manuellen Neuverpacken für Wochendosiersysteme, die in der Apotheke gestellt werden, unter anderem diese Felder: „Vor- und Nachname des Patienten“, „Name der Arzneimittel, ggf. Wirkstoff, Chargenbezeichnung“, „Einnahmehinweise“, „Verfallsdatum der patientenindividuellen Neuverpackung“ und „Name und Anschrift der Apotheke“. Die Kennzeichnung soll nach dem Kommentar deutsch, deutlich lesbar und dauerhaft sein. Für die Apotheke ist eine solche Kennzeichnung Pflicht nach § 34 Abs. 4 ApBetrO; zu Hause ist sie ein Maßstab.
Drei der fünf Boxen bieten dafür eine Fläche. Die DOSETT S hat die Verordnungskarte für Name, Medikamente, Einnahmezeiten, Dosierung und Arzt. Die ANABOX 7 Tage hat laut Produktseite optional ein Fach im Deckel für einen Medikationsplan. Die Pilbox Liberty hat im Etui ein Fach für Rezepte und eine Patientenkarte. Medi-7 und Medi-Inn nennen nichts davon; dort bleibt der Plan ein Blatt neben der Box.
Kunststoffangaben zwischen „ABS“ und „hochwertig“
Woraus eine Box besteht, ist für zwei Fragen wichtig: welche Reinigung sie verträgt und ob das Material zu den Arzneimitteln passt, die darin liegen. Die zweite Frage stellt die Bundesapothekerkammer im Flussdiagramm ihrer Leitlinie ausdrücklich, als Prüfpunkt „Kompatibilität Arzneimittel-Material des Dosiersystems“. Beantworten lässt sie sich nur, wenn der Hersteller den Werkstoff nennt.
Das tun die wenigsten. Konkret wird nur das Datenblatt des Medi-Inn: ABS, Polystyrol und Polypropylen, dazu „frei von Phthalaten“. Die Produktseite desselben Dispensers nennt nur ABS und Polystyrol. Beim Medi-7 steht auf der Produktseite „Kunststoff“, im Flyer heißt es, die Box sei „aus hochwertigem und langlebigem ABS-Kunststoff“. Die ANABOX 7 Tage ist laut Produktseite aus „hochwertigem Kunststoff“, „frei von Phthalaten“ und „lebensmittelecht“, aus „geprüften Materialien“; welcher Kunststoff es ist und wer was geprüft hat, steht dort nicht. Pilbox schreibt von „matériaux de qualité“. Die DOSETT-Broschüre spricht von Plastikteilen.
Eine Angabe zu Bisphenol A macht keiner der fünf. Zwei nennen Phthalatfreiheit, also den Verzicht auf eine Gruppe von Weichmachern. Händlertexte zur ANABOX nennen ABS als Werkstoff; auf den Herstellerseiten haben wir das nicht gefunden und übernehmen es deshalb nicht. Das Ergebnis sind zwei Boxen mit benanntem Kunststoff und drei ohne.
Wie es aussieht, wenn eine Angabe Pflicht ist, zeigt wieder der Verzeichniseintrag der ANABOX smart desselben Herstellers: „Polycarbonat (PC), Polypropylen (PP), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) bzw. Polystyrol (PS)“. Das Feld „Material“ gehört dort zu den Pflichtangaben der Produktart. Für die Wochenbox ohne Elektronik gibt es keine solche Pflicht, und die Angabe fehlt.
Für die Auswahl bleibt eine nüchterne Folge. Wer wissen will, ob eine Box zu einem bestimmten Arzneimittel passt, kommt um die Apotheke nicht herum, und die braucht dafür den Werkstoff. Beim Medi-Inn steht er im Datenblatt, beim Medi-7 im Flyer, bei den übrigen drei muss man den Anbieter fragen.
Spülmaschine bis 50 °C, bis 70 °C oder gar nicht
Bei der Reinigung liegen die Angaben am weitesten auseinander, von der höchsten erlaubten Temperatur bis zum ausdrücklichen Verbot. Zwei Anbieter sagen gar nichts.
- ANABOX 7 Tage: spülmaschinenfest; laut Gebrauchsanweisung in der Spülmaschine bei „Regeltemperatur 70 °C“ möglich, sonst lauwarmes Wasser mit mildem Spülmittel; vor dem ersten Gebrauch auswaschen.
- Medi-7: spülmaschinengeeignet bis höchstens 50 °C, alternativ warmes Wasser bis 50 °C mit mildem Reinigungsmittel; Fächer vor dem Befüllen trocknen lassen. Der Flyer nennt zusätzlich das Einlegen von Dosen und Deckeln in eine verdünnte Reinigungslösung.
- DOSETT S: nur lauwarmes Wasser ohne Spülmittel, „auf keinen Fall“ in die Spülmaschine, weil sich Teile verziehen können; die schwedische Markenseite verlangt für das Dosett Medi ebenfalls Handwäsche in lauwarmem Wasser und schließt die Maschine aus.
- Pilbox Liberty: keine Angabe auf der Herstellerseite.
- Medi-Inn N11484-w: keine Angabe, weder im Datenblatt noch auf der Produktseite.
Zum Vergleich außerhalb des Feldes: Kerpers erlaubt für die Tagesfächer seines Pillenturms die Spülmaschine bis 50 °C, das Gehäuse soll von Hand gereinigt werden. Die Grenze von 50 °C kommt in den Herstellerunterlagen damit zweimal vor, ein Hersteller nennt 70 °C, einer verbietet die Maschine. Welche Temperatur ein Programm tatsächlich erreicht, steht in der Anleitung der Spülmaschine, nicht in der der Box.
Wie oft gereinigt wird, sagt die Bundesapothekerkammer für das Stellen in der Apotheke. Ein Wochendosiersystem, das für die Mehrfachanwendung gedacht ist, soll nach ihrem Kommentar vor jeder Neubefüllung nach den Angaben des Herstellers gereinigt, desinfiziert und getrocknet werden. Für zu Hause ist das keine Vorschrift, aber ein Maßstab. Er setzt etwas voraus, das zwei der fünf Anbieter nicht liefern: eine Herstellerangabe zur Reinigung.
Zwei Angaben zielen auf dasselbe. Der Medi-7-Anbieter verlangt, die Fächer vor dem Befüllen trocknen zu lassen, und die Bundesapothekerkammer nennt das Trocknen als eigenen Schritt. Wer die Box am Tag des Stellens spült, plant die Trockenzeit also mit ein oder hält eine zweite Box bereit. Das Zentrum für Qualität in der Pflege ergänzt auf seiner Themenseite zur Medikation zwei Handgriffe, die keine Box ersetzt: Hände waschen und gut abtrocknen und Tabletten bei der Entnahme möglichst nicht berühren.
Für gelistete Pflegehilfsmittel der Untergruppe 52.40.03 verlangt die Fortschreibung der Produktgruppe 52 vom 30. Januar 2025 schlicht: „Das Produkt muss zu reinigen sein.“ Die Gebrauchsanweisung muss dort Reinigungshinweise enthalten. Eine Wochenbox ist an diese Anforderungen nicht gebunden; bei Pilbox und Medi-Inn zeigt sich, was das bedeutet.
Wie eng Herstellergrenzen bei Reinigungsmitteln und Werkstoffen sein können, zeigt ein Beispiel aus dem Bad, der Beitrag über das Pflegefenster eines Duschhockers.
Lagerort, Licht und Feuchte
Eine Schutzangabe gegen Licht oder Feuchtigkeit macht keiner der fünf Anbieter für seine Box. Was in den Unterlagen steht, sind Lagerhinweise. Das Datenblatt des Medi-Inn schreibt: „Trocken lagern. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.“ Die Gebrauchsanweisung der ANABOX verweist auf die Lagerbedingungen der Medikamente selbst, etwa Lichtempfindlichkeit und Temperatur. Die DOSETT-Broschüre empfiehlt eine dunkle, kühle Lagerung.
Zwei der Boxen haben ausdrücklich durchsichtige Deckel: Die ANABOX 7 Tage hat laut Produktseite klare Deckel, der Medi-7-Flyer nennt Klarsichtdeckel. Durchsichtig heißt, dass man sieht, ob ein Fach voll ist, ohne es zu öffnen. Es heißt auch, dass Licht ans Fach kommt; eine Angabe zu einem Schutz gegen ultraviolettes Licht macht keiner der beiden Anbieter.
Wo die Box stehen soll, sagen die Fachstellen. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit rät in seiner Patienteninformation zum häuslichen Umgang mit Arzneimitteln, überprüft und aktualisiert 2026, Arzneimittel trocken, kindersicher und normal temperiert aufzubewahren, am besten unter 25 °C, und Bad, Heizung und Fensterbank zu meiden. Das ZQP nennt dieselben Orte: nicht am Fenster, nicht neben der Heizung, nicht im Bad. Durchsichtige Deckel ändern daran nichts.
Ob ein Arzneimittel überhaupt aus seiner Verpackung in eine Box darf, ist keine Frage der Box. Die Bundesapothekerkammer listet in ihrem Kommentar Prüffragen, bei denen Vorsicht geboten ist, darunter „Oxidationsempfindliche, lichtempfindliche Arzneimittel“ und „Hygroskopische, bruchempfindliche Arzneimittel“, also solche, die Feuchtigkeit ziehen. Die Liste richtet sich an Apotheken und ist kein abschließendes Verbot; welche Tablette darunter fällt, sagen Packungsbeilage und Apotheke. Das APS schreibt in seiner Information ebenfalls, die Apotheke wisse, welche Arzneimittel sich nicht für die Dosette eignen.
Für den Vergleich folgt daraus nur wenig, aber etwas Eindeutiges. Keine der fünf Unterlagen beschreibt die Box als dicht gegen Feuchtigkeit oder Licht. Was eine Box hier leisten kann, leistet ihr Standort.
Kindersicherung: ein Einsatz, ein Bügel, keine Norm
Für kindergesicherte Verpackungen gibt es eine Norm: DIN EN ISO 8317:2016-05, „Kindergesicherte Verpackungen – Anforderungen und Prüfverfahren für wiederverschließbare Verpackungen“, die deutsche Fassung der ISO 8317:2015. Laut Katalog von DIN Media legt sie Anforderungen und Prüfverfahren für wiederverschließbare Verpackungen fest, die Kinder am Öffnen hindern sollen, und prüft zugleich, ob Erwachsene sie öffnen können. Das Inhaltsverzeichnis nennt eine Prüfgruppe von 200 Kindern und Anforderungen in Bezug auf Erwachsene. Die Norm gilt für die Typprüfung, nicht für die laufende Qualitätssicherung. Den Volltext mit 25 Seiten haben wir nicht eingesehen.
Ob eine Wochenbox eine Verpackung im Sinne dieser Norm ist, geht aus den Katalogangaben nicht hervor. Sicher ist nur: Keiner der fünf Anbieter nennt sie, keiner eine andere Norm zur Kindersicherung und keiner eine Prüfstelle.
Zwei Anbieter bieten eine Sicherung an. Die DOSETT S hat den Einsatz „DOSETT Sicherung“, der bei Bedarf eingesetzt wird; danach öffnet die Kassette nur mit Druck auf einen Hebel an der rechten Seite. Die Broschüre schreibt selbst: „Eine absolute Sicherung ist aber nicht möglich.“ Die schwedische Markenseite nennt eine Kindersperre im Lieferumfang des Dosett Medi. Die ANABOX 7 Tage hat keine eingebaute Sicherung; anmed bietet als Zubehör einen Sicherheitsbügel mit Schlüssel an, „zum Schutz gegen unbefugte Benutzung“, 22,5 × 11,0 × 5,5 Zentimeter, passend für alle ANABOX 7 Tage.
Bei der Pilbox Liberty blockiert der Schieber in der Stellung für das Nachtfach. Der Hersteller bezeichnet das nicht als Kindersicherung, und wir lesen es auch nicht so. Medi-7 und Medi-Inn sagen zur Sicherung nichts. Die ANABOX-Anleitung enthält den Satz, der für alle fünf gilt: vor Kindern sicher aufbewahren.
Ein anderer Warnhinweis betrifft Kinder als Nutzer der Box selbst. Kerpers schreibt für den Pillenturm „Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren“, wegen Kleinteilen. Das ist eine Warnung vor verschluckbaren Teilen der Box, keine Aussage über die Tabletten darin.
Kindersicher ist im Feld dieses Vergleichs damit keine Eigenschaft, die man mitkauft, sondern eine des Aufbewahrungsorts. Der Einsatz der DOSETT S und der Bügel der ANABOX sind als Schutz gedacht; dass sie den Zugriff verhindern, sagt keiner der beiden Anbieter.
Medizinprodukt der Klasse I und andere CE-Fragen
Nur ein Anbieter ordnet seine Box als Medizinprodukt ein. anmed schreibt auf der Produktseite der ANABOX 7 Tage „Medizinprodukt der Risikoklasse I“, in der Gebrauchsanweisung „Medizinprodukt der Klasse I“, dazu „Fertigung nach DIN ISO 9001“ und Herstellung in Deutschland. Die übrigen vier machen zum Status als Medizinprodukt keine Angabe.
Was die Einordnung bedeutet, regelt die europäische Medizinprodukteverordnung (EU) 2017/745. Ob ein Gegenstand Medizinprodukt ist, hängt an der Zweckbestimmung, die der Hersteller ihm gibt, also an der Verwendung, für die er ihn laut Kennzeichnung, Gebrauchsanweisung oder Werbematerial bestimmt; so steht es in Art. 2 Nr. 1 und Nr. 12. Nicht invasive Produkte gehören nach Regel 1 in Anhang VIII grundsätzlich zur Klasse I, sofern keine andere Regel greift.
Eine behördliche Einstufung von Pillendosen oder Wochendosierern haben wir nicht gefunden. Das Abgrenzungshandbuch der EU-Kommission zur Verordnung, Version 5, veröffentlicht am 22.04.2026, enthält keinen Fall zu solchen Produkten. Dieselbe Box kann also bei einem Hersteller Medizinprodukt sein und bei einem anderen nicht, je nachdem, welchen Zweck er ihr gibt. Die Einordnung sagt etwas über die Pflichten des Herstellers, nichts über ein Prüfergebnis und nichts über eine Kassenleistung.
Beim Medi-Inn steht im Datenblatt ein Satz, der leicht als Produktzertifikat gelesen wird: „Unser Unternehmen ist nach dem Standard EN ISO 13485:2016 zertifiziert.“ Das ist eine Aussage über das Unternehmen, keine über diesen Dispenser. Die französische Arzneimitteldatenbank VIDAL führt die Pilbox Liberty in der Version V4 mit dem Vermerk, die paramedizinische Einstufung sei nicht angegeben. Medi-7 und DOSETT S äußern sich gar nicht.
Eine Meldung der Marktüberwachung gibt es zu keiner Bauart. In der Suche nach Kundeninformationen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte fanden wir am 30.10.2026 unter „Medikamentendosierer“, „Wochendosierer“ und „Tablettendose“ keinen Treffer; die 19 Treffer zu „Dispenser“ betrafen Labor- und andere Geräte. Das BfArM veröffentlicht solche Informationen nur zu Medizinprodukten, Boxen ohne diese Zweckbestimmung erscheinen dort grundsätzlich nicht. Das Fehlen einer Meldung ist deshalb kein Befund über die Sicherheit.
Was ein Prüf- oder Konformitätszeichen tatsächlich belegt und welche Verzeichnisse öffentlich einsehbar sind, ist an einem anderen Produktfeld ausführlich durchgegangen, in der Auswertung zu Prüfzeichen und Normangaben bei Nackenmassagegeräten.
Fünf Wochenboxen im Datenabgleich
Die fünf Boxen sind nach eigenen Kriterien ausgewählt: Sie decken die vier Bauarten ab, und zu jeder gibt es mindestens eine Unterlage des Anbieters. Bewertungen, Verkaufsränge und Preise spielen für die Auswahl keine Rolle. Die Daten unten stammen aus diesen Unterlagen; wo eine fehlt, steht „keine Angabe“, und der Rauminhalt ist die ausgewiesene Quaderrechnung aus dem Fachmaß.
Wer hinter den fünf Boxen steht
Hinter den Marken stehen sehr verschiedene Unternehmen, und nicht jedes ist Hersteller. Für Rückfragen zu Reinigung oder Werkstoff ist das keine Nebensache.
- ANABOX 7 Tage: anmed GmbH in Crottendorf, laut Produktseite Herstellung in Deutschland; Vertrieb laut Gebrauchsanweisung über die WEPA Apothekenbedarf GmbH & Co KG in Hillscheid, laut Produktseite apothekenexklusiv.
- Medi-7: Hans-H. Hasbargen GmbH & Co. KG in Bruchsal, laut Impressum Großhändler. Wer die Box fertigt, sagen weder Produktseite noch Flyer.
- Pilbox Liberty: Stiplastics SASU in Saint-Marcellin, Frankreich, Teil der Groupe SGH Medical Pharma; laut Hersteller in Frankreich produziert. Einen heutigen Vertrieb in Deutschland konnten wir nicht bestätigen.
- Medi-Inn N11484-w: Datenblatt und Produktseite nennen als Hersteller die BODY PRODUCTS RELAX Pharma und Kosmetik GmbH in Frechen, die Produktseite daneben „Medi-Inn“; Shop und Marke gehören der Medi-Inn Online GmbH in Hirten.
- DOSETT S: Die schwedische Markenseite trägt das Copyright der Karo Healthcare AB in Stockholm. Die einzige deutsche Herstellerunterlage ist eine Broschüre der Temmler Pharma GmbH & Co. KG aus Marburg mit Dateistand 2017-07. Eine Produktseite eines heutigen deutschen Anbieters fanden wir nicht, auch nicht auf hormosan.com.
Bei Medi-7 und DOSETT S bleibt damit offen, wer die Box herstellt. Beim Medi-7 führt zusätzlich die Website von wodimed einen „Medi 7®-Wochendosierer“ mit eigenem Zubehör; ob wodimed der Fertiger ist, haben wir nicht geprüft. Für die DOSETT S fanden wir keinen Fertiger, den man fragen könnte. Das ist kein Mangel der Box, aber einer der Unterlagen.
Mit Produktkarte
ANABOX
ANABOX 7 Tage, Wochenmagazin mit 5 Fächern je Tag
Ein Magazin mit sieben farbigen Tagesboxen und einem fünften Fach je Tag für Bedarfsmedikation, das der Hersteller als Medizinprodukt der Klasse I führt.
- Außenmaße
- 18,5 × 11,8 × 4,7 cm (L × B × H) für „ANABOX 7 Tage 2.0“ laut Produktseite; für die ältere Ausführung keine Angabe
- Aufbau
- 7 herausnehmbare Tagesboxen im Magazin, je 4 Einnahmezeiten und 1 Zusatzfach; das größere Morgenfach liegt links
- Fachmaß
- keine Angabe; die einzeln verkaufte Tagesbox misst außen 11,2 × 4,1 × 2,3 cm, Baugleichheit nicht belegt
- Rauminhalt je Fach
- keine Angabe
- Öffnung
- Schiebedeckel laut Gebrauchsanweisung vom 26.03.2013; „aufklappbarer Deckel“ laut heutiger Produktseite
- Beschriftung
- Tag und Einnahmezeiten auf dem Deckel, eine Farbe je Tag, klare Deckel; Schriftgröße und Braille: keine Angabe
- Material
- „hochwertiger Kunststoff“, frei von Phthalaten, „lebensmittelecht“; Kunststoffart: keine Angabe
- Reinigung
- spülmaschinenfest; laut Gebrauchsanweisung bei „Regeltemperatur 70 °C“, sonst lauwarm mit mildem Spülmittel
- Kindersicherung
- keine eingebaute; Sicherheitsbügel mit Schlüssel als Zubehör, 22,5 × 11,0 × 5,5 cm; Norm: keine Angabe
- Medizinprodukt/CE
- Medizinprodukt der Risikoklasse I laut Produktseite und Gebrauchsanweisung
Spricht dafür
- Fünftes Fach je Tag für Bedarfsmedikation, insgesamt 35 Fächer
- Höchste Spülmaschinenangabe im Feld: 70 °C laut Gebrauchsanweisung
- Einzige Box im Feld, die der Hersteller als Medizinprodukt ausweist
- Laut Hersteller optional ein Fach im Deckel für den Medikationsplan
Spricht dagegen
- Ob hinter dem Angebot der Schiebe- oder der Klappdeckel steckt, ist nicht geklärt
- Kein Fachmaß und keine Kunststoffart angegeben
- Die abrufbare Gebrauchsanweisung stammt von 2013 und nennt eine alte Anschrift
Die ANABOX 7 Tage ist die einzige Box im Feld mit fünf Fächern je Tag und die einzige, die der Hersteller als Medizinprodukt führt. Sie hat außerdem die höchste Spülmaschinenangabe. Ihre offene Stelle ist die Ausführung: Welche der beiden Deckelformen hinter dem Angebot steht, haben wir nicht klären können, und der nächste Abschnitt zeigt, warum das zählt.
Medi-7
Medi-7 Medikamentendosierer (Artikelnummer 149)
Ein schlichter Rahmen mit sieben herausnehmbaren Tagesdosen zu je vier Fächern, den der Anbieter in sechs Farb- und Beschriftungsvarianten führt.
- Außenmaße
- ca. 12,5 × 5,0 × 11,5 cm, Reihenfolge der Maße nicht bezeichnet
- Aufbau
- 7 einzeln entnehmbare Tagesdosen, je 4 Fächer (morgens, mittags, abends, nachts)
- Fachmaß
- ca. 2,5 × 4,0 × 1,5 cm
- Rauminhalt je Fach
- rund 15 ml (Obergrenze)errechnet · Fachmaß ca. 2,5 × 4,0 × 1,5 cm laut Produktseite als Quader gerechnet: 15 cm³; Rundungen und Wandschrägen verkleinern den Wert
- Öffnung
- Schiebedeckel je Tagesdose; der Flyer nennt Klarsichtdeckel
- Beschriftung
- weiß, hellblau, türkis sowie „colore“, „neo“ und „trend“ mit farbigen Dosen, Deckeln oder Schriften; Sprachversionen auf Wunsch; Schriftgröße und Braille: keine Angabe
- Material
- „Kunststoff“ laut Produktseite, ABS-Kunststoff laut Flyer
- Reinigung
- spülmaschinengeeignet bis höchstens 50 °C, sonst warmes Wasser bis 50 °C; vor dem Befüllen trocknen lassen
- Kindersicherung
- keine Angabe
- Medizinprodukt/CE
- keine Angabe
Spricht dafür
- Größtes Fachmaß im Feld, rechnerisch bis rund 15 ml je Fach
- Sechs Varianten mit je eigener PZN laut Anbieter
- Jede Tagesdose lässt sich einzeln mitnehmen
Spricht dagegen
- Anbieter ist laut Impressum Großhändler, der Fertiger wird nicht genannt
- Keine Gebrauchsanweisung gefunden, die Website im Flyer führt auf eine Fehlerseite
- Spülmaschine nur bis 50 °C
Der Medi-7 ist die Box mit dem größten angegebenen Fach und den meisten Varianten. Eine Gebrauchsanweisung haben wir nicht gefunden; die Website, die der Flyer nennt, www.medi-7.de, führte am 30.10.2026 auf eine Fehlerseite. Welche der sechs Varianten ein Angebot meint, lässt sich über die Pharmazentralnummer zuordnen.
Pilbox
Pilbox Liberty, 7 Tagesmodule im Etui
Sieben Tagesmodule mit einhändig bedienbarem Schieber in einem Kunstleder-Etui, die der Hersteller mit großer Schrift und tastbaren Zeichen für Menschen mit Sehbehinderung beschreibt.
- Außenmaße
- 15 × 11 × 3 cm laut Hersteller
- Aufbau
- 7 herausnehmbare Module, je 4 Fächer (matin, midi, soir, nuit); Modul 11 × 2,3 × 2 cm
- Fachmaß
- 2,5 × 2 × 1,7 cm
- Rauminhalt je Fach
- rund 8,5 ml (Obergrenze)errechnet · Fachmaß 2,5 × 2 × 1,7 cm laut Herstellerseite als Quader gerechnet: 8,5 cm³; Rundungen und Wandschrägen verkleinern den Wert
- Öffnung
- Schieber je Modul, einhändig: nach rechts Morgen bis Abend, nach links das Nachtfach
- Beschriftung
- große Schrift, tastbare Piktogramme und Ziffern, Wochentag beim Öffnen sichtbar; Schriftgröße in mm und Braille: keine Angabe
- Material
- keine Angabe („matériaux de qualité“)
- Reinigung
- keine Angabe
- Kindersicherung
- keine Angabe
- Medizinprodukt/CE
- keine Angabe; die französische Arzneimitteldatenbank VIDAL führt „Non renseigné“
Spricht dafür
- Tastbare Markierungen und große Schrift laut Hersteller
- Schieber einhändig zu bedienen, Nachtfach getrennt
- Etui mit Fach für Rezepte und Patientenkarte, 1 Jahr Garantie
Spricht dagegen
- Keine Angabe zu Reinigung und Material
- Herstellerseite nur auf Französisch, keine Gebrauchsanweisung gefunden
- Rechnerisch rund 8,5 ml je Fach, gut die Hälfte des Medi-7-Fachs
Die Pilbox Liberty ist die einzige Box mit beschriebenen tastbaren Zeichen und die einzige mit Etui. Zu Werkstoff, Reinigung und Sicherung schweigt die französische Herstellerseite, eine Gebrauchsanweisung war dort nicht zu finden. Die Datenbank VIDAL führt eine Version V4; welche Version ein Angebot meint, steht nicht fest.
Medi-Inn
Medi-Inn Wochendispenser 7 Tage, weiß (N11484-w)
Ein weißer Wochendispenser mit technischem Datenblatt und Einzelverpackung, dessen Maße sich zwischen Datenblatt und Produktseite widersprechen.
- Außenmaße
- 11,4 × 4,3 × 12,8 cm (L × B × H) laut Datenblatt; 13 × 11,5 × 4,5 cm (H × B × T) laut Produktseite
- Aufbau
- 7 einzeln entnehmbare Tagesrationen, je 4 Fächer (Morgen, Mittag, Abend, Nacht); Tagesbox 1,8 × 10,8 × 3,4 cm (H × B × T) laut Produktseite
- Fachmaß
- 2,5 × 3,0 × 1,5 cm (L × B × H) laut Datenblatt; 1,2 × 2,8 × 2,2 cm (H × B × T) laut Produktseite
- Rauminhalt je Fach
- rund 11 ml laut Datenblatt oder rund 7,4 ml laut Produktseite (Obergrenzen)errechnet · Datenblatt 2,5 × 3,0 × 1,5 cm = 11,25 cm³; Produktseite 1,2 × 2,8 × 2,2 cm = 7,39 cm³; jeweils als Quader gerechnet
- Öffnung
- Schiebedeckel („Schiebeblister“) und „Einschiebe-Funktion“; Ablauf nicht beschrieben
- Beschriftung
- Aufdruck Wochentag und MORGEN, MITTAG, ABEND, NACHT; keine Prägung; Schriftgröße und Braille: keine Angabe
- Material
- ABS, Polystyrol und Polypropylen laut Datenblatt; ABS und Polystyrol laut Produktseite; frei von Phthalaten
- Reinigung
- keine Angabe
- Kindersicherung
- keine Angabe
- Medizinprodukt/CE
- keine Angabe zum Produkt; Unternehmen nach EN ISO 13485:2016 zertifiziert
Spricht dafür
- Technisches Datenblatt mit Werkstoffen, Maßen und Lagerhinweis
- Phthalatfrei laut Datenblatt
- Einzeln in Faltschachtel, 40 Stück je Karton für Einrichtungen
Spricht dagegen
- Maße und Werkstoffe in Datenblatt und Produktseite widersprüchlich
- Keine Reinigungsangabe, keine Gebrauchsanweisung gefunden
- Eignung „für Menschen mit Rheuma“ ohne Beleg
Der Medi-Inn hat als einzige Box ein technisches Datenblatt, und gerade daraus ergibt sich der Widerspruch: Außenmaß, Fachmaß und Werkstoffliste weichen von der Produktseite ab. Eine Reinigungsangabe fehlt in beiden Unterlagen. Für Einrichtungen spricht die Verpackung, einzeln in einer Faltschachtel von 12,5 × 13,5 × 5 Zentimetern und 40 Stück je Karton.
Ohne Produktkarte
DOSETT
DOSETT S Arzneikassette mit Verordnungskarte
Eine flache Kassette mit einem Einsatz für die ganze Woche, Verordnungskarte und einsetzbarer Sicherung, die nur von Hand gespült werden darf.
- Außenmaße
- 15,5 × 10 × 2 cm laut Broschüre 2017
- Aufbau
- eine Kassette mit Tabletteneinsatz für 7 Tage, Fächer nummeriert, „Nr. 1“ oben für morgens; Fächer je Tag in der Broschüre nicht genannt
- Fachmaß
- keine Angabe
- Rauminhalt je Fach
- keine Angabe
- Öffnung
- Tagesschieber an der unteren Querseite, Kassette umdrehen, Tabletten fallen in die Hand; neue Kassetten anfangs schwergängig
- Beschriftung
- Verordnungskarte für Name, Medikamente, Einnahmezeiten, Dosierung und Arzt; Fächer nummeriert; Schriftgröße und Braille: keine Angabe
- Material
- „Plastikteile“; Kunststoffart: keine Angabe
- Reinigung
- nur lauwarmes Wasser ohne Spülmittel, „auf keinen Fall“ Spülmaschine, weil sich Teile verziehen können
- Kindersicherung
- Einsatz „DOSETT Sicherung“ bei Bedarf, dann Öffnen nur mit Druck auf einen Hebel; „Eine absolute Sicherung ist aber nicht möglich“
- Medizinprodukt/CE
- keine Angabe
Spricht dafür
- Einzige Box im Feld mit einsetzbarer Sicherung gegen Kinder
- Verordnungskarte liegt in der Kassette
- Mit 2 cm die flachste Box im Feld
Spricht dagegen
- Keine Spülmaschine und kein Spülmittel
- Keine herausnehmbaren Tagesleisten
- Ob DOSETT S dem schwedischen Dosett Medi entspricht, ist nicht belegt
Nur als Befund aufgeführt, ohne Kauflink: Herstellerbezug nur über eine Vertriebsbroschüre von 2017 (Temmler Pharma); eine aktuelle Unterlage oder Produktseite des heutigen Anbieters fanden wir nicht..
Die DOSETT S steht ohne Karte im Vergleich. Ihre Daten stammen aus einer Broschüre, die Temmler Pharma als damaliger Vertrieb herausgegeben hat; der Dateiname trägt die Angabe 2017-07. Eine aktuelle Gebrauchsanweisung des heutigen Anbieters fanden wir nicht. Die Kassette ist damit nicht schlechter beschrieben als andere, aber älter, und ob sie heute noch so geliefert wird, wie die Broschüre sie zeigt, lässt sich nicht prüfen.
Die Vergleichstabelle zu diesen Angaben steht im Überblick über die Geräte.
Schiebedeckel 2013, Klappdeckel heute
Wer eine bekannte Box nachkauft, will vor allem wissen, ob die neue noch dieselbe ist. Bei der ANABOX 7 Tage ist sie das nach den Unterlagen des Herstellers nicht unbedingt.
Die Gebrauchsanweisung, die anmed heute zum Download anbietet, trägt die Version vom 26. März 2013. Sie beschreibt Tagesboxen mit Schiebedeckel, der nach rechts die vier Einnahmezeiten und nach links das Bedarfsfach freigibt und sich abklicken lässt. Als Anschrift nennt sie die Gartenstraße 13 in Annaberg-Buchholz. Die Produktseite stellt dagegen die „ANABOX 7 Tage 2.0“ vor, mit dem Hinweis „NEU! Aufklappbarer Deckel!“, und nennt dafür Außenmaße von 18,5 × 11,8 × 4,7 Zentimetern. Im Fließtext derselben Seite heißt es weiter, der Deckel lasse sich ganz leicht aufschieben oder abheben.
Auch die Anschriften wandern. Das Impressum nennt heute Am Gewerbegebiet 5 in Crottendorf, ein Beipackzettel zum ANABOX Tablettenteiler in der Version 01/2020 die Gerichtsstraße 140 im selben Ort. Für die Box selbst spielt das keine Rolle, für die Frage, wie alt eine Unterlage ist, schon.
Daraus folgen drei Feststellungen. Erstens beschreibt die einzige abrufbare Anleitung möglicherweise nicht die Box, die heute geliefert wird. Zweitens lässt sich aus den Unterlagen nicht ablesen, welche Ausführung hinter einem bestimmten Angebot steht; für die hier verlinkte Box haben wir das nicht klären können. Drittens gilt jede Prüfung nur für die Ausführung, die damals geprüft wurde. Ein Test von 2012 kann eine Ausführung, die der Hersteller heute als neu bewirbt, nicht erfasst haben. Wer die gelieferte Box neben die Anleitung legt, sieht am Deckel sofort, welche er hat.
Bei den anderen Boxen ist das Versionsproblem kleiner, aber vorhanden. Beim Medi-7 unterscheiden sich sechs Varianten in Farbe und Beschriftung, die Produktseite nennt dazu nur einen Satz Maße. Bei der Pilbox Liberty führt VIDAL eine V4, die Herstellerseite nennt keine Version. Beim Medi-Inn trägt das Datenblatt die Kennung Rev01; ob die abweichende Produktseite eine spätere Ausführung beschreibt oder einen Fehler enthält, bleibt offen. Und bei der DOSETT S ist nicht belegt, dass sie dem schwedischen Dosett Medi entspricht, obwohl die Außenmaße nur um 2 und 6 Millimeter auseinanderliegen.
Was ein Nachkauf ohne Risiko übernehmen kann, ist bei keiner Box belegt, etwa dass die Tagesleisten einer neuen Box in einen alten Rahmen passen. Eine einzeln verkaufte Tagesbox fanden wir nur bei anmed, und dass sie baugleich mit den Magazinboxen ist, sagt der Hersteller nicht.
Werbesätze ohne Fundstelle
Neben den Daten stehen auf den Herstellerseiten Sätze, die sich nicht prüfen lassen. Wir führen sie auf, weil sie in einer Kaufentscheidung oft schwerer wiegen als die Maße, und wir sagen dazu, was ihnen fehlt.
- ANABOX 7 Tage: „patentierter Verschlussmechanismus“, ohne Patentnummer; „hochwertige Qualität – enorm bruchfest“, ohne Prüfung; „leichte Handhabung“ und „ideal für unterwegs“, ohne Maßstab.
- Medi-7: „trägt zur Arzneimittelsicherheit bei“ und „Jahrelang bewährt im ambulanten und stationären Einsatz“, beides ohne Beleg. Der Flyer zitiert die HÖRZU Nr. 48 vom 23.11.2012 mit einem „Testsieger“ aus zehn Boxen, ohne ihn ausdrücklich dem Medi-7 zuzuordnen, und die Berliner Morgenpost Digital vom 01.10.2012, nach der der Medi-7 im Test gut abgeschnitten habe, ohne die Testquelle zu nennen. Die Originalartikel haben wir nicht geprüft.
- Pilbox: „Leader français des piluliers“, also Marktführer in Frankreich, und „Depuis 1992“ beziehungsweise „plus de 30 ans“; für die Pilbox Classic ein „système breveté“, ebenfalls ohne Patentnummer.
- Medi-Inn: „auch für Menschen mit Rheuma und motorischen Einschränkungen geeignet“, „barrierearm“ und „Robust & hygienisch“, ohne Kraftangabe, Prüfung oder Reinigungsangabe, die das stützen würde.
- DOSETT S: Die Broschüre schreibt, die Kassette sei vor 10 Jahren als beispielhaftes Produkt für die Sicherheit in der Medizin ausgezeichnet worden, ohne die Auszeichnung zu nennen, und verweist auf eine Studie eines Fraunhofer-Instituts zur Therapietreue, ohne sie zu benennen. Die Anwenderzitate darin tragen nur Initialen.
Ein Satz außerhalb des Feldes verdient eine Korrektur, weil er sich auf viele Boxen übertragen ließe. Kerpers schreibt über die Pharmazentralnummer seines Pillenturms, sie stehe „für geprüfte Qualität“. Die Pharmazentralnummer ist eine Artikelkennung für den Apothekenhandel, kein Prüfsiegel. Der Medi-7 hat sechs davon, eine je Variante, und sie sagen über die Box nichts außer der Variante.
Gemeinsam ist den Sätzen, dass sie Eigenschaften behaupten, die die Unterlagen an anderer Stelle nicht beziffern: Bruchfestigkeit ohne Falltest, Eignung bei Rheuma ohne Kraftangabe, Hygiene ohne Reinigungsangabe. Beim Medi-Inn steht „hygienisch“ auf derselben Seite, die nicht sagt, wie die Box zu reinigen ist.
Wie sich Werbesätze systematisch gegen das halten lassen, was ein Anbieter belegen müsste, zeigt die Prüfung von Werbeaussagen am Beispiel der Nackenmassagegeräte.
Selbst gekauft: Gebrauchsgegenstand nach Produktgruppe 03
Eine Wochenbox kauft man in aller Regel selbst. Das ist keine Lücke im Antrag, sondern eine Feststellung des Hilfsmittelverzeichnisses. Die Fortschreibung der Produktgruppe 03 „Applikationshilfen“ vom 9. Mai 2023 hält dazu in ihren leistungsrechtlichen Hinweisen auf Seite 10 fest:
Auf der Seite der Pflegeversicherung gibt es eine Produktart mit ähnlichem Namen, aber anderen Anforderungen. Die Produktart 52.40.03.2 „Produkte zur Unterstützung der Medikamenteneinnahme“ verlangt nach der Fortschreibung der Produktgruppe 52 vom 30. Januar 2025 drei Funktionen: Erinnerung an die Einnahme durch optische und akustische Signale, eine konkrete Benennung der Ereignisse durch Sprach- oder Textausgabe und die Entnahme im zuvor festgelegten Zeitfenster. Am 30. Oktober 2026 standen dort zwei Geräte, die ANABOX smart inkl. App und maja sana. Eine Wochenbox ohne Elektronik erfüllt keine der drei Funktionen.
Ein ausdrücklicher Ausschluss einfacher Pillendosen steht in der Produktgruppe 52 nicht. Nach unserer Lesart ergibt sich die Grenze aus den drei Pflichtfunktionen der Produktart und aus dem pflegerischen Nutzen: Produkte mit „Gebrauchsgegenstandscharakter“ sind danach Pflegehilfsmittel, wenn „nicht eine bloße Komfortverbesserung, sondern primär die Ziele der §§ 14 und 40 SGB XI im Vordergrund stehen“ (S. 6). Den Hintergrund beschreibt der Ratgeber dazu, warum eine Pillendose kein Pflegehilfsmittel ist.
Dass die ANABOX 7 Tage Medizinprodukt der Klasse I ist, ändert an alledem nichts. Die Produktgruppe 03 nennt Tablettenspender als Gebrauchsgegenstände, ohne nach einer Einordnung als Medizinprodukt zu unterscheiden, und ein Medizinprodukt ist nicht schon deshalb im Verzeichnis gelistet.
Was beim Selbstkauf beim Käufer liegt
Der Selbstkauf hat eine Kehrseite, die selten ausgesprochen wird. Für gelistete Pflegehilfsmittel dieser Untergruppe verlangt die Fortschreibung unter anderem eine allgemeinverständliche Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache mit Reinigungshinweisen und Materialangabe, dazu die Erklärung, dass eine Gebrauchsanweisung in einer für blinde und sehbehinderte Menschen geeigneten Form und in leichter oder einfacher Sprache verfügbar ist. Für eine Wochenbox im freien Handel verlangt das niemand, und keiner der fünf Anbieter erwähnt eine solche Fassung.
Was im Verzeichnis der GKV-Spitzenverband anhand von Unterlagen prüft, prüft beim Selbstkauf die Käuferin oder der Käufer, mit dem, was der Anbieter freiwillig bereitstellt. Die Freiheit ist entsprechend groß: Bauart, Farbe, Fächerzahl und Bezugsweg wählt man selbst, ohne Verordnung, Antrag oder Frist, und eine Box, die nicht passt, wird durch eine andere ersetzt. Die zehn Merkmale der Vergleichstabelle sind der Versuch, die Prüfung, die sonst das Verzeichnis übernimmt, für fünf Boxen vorwegzunehmen.
Dieselbe Abgrenzung zwischen Hilfsmittel und Alltagsgegenstand stellt sich bei ganz anderen Produkten. Für einen Schaumstoffkeil gibt es gleich vier mögliche Adressen; sie stehen im Beitrag zum Keilkissen zwischen Hilfsmittel und Gebrauchsgegenstand.
Zu Hause, unterwegs, mit Pflegedienst
Dieselbe Box wird in drei Lagen sehr verschieden gebraucht. Die Unterlagen der Anbieter lassen sich diesen Lagen zuordnen, auch wenn keiner von ihnen sie so ordnet.
Zu Hause, am festen Platz
Zu Hause steht die Box an einem festen Ort, und der Wochenwechsel ist der wichtigste Handgriff. Beim Magazin der ANABOX kommt der Tag durch Umstecken nach vorn, die Box des Tages steht immer an derselben Stelle. Bei Rahmen mit Tagesleisten wie Medi-7 und Medi-Inn liegt der Tag an seinem Platz in der Reihe, bei der DOSETT S unter seinem Schieber. Für den festen Platz zählen die Außenmaße weniger als der Ort; die Fachstellen nennen dafür einen trockenen Platz außerhalb von Bad, Fensterbank und Heizungsnähe.
Unterwegs, für einen Tag oder eine Woche
Für unterwegs entscheidet, ob sich ein einzelner Tag herausnehmen lässt. Das geht bei vier der fünf Boxen. Die Tagesbox der ANABOX misst einzeln 11,2 × 4,1 × 2,3 Zentimeter, die Tagesbox des Medi-Inn laut Produktseite 1,8 × 10,8 × 3,4 Zentimeter, das Modul der Pilbox 11 × 2,3 × 2 Zentimeter. Für den Medi-7 nennt der Anbieter kein Maß der einzelnen Tagesdose. Die DOSETT S reist als ganze Kassette von 15,5 × 10 × 2 Zentimetern, und mit 2 Zentimetern ist sie die flachste Box im Feld. Die Pilbox Liberty ist als ganze Woche im Etui mit 15 × 11 × 3 Zentimetern auf das Mitnehmen angelegt, mit Fach für Rezepte.
Ein Gewicht nennt keiner der fünf Anbieter. Für eine Handtasche oder ein Reisegepäck ist das eine Lücke, die sich nur mit der Küchenwaage schließen lässt. Die beiden Werte, die wir im Umfeld gefunden haben, 0,270 Kilogramm für die Pilbox Classic und 250 Gramm für den Kerpers-Turm, gelten für andere Boxen.
Mit Pflegedienst oder in der Einrichtung
Übernimmt ein Pflegedienst das Richten, gelten andere Maßstäbe. Nach Nr. 26 der Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie ist diese Leistung nur verordnungsfähig, wenn eine der dort genannten Einschränkungen vorliegt: des Sehens so hochgradig, dass Medikamente nicht unterschieden oder die Dosis nicht festgelegt werden kann; der Grob- und Feinmotorik der Arme oder der körperlichen Kraft so stark, dass die Medikamente nicht an den Ort ihrer Bestimmung gelangen; der geistigen Leistungsfähigkeit so stark, dass die Einnahme nicht gesichert ist; oder eine entwicklungsbedingt fehlende Fähigkeit. „Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.“
Für die Box heißt das: Der Pflegedienst richtet nach Verordnung und Medikationsplan, und die Richtlinie verlangt, dass er vorliegende Informationen über Dosierung, Art und Zeitpunkt der Einnahme berücksichtigt. Eine Box mit Platz für den Plan, wie die DOSETT S mit Verordnungskarte oder die ANABOX mit Deckelfach, kommt dem entgegen. Eine bestimmte Bauart schreibt die Richtlinie nicht vor; die Wörter Dosette, Wochendosierer und Tablettenbox kommen in ihr nicht vor.
Für Einrichtungen spricht beim Medi-Inn die Verpackung, einzeln in Faltschachtel und 40 Stück je Karton, beim Medi-7 der Hinweis des Anbieters auf den ambulanten und stationären Einsatz, der allerdings ein Werbesatz ist. Abschließbare Kassetten und Bechersysteme für Heime sind ein eigener Markt, den dieser Vergleich nicht abdeckt.
Dass häusliche Krankenpflege neben dem Hilfsmittel ein eigener Weg ist, zeigt sich auch bei anderen Alltagshilfen, etwa im Ratgeber zur Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe auf Rezept.
Was sich nach einigen Wochen zeigt
Was sich im Gebrauch zeigt, steht verstreut in Anleitungen, Broschüren und Fachquellen. Erfahrungsberichte von Käuferinnen und Käufern werten wir nicht aus; die folgenden Punkte stammen aus den Unterlagen selbst.
- Neue Kassetten gehen schwer. Die DOSETT-Broschüre sagt das für neue Kassetten ausdrücklich; die übrigen Anbieter äußern sich zum Einlaufen von Schiebern und Deckeln nicht.
- Trocknen braucht Zeit. Der Medi-7-Anbieter verlangt trockene Fächer vor dem Befüllen, die Bundesapothekerkammer nennt das Trocknen als eigenen Schritt nach der Reinigung.
- Der Plan ändert sich. Die BAGSO-Initiative beschreibt, dass bei einer Änderung der Medikation Tabletten entnommen, ergänzt oder gewechselt werden müssen; die Bundesapothekerkammer verlangt für die Apotheke, Änderungen mit Datum zu dokumentieren und unverzüglich umzusetzen.
- Tabletten sehen plötzlich anders aus. Nach dem Kommentar der Bundesapothekerkammer sind wesentliche Änderungen im Aussehen einer Arzneiform, etwa nach einem Herstellerwechsel, dem Patienten mitzuteilen; in der Box zeigt sich das als Tablette, die nicht mehr zum gewohnten Bild passt.
- Eine Packung geht zu Ende. In der ZQP-Befragung pflegender Angehöriger von 2019 mit 1.011 Teilnehmenden war das aufgebrauchte Medikament mit 51 Prozent das häufigste genannte Problem im letzten halben Jahr; das ZQP rät, Rezepte rechtzeitig zu besorgen.
- Der Tageswechsel will gemacht sein. Beim ANABOX-Magazin hängt die Reihenfolge daran, dass die geleerte Box hinten eingeschoben wird; die Anleitung beschreibt diesen Handgriff, eine Sperre gegen das Vergessen beschreibt sie nicht.
Keiner dieser Punkte spricht gegen eine bestimmte Box. Sie zeigen aber, wo eine Bauart Arbeit abnimmt und wo nicht. Farbige Tage wie bei der ANABOX sind ein Prüfmittel für den Blick, ob der richtige Tag vorn steht. Eine Verordnungskarte wie bei der DOSETT S ist der Ort, an dem ein geänderter Plan nachgetragen wird. Und eine Spülmaschinenangabe macht die wöchentliche Reinigung planbar; bei Medi-Inn und Pilbox fehlt gerade sie.
Ein Punkt fehlt in allen Unterlagen: wie lange eine Box hält. Keiner der Anbieter nennt eine Nutzungsdauer oder eine Zahl von Öffnungen, die Deckel und Schieber aushalten. Das gelistete Gerät desselben Herstellers, die ANABOX smart, nennt im Verzeichnis eine Nutzungsdauer von 5 Jahren, weil das Feld dort Pflicht ist. Für die Box ohne Elektronik bleibt die Frage offen.
Wo eine Wochenbox aufhört
Eine Wochenbox ordnet. Sie erinnert nicht, sie sperrt kein Fach, das gerade nicht dran ist, und sie meldet niemandem, ob ein Fach geleert wurde. Wer eine dieser drei Funktionen braucht, ist bei einer anderen Geräteklasse.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft beschreibt in ihrer Broschüre zu technischen Hilfen, was elektronische Spender anders machen: Sie erinnern zum Zeitpunkt der Einnahme, öffnen jeweils nur das passende Fach und können eine Betreuungsperson informieren, wenn nicht planmäßig entnommen wurde. Sie hält zugleich fest, dass ein solches System nicht garantieren kann, dass die Tabletten auch geschluckt wurden. Welche Geräte das im Einzelnen sind und was ihre Datenblätter sagen, steht im Vergleich der Spender mit Alarm und Verriegelung.
Zwischen Box und Spender liegen Zwischenformen. Einen Test von Erinnerungs-Apps hat die Stiftung Warentest am 19.02.2021 veröffentlicht: 20 kostenlose Apps für Android und iOS, sechs davon gut, sechs ausreichend, der Rest befriedigend. Eine App erinnert, ordnet aber keine Tablette; zusammen mit einer Box übernimmt sie die Erinnerung, nicht das Sperren und nicht die Meldung an Dritte.
Zwei weitere Wege führen weg von der Box im Haushalt. Der erste ist das Verblistern in der Apotheke, das die Apothekenbetriebsordnung als Neuverpackung in einem nicht wiederverwendbaren Behältnis bestimmt; laut ZQP kann es das Fehlerrisiko beim Richten senken, nicht alle Medikamente eignen sich dafür. Der zweite ist das Richten durch einen Pflegedienst auf Verordnung, mit den Voraussetzungen, die die Richtlinie nennt. Ob einer dieser Wege in Frage kommt, ist eine Frage an Praxis, Apotheke und Pflegeberatung, nicht an eine Box.
Besonders bei nachlassendem Gedächtnis wird die Frage, was eine Box noch leisten kann, zur Frage an das Umfeld. Wie Angehörige sie stellen können, ohne über die betroffene Person hinweg zu entscheiden, behandelt der Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Demenz.
Was dieser Vergleich offenlässt
Dieser Vergleich beruht auf Unterlagen, die die Anbieter am 30. Oktober 2026 im Netz bereitstellten: Produktseiten, ein technisches Datenblatt, eine Gebrauchsanweisung von 2013, ein undatierter Flyer und eine Broschüre mit Dateiangabe 2017-07, dazu Herstellerangaben zu Vergleichsprodukten und das Hilfsmittelverzeichnis. Wir haben keine Box in der Hand gehabt, keine fallen lassen, keine gespült und kein Fach nachgemessen. Die Werte sind Angaben der Anbieter; wo sie sich widersprechen, stehen beide da.
Offen bleiben Angaben, die keiner der Anbieter macht: das Gewicht, ein Fachvolumen in Millilitern, die Kunststoffart bei drei von fünf Boxen, eine Angabe zu Bisphenol A, eine Schriftgröße, eine Nutzungsdauer, eine Prüfung des Verschlusses und eine Norm zur Kindersicherung. Die Einzelergebnisse der Stiftung Warentest von 2012 stehen hinter einer Bezahlschranke; wir nennen nur, was frei lesbar ist. DIN EN ISO 8317 kennen wir aus dem Katalog, nicht aus dem Volltext. Welche Ausführung sich hinter dem verlinkten Angebot der ANABOX 7 Tage verbirgt, konnten wir nicht klären.
Hinweise auf Fehler oder auf neuere Unterlagen eines Anbieters gehen über die Seite für Berichtigungen.
Wie wir Herstellerangaben, Verzeichnis, Fachquellen und Prüfberichte gegeneinander gewichten, beschreibt die Seite zu unserem Auswertungsweg.
Zwölf Fragen zu Fächern, Deckeln und Reinigung
- Wie viele Fächer pro Tag braucht eine Tablettenbox für 7 Tage?
- So viele, wie der Medikationsplan Einnahmezeitpunkte nennt. Medi-7, Pilbox Liberty und Medi-Inn haben vier Fächer je Tag, die ANABOX 7 Tage vier und ein Bedarfsfach; für die DOSETT S nennt die Broschüre keine Zahl je Tag. Welche Zeitpunkte gelten, legen Praxis und Plan fest, nicht die Box.
- Wie groß ist ein Fach in einer Wochenbox?
- Drei der fünf Anbieter nennen ein Fachmaß: Medi-7 rund 25 × 40 mm bei 15 mm Tiefe, Pilbox Liberty 25 × 20 mm bei 17 mm, Medi-Inn zwei verschiedene Werte. ANABOX 7 Tage und DOSETT S geben keines an.
- Darf eine Tablettenbox in die Spülmaschine?
- Das hängt am Modell und steht nur in der Herstellerangabe. ANABOX 7 Tage nennt 70 °C, Medi-7 höchstens 50 °C, DOSETT S verbietet die Maschine ganz. Pilbox und Medi-Inn sagen dazu nichts; dann bleibt nur die Nachfrage beim Anbieter.
- Ist eine Wochenbox kindersicher?
- Keiner der fünf Anbieter nennt eine Prüfung nach DIN EN ISO 8317, der Norm für kindergesicherte wiederverschließbare Verpackungen. DOSETT S hat einen Sicherungseinsatz, schreibt aber selbst, eine absolute Sicherung sei nicht möglich. Die Box gehört deshalb außer Reichweite.
- Bezahlt die Kasse eine einfache Tablettenbox?
- Die Fortschreibung der Produktgruppe 03 vom 09.05.2023 nennt Tablettenspender ausdrücklich als allgemeine Gebrauchsgegenstände und nicht als Hilfsmittel nach § 33 SGB V. Als Pflegehilfsmittel gelistet sind nur zwei Geräte mit Signal und festem Entnahmefenster.
- Was sagt „Medizinprodukt der Klasse I“ bei einer Pillendose aus?
- Es sagt, welche Zweckbestimmung der Hersteller dem Produkt gibt und in welcher Risikoklasse er es einordnet. Es ist weder ein Testergebnis noch eine Zusage der Kasse. Im Feld führt nur anmed die ANABOX 7 Tage so.
- Welche Medikamente gehören in eine Wochenbox und welche nicht?
- Dazu machen wir keine Aussage. Die Bundesapothekerkammer nennt in ihrem Kommentar Prüffragen etwa zu Licht- und Feuchteempfindlichkeit; ob ein bestimmtes Arzneimittel betroffen ist, klären Packungsbeilage und Apotheke.
- Was taugt der Warentest von 2012 heute noch?
- Er zeigt, worauf es beim Schließen und Entnehmen ankommt: Vier von zehn Boxen gingen im Falltest auf. Welche Modelle es waren, steht im kostenpflichtigen Teil; ob eine heutige Box der damals geprüften Ausführung entspricht, lässt sich nicht sagen, zumal die ANABOX 7 Tage heute mit einem neuen Deckel beworben wird.
- Kann man nur einen Tag mitnehmen?
- Bei Medi-7, Pilbox Liberty, Medi-Inn und ANABOX 7 Tage lässt sich ein Tag einzeln herausnehmen. DOSETT S hat einen einzigen Einsatz für die Woche; unterwegs reist dort immer die ganze Kassette mit.
- Warum stehen beim Medi-Inn-Dispenser zwei verschiedene Maße?
- Datenblatt und Produktseite des Anbieters nennen unterschiedliche Außen- und Fachmaße, die Produktseite mit dem Zusatz, geringe Abweichungen seien möglich. Wir glätten das nicht und führen beide Werte.
- Gibt es eine Wochenbox mit Blindenschrift?
- Unter den fünf hier keine. Pilbox Liberty beschreibt tastbare Piktogramme und Ziffern; anmed nennt Braille nur für ein anderes Produkt mit 28 Bechern. Eine Schriftgröße in Punkt oder Millimetern gibt keiner der Anbieter an.
- Wann kommt eine einfache Wochenbox an ihre Grenze?
- Eine Box erinnert nicht, sperrt kein Fach und meldet nichts. Wo das gebraucht wird, gibt es elektronische Spender, das Verblistern in der Apotheke oder das Richten durch einen Pflegedienst auf Verordnung; was passt, gehört in das Gespräch mit Praxis, Apotheke oder Pflegeberatung.
Quellen
- [01]Stiftung Warentest: Medikamentendosierer – Gegen das Pillenchaos, test 10/2012, veröffentlicht 28.09.2012 (frei lesbarer Teil) · abgerufen am 30.10.2026
- [02]anmed GmbH: Produktseite ANABOX 7 Tage (1 Woche, 7 Dosierer) · abgerufen am 30.10.2026
- [03]anmed GmbH: Gebrauchsanweisung ANABOX 7 Tage, Version 26.03.2013 · abgerufen am 30.10.2026
- [04]Hans-H. Hasbargen GmbH & Co. KG: Produktseite Medi-7 (Artikelnummer 149) · abgerufen am 30.10.2026
- [05]Hans-H. Hasbargen GmbH & Co. KG: Medi-7-Flyer (undatiert) · abgerufen am 30.10.2026
- [06]Stiplastics SASU: Produktseite Pilbox Liberty (französisch) · abgerufen am 30.10.2026
- [07]BODY PRODUCTS RELAX Pharma und Kosmetik GmbH: Technisches Datenblatt Medi-Inn Wochendispenser N11484-w, Rev01 · abgerufen am 30.10.2026
- [08]Medi-Inn Online GmbH: Produktseite Wochendispenser 7 Tage weiß · abgerufen am 30.10.2026
- [09]Temmler Pharma GmbH & Co. KG: Broschüre DOSETT Arzneikassette mit Verordnungskarte, Dateistand 2017-07 · abgerufen am 30.10.2026
- [10]Bundesapothekerkammer: Kommentar zur Leitlinie Patientenindividuelle manuelle Neuverpackung, Revision vom 13.06.2017 · abgerufen am 30.10.2026
- [11]GKV-Spitzenverband: Hilfsmittel- und Pflegehilfsmittelverzeichnis, Fortschreibungen der Produktgruppe 03 vom 09.05.2023 und der Produktgruppe 52 vom 30.01.2025 · abgerufen am 30.10.2026
- [12]DIN Media: DIN EN ISO 8317:2016-05, Kindergesicherte Verpackungen (Katalogangaben) · abgerufen am 30.10.2026
- [13]Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte, Art. 2 und Anhang VIII (EUR-Lex) · abgerufen am 30.10.2026
- [14]Apothekenbetriebsordnung § 1a (gesetze-im-internet.de) · abgerufen am 30.10.2026
Änderungen an diesem Beitrag
- Erstveröffentlichung. Fünf Wochendosierer gegen Produktseiten, Datenblatt, Gebrauchsanweisung und Broschüre der Hersteller gehalten, dazu Warentest 10/2012 (frei lesbarer Teil), BAK-Kommentar und Produktgruppe 03.