Mobilität im Alltag· Medikamentenspender · Vergleich
Medikamentenspender mit Alarm: acht Geräte, vier Bauarten
Acht elektronische Spender nach Herstellerdaten: 4 bis 9 oder beliebig viele Einnahmezeiten, Alarm, Sperre, Akku, Funkweg und Meldewege.
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Diese Übersicht beruht auf öffentlich zugänglichen Angaben — Herstellerangaben, Prüfberichte und Händlerdaten. Es wurde nicht selbst getestet. Wo eine Angabe fehlt, steht das da; sie wird nicht geschätzt. Wie ausgewertet wird, steht in der Methodik.
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Was ein elektronischer Medikamentenspender ist
Ein elektronischer Medikamentenspender ist ein Behälter für vorsortierte Tabletten mit eingebauter Uhr, der zu eingestellten Zeiten mit Ton, Licht oder Stimme an die Einnahme erinnert. Je nach Bauart gibt er dazu nur das fällige Fach frei oder meldet einer Kontaktperson, dass die Entnahme ausgeblieben ist.
Das Pflegehilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands führt solche Geräte als „Produkte zur Unterstützung der Medikamenteneinnahme“, Produktart 52.40.03.2. Die Fortschreibung der Produktgruppe 52 vom 30.01.2025 verlangt von ihnen auf Seite 22 drei Funktionen: eine Erinnerung durch optische und akustische Signale, eine Sprach- oder Textausgabe, die das Ereignis konkret benennt, und die Entnahme im zuvor festgelegten Zeitfenster. Am 30.10.2026 standen in dieser Produktart genau zwei Geräte: ANABOX smart inkl. App der anmed GmbH unter 52.40.03.2001 und maja sana der tantum sana GmbH unter 52.40.03.2002.
Im Handel reicht das Wort weiter. Unter „Medikamentenspender mit Alarm“ stehen Erinnerungsuhren ohne ein einziges Fach, Pillendosen mit Signalton, abschließbare Drehspender mit 28 Fächern, ein Bechersystem mit eingebautem Mobilfunkmodul und ein Automat, der Blistertütchen aus der Apotheke anschneidet. Gemeinsam ist ihnen nur, dass sie erinnern. Sie unterscheiden sich darin, wer sie füllt, was sie sperren und wer es erfährt, wenn die Tabletten liegen bleiben.
Dieser Vergleich legt acht Geräte von sieben Herstellern nebeneinander. Drei haben eine Produktkarte: der TabTime Medelert, die Bluetooth-Box von DoseControl und der TabTime Timer. Der Retekess TH017 steht mit seinen Daten in der Tabelle, aber ohne Karte, weil der Hersteller auf seinen Seiten weder Rechtsträger noch Anschrift nennt. Vier weitere Geräte stehen nur in eigenen Tabellen im Text: ANABOX smart, maja sana, Maginon SMD-1 und der Pillenspender 9350 von Careium.
Wir werten Herstellerseiten, Gebrauchsanweisungen, ein Datenblatt, eine Konformitätserklärung und die beiden Verzeichniseinträge aus. Geprüft oder benutzt haben wir keines der Geräte, und einen unabhängigen Test elektronischer Spender haben wir weder bei der Stiftung Warentest noch bei Öko-Test gefunden. Wo die Unterlagen einen Wert nicht nennen, steht „keine Angabe“; wo sich zwei Unterlagen desselben Herstellers widersprechen, stehen beide Werte da.
Was dieser Vergleich nicht beantwortet: welches Arzneimittel in ein Fach gehört, ob eine Tablette geteilt werden darf und ob ein Mensch mit einer bestimmten Erkrankung mit einem Gerät zurechtkommt. Das klären Apotheke und Arztpraxis. Wo das Verzeichnis die Grenze zwischen Box und Pflegehilfsmittel zieht und welche Geräte es daneben gibt, steht im Überblick über die Gerätewelten.
Die Geräte im Überblick
TabTime
Medelert automatischer Tablettenspender mit 28 Fächern
MittelklasseDoseControl
Tablettenbox Smart mit Bluetooth und Android-App, Modell 2021
PremiumTabTime
Timer mit 8 Alarmen, Erinnerungsuhr ohne Fächer
Einstieg
| Merkmal | TabTimeMedelert automatischer Tablettenspender mit 28 Fächern | DoseControlTablettenbox Smart mit Bluetooth und Android-App, Modell 2021 | TabTimeTimer mit 8 Alarmen, Erinnerungsuhr ohne Fächer | RetekessTH017 automatischer Pillenspender mit 21 Fächern |
|---|---|---|---|---|
| Segment | Mittelklasse | Premium | Einstieg | Mittelklasse |
| Bauart | Drehspender mit 28 Fächern, selbst befüllt; Entnahme durch Kippen | Drehspender mit Bluetooth-App, selbst befüllt; Entnahme durch Umkippen, das den Alarm beendet | Erinnerung ohne Fächer (Timer); keine Ausgabe | Spender mit Fachfreigabe, fälliges Fach springt heraus; selbst befüllt |
| Fächer | 28; je Fach bis zu 18 Pillen in Aspirin-Größe oder 5 in Calcichew-Größe | 28 und 1 technisches Fach; je Fach bis zu 35 Tabletten in Aspirin-Größe | keine | 21, einzeln herausnehmbar; Fassungsvermögen: keine Angabe |
| Einnahmezeiten je Tag | 6 (A1 bis A6); sechs Dosierungsringe, Füllung reicht 28 bis 4 Tage | 9; neun Dosierungsringe, Füllung reicht 28 Tage (1-mal täglich) bis 3 Tage (9-mal täglich) | bis 8, täglich wiederholt; alternativ Countdown, nicht gleichzeitig | bis 9 Erinnerungsgruppen |
| Alarm | drei Alarmtöne und rotes Blinklicht; Dauer laut Produktseite 30 Minuten, in der Anleitung keine Angabe; Vibration nur auf der Produktseite | Ton, Sprachnachricht, Lichtring um die Anzeige; bis 30 Minuten laut Bluetooth-Seite, 120 Minuten laut Seite des WLAN-Modells; Lautstärke hoch, niedrig, aus | nur Ton; 1 Minute laut Produktseite, etwa 30 Sekunden laut Anleitung; Stopp mit jeder Taste | Blinklicht und Piepton, eigene Sprachaufnahme als Klingelton; Dauer und Lautstärke: keine Angabe |
| Sperre | Deckel mit Metallschloss, Schlüssel mit Vierteldrehung | Deckel und Batteriefach abschließbar, 1 Metallschlüssel | entfällt, keine Fächer | mechanisches Schloss; englische Seite: zwei Schlösser |
| Strom | 4 × AA (mitgeliefert), Batteriesymbol unter 4,0 V; Netzteil und Laufzeit: keine Angabe | USB-C-Netzteil; 4 × AA alkalisch, nicht aufladbar, nur als Reserve: etwa 12 Alarmzyklen bei Stromausfall laut FAQ; kein Akku | Batterie; Typ und Laufzeit: keine Angabe | Batteriestandsanzeige; Batterietyp, Akku und Netzteil: keine Angabe; Speicher bei Stromausfall laut englischer Seite |
| Funk und Daten | kein WLAN, kein Bluetooth, keine App; nur Funkuhr-Empfang des Zeitsignals | Bluetooth LE 4.2; App „DoseControl“ nur für Android ab 7.0; Meldung per E-Mail (Produktseite auch SMS); Daten nur im Telefon | keine | WLAN-Modul und App nur in der WLAN-Ausführung, Daten in der Cloud; App-Name und Datenort: keine Angabe |
| Maße und Gewicht | Durchmesser 190 mm; Höhe und Gewicht: keine Angabe | 20 × 20 × 5 cm, 560 g | keine Angabe | keine Angabe |
| Schutzart, Nutzungsdauer | keine Angabe; Garantie 12 Monate nach Registrierung | keine Angabe; Garantie 24 Monate | keine Angabe | keine Angabe; Garantie laut Shopseite 3 Jahre |
| Prüfzeichen | CE, Medizinprodukt, UDI: keine Angabe | CE, Medizinprodukt, UDI: keine Angabe | CE, Medizinprodukt: keine Angabe; Anleitung nennt das Gerät eine reine Gedächtnisstütze | CE, Medizinprodukt, UDI: keine Angabe |
Vier Bauarten, drei Achsen: befüllen, sperren, melden
Jedes Datenblatt in diesem Vergleich beantwortet drei Fragen, auch wenn keines sie so stellt. Wer legt die Tabletten ein? Welcher Teil des Geräts hält die Fächer verschlossen, die noch nicht an der Reihe sind? Und wer erfährt es, wenn zur eingestellten Zeit nichts entnommen wird? Ordnet man die acht Geräte nach diesen Antworten, ergeben sich vier Bauarten.
| Bauart | Wer befüllt | Was sperrt | Wer erfährt eine verpasste Einnahme | Geräte hier |
|---|---|---|---|---|
| 1 · Erinnerung ohne Fächer, Dose mit Signal | niemand (Timer) oder die Person, Angehörige (Dose) | nichts | niemand außer der Person am Gerät | TabTime Timer |
| 2 · Spender mit Fachfreigabe | Person, Angehörige oder Pflegedienst, von Hand | abschließbarer Deckel; nur das fällige Fach liegt an der Öffnung | ohne Funk niemand; mit Funk Telefon, App oder Hausnotrufzentrale | TabTime Medelert, DoseControl, Maginon SMD-1, Retekess TH017, careium 9350 |
| 3 · Bechersystem mit Sensor | Person, Angehörige oder Pflegedienst, je Becher | Verriegelung: keine Angabe; Warnton bei falschem Becher | Angehörige per Push oder E-Mail über die App | ANABOX smart |
| 4 · Blister-Automat | Partnerapotheke verblistert, die Rolle kommt fertig | abschließbares Magazin; Ausgabe je Tütchen auf Knopfdruck | Kontaktpersonen per SMS, auf Wunsch | maja sana |
Bauart 1 ist streng genommen kein Spender. Eine Erinnerungsuhr wie der TabTime Timer hat keine Fächer, eine Pillendose mit Signal hat Fächer, sperrt sie aber nicht. Bauart 2 bringt das fällige Fach an eine Öffnung und hält den Rest unter einem Deckel mit Schloss; gefüllt wird von Hand, im Haushalt. Bauart 3 hält jede Einnahme in einem eigenen Becher und erkennt über Sensoren, ob er herausgenommen wurde. Bauart 4 bekommt die Füllung fertig aus der Apotheke, als Rolle mit Blistertütchen.
Quer zu den Bauarten verläuft eine zweite Linie, die Funkverbindung. Innerhalb der Bauart 2 gibt es Geräte ganz ohne Verbindung wie den Medelert, eines mit Bluetooth zu einem Telefon, die DoseControl-Box, Geräte mit WLAN wie den Maginon SMD-1 und die WLAN-Ausführung des Retekess TH017 und eines mit Funk zu einem Hausnotrufgerät, den Careium-Spender. Bauart 3 sendet über ein eingebautes Mobilfunkmodul, Bauart 4 über WLAN oder SIM-Karte. Erst die Funkverbindung macht es möglich, dass die dritte Frage eine andere Antwort hat als „niemand“.
Eine Wochenbox ohne Elektronik ist in dieser Ordnung der Nullpunkt: Sie wird befüllt, sperrt nichts, erinnert nicht und meldet nichts. Fachmaße, Falltest und Reinigung dieser Boxen vergleicht der Beitrag über Wochenboxen ohne Elektronik.
Sieben Fragen, an deren Ende eine Bauart steht
Die folgenden Fragen sind so gestellt, dass jede Antwort eine Bauart ausschließt oder eine Eigenschaft festlegt. Wer für einen Angehörigen sucht, beantwortet sie mit ihm und nicht über ihn hinweg; bei der dritten und der siebten Frage geht es um seinen Alltag und um Daten über ihn.
- Wer füllt das Gerät, und wie oft? Kann oder soll im Haushalt niemand Tabletten stellen, bleibt unter den acht Geräten nur maja sana: Eine Partnerapotheke verblistert die Tabletten auf eine Rolle und liefert laut Hersteller alle 14 Tage. Alle anderen Geräte werden von Hand gefüllt, von der Person selbst, von Angehörigen oder auf ärztliche Verordnung von einem Pflegedienst.
- Soll das Gerät den Zugriff auf spätere Einnahmen verhindern? Dann scheidet Bauart 1 aus. Der Timer hat keine Fächer, eine Dose mit Signal lässt sich jederzeit öffnen. Spender der Bauart 2 geben nur das Fach an der Ausgabeöffnung frei, der Deckel darüber ist abschließbar.
- Wer soll erfahren, dass eine Einnahme ausgeblieben ist? Lautet die Antwort „niemand außer der Person selbst“, genügt ein Gerät ohne Funk. Soll es ein Angehöriger in einer anderen Wohnung erfahren, braucht die Bluetooth-Box von DoseControl beim Gerät ein Android-Telefon mit Datenverbindung, das dauerhaft in ihrer Reichweite bleibt; von dort geht die Meldung per E-Mail hinaus. Ohne ein solches Telefon im Haushalt bleiben WLAN, Mobilfunk und die Hausnotrufzentrale.
- Wie viele Einnahmezeiten hat der Tag? ANABOX smart hat vier feste Becher je Tag, der Medelert sechs Alarmzeiten, der Timer bis zu acht, DoseControl, Maginon und Retekess bis zu neun. maja sana nennt „beliebig viele Einnahmezeitpunkte“. Bei den Drehspendern bestimmt die Zahl außerdem, wie oft nachgefüllt wird.
- Gibt es Arzneimittel, die nicht in ein Fach gehören? Das beantwortet die Apotheke, nicht das Gerät. Die Hersteller sagen dazu wenig: Die ANABOX-Becher sind laut anmed auch für flüssige Arzneimittel gedacht, gekühlte schließt die Gebrauchsanweisung aus; maja sana verarbeitet nur Tabletten, keine Betäubungsmittel und keine halben Tabletten. Die übrigen fünf Hersteller nennen in den ausgewerteten Unterlagen keine solche Einschränkung.
- Was gibt der Aufstellort her? Batteriegeräte stehen überall. Netzgeräte brauchen eine Steckdose in Reichweite, WLAN-Geräte ein Funknetz, ANABOX smart Mobilfunkempfang. Die Bluetooth-Box braucht dauerhaft ein Android-Telefon ab Version 7.0 in der Nähe; ein iPhone reicht nicht.
- Kann die Person das Signal wahrnehmen und die Entnahme ausführen? Hören, Sehen, Greifen und das Umsetzen eines Signals in eine Handlung sind die vier Fähigkeiten, die die beiden gelisteten Hersteller in ihren Ausschlüssen nennen. Ein Drehspender wird gekippt oder angehoben, ein Becher gegriffen, ein Blistertütchen von Hand geöffnet.
Aus den Antworten ergibt sich die Bauart ohne Umweg. Führt die erste Frage zur Apotheke, ist es Bauart 4. Verlangt die dritte eine Meldung an Dritte, sind es Bauart 3, Bauart 4 oder ein Gerät der Bauart 2 mit Funk, bei Bluetooth nur mit einem Android-Telefon, das beim Gerät bleibt. Wer die zweite und die dritte Frage mit Nein beantwortet, kommt mit Bauart 1 aus. Die siebte Frage gilt für alle Bauarten zugleich, und an ihr scheitert im Zweifel die ganze Auswahl, nicht ein einzelnes Gerät.
Eine achte Frage stellt sich nur bei den Bauarten 3 und 4, weil nur ihre beiden Vertreter gelistet sind: ob die Versorgung über die Pflegekasse laufen soll. Was eine Listung voraussetzt, was § 40 SGB XI zu Pflegehilfsmitteln feststellt und wie die Positionsnummer aufgebaut ist, behandelt der Ratgeber zu Pflegekasse und Positionsnummer.
Bei der dritten Frage kommt eine Bedingung hinzu, die selten mitgedacht wird. Für gelistete Produkte, die personenbezogene Daten übertragen, verlangt die Fortschreibung vorher eine „freiwillige, spezifische und informierte Einwilligung“ der pflegebedürftigen oder der einwilligungsberechtigten Person, die jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden kann (S. 28). Für Geräte außerhalb des Verzeichnisses gilt diese Anforderung der Fortschreibung nicht; welche Einwilligung dort nötig ist, regelt das allgemeine Datenschutzrecht, das wir hier nicht auslegen. Die Fortschreibung zeigt aber, an wessen Zustimmung eine Meldefunktion hängt: an der der pflegebedürftigen oder der einwilligungsberechtigten Person.
Erinnerung ohne Fächer: Timer und Dose mit Signal
Der TabTime Timer ist das einfachste Gerät dieses Vergleichs. Er hat keine Fächer und keine Ausgabe, nur eine Uhr mit LCD-Anzeige im 12- oder 24-Stunden-Format, drei Tasten und bis zu acht Weckzeiten, die sich täglich wiederholen. Wahlweise läuft er als Countdown, laut Anleitung aber nicht gleichzeitig mit den acht Alarmen. Befestigt wird er mit einem Magneten oder einem der Aufsätze, die die Produktseite nennt.
TabTime
Timer mit 8 Alarmen, Erinnerungsuhr ohne Fächer
Eine Erinnerungsuhr ohne Fächer für Haushalte, die Packung oder Wochenbox behalten und nur einen Weckton zu festen Zeiten brauchen.
- Bauart
- Erinnerung ohne Fächer (Timer); keine Ausgabe
- Fächer
- keine
- Einnahmezeiten je Tag
- bis 8, täglich wiederholt; alternativ Countdown, nicht gleichzeitig
- Alarm
- nur Ton; 1 Minute laut Produktseite, etwa 30 Sekunden laut Anleitung; Stopp mit jeder Taste
- Sperre
- entfällt, keine Fächer
- Strom
- Batterie; Typ und Laufzeit: keine Angabe
- Funk und Daten
- keine
- Maße und Gewicht
- keine Angabe
- Schutzart, Nutzungsdauer
- keine Angabe
- Prüfzeichen
- CE, Medizinprodukt: keine Angabe; Anleitung nennt das Gerät eine reine Gedächtnisstütze
Spricht dafür
- Acht tägliche Alarmzeiten, mehr als der Drehspender desselben Herstellers
- Mit Magnet und weiteren Aufsätzen an verschiedenen Orten zu befestigen
- Drei Tasten, LCD-Anzeige mit 12- oder 24-Stunden-Format
Spricht dagegen
- Kein Licht, kein Fach, keine Sperre
- Alarmdauer in Produktseite und Anleitung verschieden angegeben
- Anleitung nur auf Englisch, Batterietyp nicht genannt
Der Alarm ist nur akustisch, und er endet mit einem Druck auf eine beliebige Taste. Wie lange er ohne Tastendruck läuft, geben die beiden Unterlagen des Herstellers verschieden an: Die Produktseite nennt 1 Minute, die englische Anleitung „approx' 30 seconds“, also rund 30 Sekunden. Den Batterietyp nennt keine der beiden. Die Anleitung liegt nur auf Englisch vor und beschreibt das Gerät als reine Gedächtnisstütze; eine CE-Kennzeichnung oder einen Status als Medizinprodukt nennt keine der Unterlagen.
Zur selben Bauart gehört die Pillendose mit Signal. Tabtime hat eine solche Dose im Programm, den Super 8; auf der deutschen Herstellerseite wird er nicht verkauft, nur seine Anleitung liegt dort. Sie beschreibt acht Fächer, nummeriert passend zu acht Alarmzeiten, einen Ton von 40 Sekunden, einen Lautstärkeschalter mit zwei Stufen und eine rote Leuchtdiode im Deckel, die blinkt, bis der Deckel geöffnet wird. Die Stromversorgung ist eine Knopfzelle CR2032. Eine Sperre der Fächer nennt die Anleitung nicht.
Für Erinnerungsgeräte ohne Medikamentenbezug kennt das Verzeichnis eine eigene Messlatte, die Erinnerungsmodule der Assistenzsysteme in der Untergruppe 52.40.05. Die Fortschreibung verlangt dort eine Erinnerung an mindestens 5 tägliche Ereignisse, frei programmierbare Zeitpunkte und Inhalte und eine Sprach- oder Textausgabe, die das Ereignis benennt (S. 37). Der Timer erfüllt die Zahl, aber nicht die Benennung: Er piept, ohne zu sagen, wofür. Unter den elf gelisteten Assistenzsystemen nennt eines, VIVAIcare, eine Medikamentenerinnerung als Funktion; ein anderes, die Zeitkompass Watch, schließt die Erinnerung an Medikamente in ihrer Kontraindikation ausdrücklich aus.
Ein Gerät der Bauart 1 setzt voraus, dass die Tabletten auf anderem Weg geordnet sind, in der Originalpackung, in einer Wochenbox oder in einem Blister aus der Apotheke. Nach dem Signal weiß das Gerät nicht, ob danach etwas eingenommen wurde, und es kann es niemandem mitteilen. Das ist kein Mangel des Timers, sondern seine Bauart, und es ist der Grund, warum er in diesem Vergleich als Erinnerung ohne Fächer geführt wird und nicht als Spender.
Drehteller und Schubfach: nur das fällige Fach ist offen
Drei Geräte dieses Vergleichs arbeiten mit einem Drehteller: Medelert, DoseControl und Maginon SMD-1. 28 Fächer liegen im Kreis unter einem Deckel, der an einer Stelle eine Öffnung hat. Zur eingestellten Zeit dreht das Gerät das nächste Fach unter diese Öffnung und gibt ein Signal, und die Tabletten werden durch Kippen oder Anheben des ganzen Geräts entnommen. Ein Dosierungsring auf dem Teller deckt Fächer ab und beschriftet die übrigen, je nachdem, wie viele Einnahmen der Tag hat.
Ohne Funk: TabTime Medelert
TabTime
Medelert automatischer Tablettenspender mit 28 Fächern
Ein abschließbarer Drehspender ohne Funkverbindung, der zur eingestellten Zeit piept, rot blinkt und das fällige Fach unter die Öffnung dreht.
- Bauart
- Drehspender mit 28 Fächern, selbst befüllt; Entnahme durch Kippen
- Fächer
- 28; je Fach bis zu 18 Pillen in Aspirin-Größe oder 5 in Calcichew-Größe
- Einnahmezeiten je Tag
- 6 (A1 bis A6); sechs Dosierungsringe, Füllung reicht 28 bis 4 Tage
- Alarm
- drei Alarmtöne und rotes Blinklicht; Dauer laut Produktseite 30 Minuten, in der Anleitung keine Angabe; Vibration nur auf der Produktseite
- Sperre
- Deckel mit Metallschloss, Schlüssel mit Vierteldrehung
- Strom
- 4 × AA (mitgeliefert), Batteriesymbol unter 4,0 V; Netzteil und Laufzeit: keine Angabe
- Funk und Daten
- kein WLAN, kein Bluetooth, keine App; nur Funkuhr-Empfang des Zeitsignals
- Maße und Gewicht
- Durchmesser 190 mm; Höhe und Gewicht: keine Angabe
- Schutzart, Nutzungsdauer
- keine Angabe; Garantie 12 Monate nach Registrierung
- Prüfzeichen
- CE, Medizinprodukt, UDI: keine Angabe
Spricht dafür
- Arbeitet ohne Telefon, Netzanschluss und Funkverbindung
- Sechs Dosierungsringe für eine bis sechs Einnahmen am Tag
- Mehrsprachige Gebrauchsanweisung mit deutschem Teil
- Meldet ein blockiertes Fach mit „ERR“
Spricht dagegen
- Eine ausgebliebene Entnahme erfährt niemand außer der Person am Gerät
- Vibrationsalarm und 30 Minuten Alarmdauer nur auf der Produktseite, nicht in der Anleitung
- Höhe, Gewicht und Batterielaufzeit nicht angegeben
Der Medelert von Tabtime Limited aus Sandbach in England hat 28 Fächer, die laut Produktseite jeweils bis zu 18 Pillen in Aspirin-Größe oder 5 Tabletten in Calcichew-Größe aufnehmen. Sechs Dosierungsringe decken eine bis sechs Einnahmen am Tag ab; eine Füllung reicht dann laut Anleitung 28, 14, 9, 7, 5 oder 4 Tage. Die sechs Alarmzeiten heißen A1 bis A6. Der Deckel schließt mit einem Metallschloss, der Schlüssel braucht eine Vierteldrehung. Als Maß nennt der Hersteller nur einen Durchmesser von 190 mm; Höhe und Gewicht fehlen.
Die Anleitung beschreibt zwei Signale, die man sonst nicht findet. Liegt das Gerät 1 Minute lang kopfüber, zirpt es, und ist ein Fach blockiert, zeigt die Anzeige „ERR“. Die Stromversorgung sind vier AA-Batterien, die mitgeliefert werden; unter 4,0 V erscheint ein Batteriesymbol. Einen Netzanschluss und eine Laufzeit nennt keine Unterlage. Funk hat der Medelert nur in einer Richtung: Ein Funkuhrmodul empfängt das Zeitsignal über Langwelle, laut Anleitung auch in einer Ausführung für Deutschland. WLAN, Bluetooth und eine App gibt es nicht.
Beim Alarm widersprechen sich die Unterlagen. Die deutsche Produktseite spricht von einem „30 Minuten langem Vibrationsalarm“. Beide Anleitungen, die englische und die mehrsprachige mit deutschem Teil, beschreiben drei wählbare Töne und ein blinkendes rotes Licht, aber keine Vibration und keine Dauer. Wer auf ein spürbares Signal angewiesen ist, findet es also nur auf der Produktseite, nicht in der Gebrauchsanweisung.
Bluetooth zum Telefon: DoseControl Modell 2021
DoseControl
Tablettenbox Smart mit Bluetooth und Android-App, Modell 2021
Ein Drehspender mit Sprachnachricht, der über Bluetooth an ein Android-Telefon in Reichweite gekoppelt ist und eine ausgebliebene Entnahme per E-Mail weitergeben kann.
- Bauart
- Drehspender mit Bluetooth-App, selbst befüllt; Entnahme durch Umkippen, das den Alarm beendet
- Fächer
- 28 und 1 technisches Fach; je Fach bis zu 35 Tabletten in Aspirin-Größe
- Einnahmezeiten je Tag
- 9; neun Dosierungsringe, Füllung reicht 28 Tage (1-mal täglich) bis 3 Tage (9-mal täglich)
- Alarm
- Ton, Sprachnachricht, Lichtring um die Anzeige; bis 30 Minuten laut Bluetooth-Seite, 120 Minuten laut Seite des WLAN-Modells; Lautstärke hoch, niedrig, aus
- Sperre
- Deckel und Batteriefach abschließbar, 1 Metallschlüssel
- Strom
- USB-C-Netzteil; 4 × AA alkalisch, nicht aufladbar, nur als Reserve: etwa 12 Alarmzyklen bei Stromausfall laut FAQ; kein Akku
- Funk und Daten
- Bluetooth LE 4.2; App „DoseControl“ nur für Android ab 7.0; Meldung per E-Mail (Produktseite auch SMS); Daten nur im Telefon
- Maße und Gewicht
- 20 × 20 × 5 cm, 560 g
- Schutzart, Nutzungsdauer
- keine Angabe; Garantie 24 Monate
- Prüfzeichen
- CE, Medizinprodukt, UDI: keine Angabe
Spricht dafür
- Maße und Gewicht für jedes Modell der Baureihe angegeben
- Neun Einnahmezeiten am Tag, Sommer- und Winterzeit stellt sich selbst um
- Batterien halten bei Stromausfall laut FAQ etwa 12 Alarmzyklen
Spricht dagegen
- Meldung nur, solange das Android-Telefon in Bluetooth-Reichweite bleibt
- Keine App für iOS
- Alarmdauer und Meldeweg auf den Herstellerseiten widersprüchlich
- Gebrauchsanweisung online nicht abrufbar
Die DOSECONTROL GmbH in München bezeichnet sich als Vertretung von MedControl Systems in Deutschland; auf der Produktseite des Bluetooth-Modells steht MedControl Systems als Produzent, auf der des WLAN-Modells die DOSECONTROL GmbH. Die Modellreihe 2021 gibt es ohne Überwachung, mit Bluetooth und mit WLAN; dieser Vergleich führt die Bluetooth-Ausführung. Laut Modellvergleich misst sie 20 × 20 × 5 cm und wiegt 560 g, 10 g mehr als das Standardmodell und 20 g weniger als die WLAN-Box.
Der Teller hat 28 Fächer und ein technisches Fach, das nicht benutzt wird; ein Fach fasst laut Produktseite bis zu 35 Tabletten in Aspirin-Größe. Neun Dosierungsringe reichen von einer Einnahme am Tag, dann hält eine Füllung 28 Tage, bis zu neun Einnahmen, dann sind es 3 Tage. Entnommen wird durch Umkippen, und das Umkippen beendet den Alarm. Deckel und Batteriefach schließt ein Metallschlüssel. Bedient wird über vier berührungsempfindliche Tasten, die LCD-Anzeige hat einen Durchmesser von 6 cm und stellt Sommer- und Winterzeit selbst um.
Gekoppelt wird über Bluetooth Low Energy in der Version 4.2 mit der App „DoseControl“, die es nur für Android ab Version 7.0 gibt, nicht für iOS. Die Einnahmedaten werden laut FAQ nur im Telefon gespeichert und sind aus der Ferne nicht abrufbar. Eine ausgebliebene Entnahme meldet die App per E-Mail; dafür braucht das Telefon eine SIM-Karte mit Datenverbindung. Die Produktseite nennt zusätzlich SMS, die FAQ und der Modellvergleich nur E-Mail. Die Alarmdauer steht auf der Bluetooth-Seite mit bis zu 30 Minuten, auf der Seite des WLAN-Modells derselben Baureihe mit bis zu 120 Minuten. Eine Gebrauchsanweisung als PDF haben wir online nicht gefunden; laut Packungsliste liegt eine deutsche Anleitung bei.
WLAN und Stimme: Maginon SMD-1
Der SMD-1 der Marke Maginon stammt laut Konformitätserklärung von der supra Foto-Elektronik-Vertriebs-GmbH in Kaiserslautern, Artikelnummer 101165. Er misst laut Datenblatt ca. 202 × 234 × 62 mm, wiegt ca. 550 g und hat einen Drehteller mit 28 Fächern. Die Dosierungsringe sind in der Bedienungsanleitung vollständig aufgelistet, von einer Einnahme am Tag für 28 Tage bis zu neun Einnahmen für 3 Tage. Erinnert wird mit Sprachausgabe und einem von drei Alarmtönen, dazu leuchtet eine blaue Leuchtdiode am Bedienfeld, die bei verspäteter Einnahme auf Rot wechselt. Der Alarm wiederholt sich laut Anleitung, bis das Gerät angehoben und die Tabletten entnommen sind, höchstens 120 Minuten je Erinnerung.
Strom kommt über einen USB-C-Netzadapter mit 5,0 V und 2,0 A, ersatzweise oder zusätzlich aus vier AA-Batterien. Über WLAN nach IEEE 802.11a/b/g/n verbindet sich das Gerät mit der App „iDispenser“ für iOS und Android, in der es als „P20 5G Pill Dispenser“ erscheint. Die Aktivitäten-Historie löscht der Datenserver nach 14 Tagen. Der Hersteller erklärt das Gerät nicht als Medizinprodukt, sondern bestimmt es „zum Erinnern“ und „ausschließlich für den Privatgebrauch“. Eine Produktkarte hat der SMD-1 nicht; einen Bezugsweg nennt der Hersteller nicht, und der Markenshop führt das Gerät nicht.
Fach springt heraus: Retekess TH017
Retekess
TH017 automatischer Pillenspender mit 21 Fächern
Ein Spender mit 21 herausnehmbaren Fächern, bei dem das fällige Fach herausspringt, angeboten in einer Ausführung ohne und einer mit WLAN-App.
- Bauart
- Spender mit Fachfreigabe, fälliges Fach springt heraus; selbst befüllt
- Fächer
- 21, einzeln herausnehmbar; Fassungsvermögen: keine Angabe
- Einnahmezeiten je Tag
- bis 9 Erinnerungsgruppen
- Alarm
- Blinklicht und Piepton, eigene Sprachaufnahme als Klingelton; Dauer und Lautstärke: keine Angabe
- Sperre
- mechanisches Schloss; englische Seite: zwei Schlösser
- Strom
- Batteriestandsanzeige; Batterietyp, Akku und Netzteil: keine Angabe; Speicher bei Stromausfall laut englischer Seite
- Funk und Daten
- WLAN-Modul und App nur in der WLAN-Ausführung, Daten in der Cloud; App-Name und Datenort: keine Angabe
- Maße und Gewicht
- keine Angabe
- Schutzart, Nutzungsdauer
- keine Angabe; Garantie laut Shopseite 3 Jahre
- Prüfzeichen
- CE, Medizinprodukt, UDI: keine Angabe
Spricht dafür
- Fach springt heraus, die Entnahme kommt ohne Kippen aus
- Fächer zur Reinigung einzeln herausnehmbar
- Getönter Deckel mit Dichtungsring
Spricht dagegen
- Kein Rechtsträger, keine Anschrift, keine Anleitung auf den Herstellerseiten
- Reiter für technische Daten und Dokumente leer
- Offen, welche Ausführung mit oder ohne WLAN gemeint ist
Nur als Befund aufgeführt, ohne Kauflink: Rechtsträger und Anschrift des Herstellers auf den Herstellerseiten nicht angegeben.
Der TH017 arbeitet ohne Drehteller. Er hat 21 einzelne Fächer, die sich herausnehmen lassen, und laut deutscher Produktseite „springt die entsprechende Tablettenbox automatisch heraus“, wenn eine Einnahme fällig ist. Gekippt wird nichts. Erinnert wird mit Blinklicht und Piepton; als Klingelton lässt sich laut Hersteller auch eine eigene Sprachaufnahme verwenden, und bis zu neun Erinnerungsgruppen sind einstellbar. Den Deckel beschreibt die Seite als transparent braun mit Dichtungsring, das Schloss als mechanisch, die englische Seite spricht von „dual mechanical locks“.
Der Herstellerbezug ist dünn. Retekess nennt auf Kontakt-, Datenschutz- und Über-uns-Seite weder einen Rechtsträger noch eine Anschrift, nur eine Gründung im Jahr 2008 und einen Hauptsitz in Zhengzhou. Die Reiter für technische Daten und Dokumente auf der Produktseite sind leer, und auf der Download-Seite des Herstellers fehlt der TH017. Maße, Gewicht, Batterietyp und den Namen der App gibt es nicht. Die Seite führt zwei Ausführungen, ohne und mit WLAN; welche zu dem Eintrag in unserer Tabelle gehört, haben wir nicht festgestellt. Der TH017 steht deshalb nur mit Befund im Vergleich.
Am Hausnotruf: Careium 9350
Der Pillenspender 9350 von Careium, einer schwedischen Gesellschaft mit deutscher Niederlassung in Bad Camberg, ist Zubehör zu einem Hausnotrufsystem. Laut Produktseite fasst er bis zu 28 Dosen, die Tabletten sind „nur zum vorgesehenen Zeitpunkt zugänglich“, der Deckel ist abschließbar, die Anzeige ein LCD. Welche Mechanik das Fach freigibt und wie viele Einnahmezeiten am Tag möglich sind, steht nicht da; die Seite spricht von täglicher, zweimal täglicher oder wöchentlicher Einnahme. Verpasst jemand eine Dosis, gibt das Gerät über das Hausnotrufgerät einen Alarm an eine Zentrale, die rund um die Uhr erreichbar ist. Verkauft wird der Spender nicht direkt, sondern auf Anfrage über den Vertrieb.
Im Verzeichnis steht der Spender nicht. Unter den drei Einträgen der Produktart 52.40.01.2 „Zubehör für Hausnotrufsysteme“ ist kein Medikamentenspender, und das Wort „Medikament“ kommt in keinem der 140 Einträge der beiden Hausnotruf-Produktarten vor. Careium D-A-CH steht mit drei Einträgen in der Produktgruppe 52, keiner davon in der Produktart der Medikamentenspender.
Die Vergleichstabelle zu diesen Angaben steht im Überblick über die Geräte.
28 Becher mit Sensor: das Bechersystem mit App
ANABOX smart der anmed GmbH aus Crottendorf ist das einzige Gerät dieses Vergleichs, das jede Einnahme in einem eigenen, geschlossenen Becher hält. 28 Becher stehen in einem Schubfach, sieben Tage mal vier Tageszeiten; jeder fasst laut Gebrauchsanweisung 18 ml bei einer Becherhöhe von 4,8 cm und ist laut Hersteller luft- und wasserdicht; der Verzeichniseintrag nennt Becher „zur Aufnahme von Tabletten oder flüssigen Medikamenten“. Ob ein Arzneimittel dafür geeignet ist, klärt die Apotheke. Entwickelt wurde das Gerät laut Hersteller in Leipzig, hergestellt in Crottendorf. Im Verzeichnis steht es seit dem 30.06.2025 unter 52.40.03.2001.
Zur Einnahmezeit blinkt der fällige Becher grün, das Gerät piept, und Sensoren erkennen, ob der Becher herausgenommen wird. Wird ein falscher oder ein zu früher Becher entnommen, gibt es einen Warnton. Für die Entnahme gilt ein Zeitfenster. Der Alarm lässt sich in vier Modi betreiben: nur optisch, dezent mit einem kurzen Signal zu Beginn und dann alle 30 Minuten, dauerhaft bis zur Entnahme oder aus. Signalintensität und Signaldauer werden in der App eingestellt; Werte dafür nennt die Anleitung nicht.
Am Gerät selbst gibt es keine Anzeige, nur eine Status- und eine Ladeleuchte und Braille-Schrift. Alles andere läuft über die App „ANABOX Memo“ für iOS, Android und den Browser, in der Zeiten eingestellt und Einnahmen verfolgt werden und über die Angehörige Benachrichtigungen per Push oder E-Mail bekommen. Die Verbindung läuft über NB-IoT oder LTE-M, zwei Mobilfunkverfahren für Geräte mit kleinen Datenmengen, mit einer eingebauten SIM-Karte und Empfang in der EU; ein WLAN braucht das Gerät nicht. Für die Datenverbindung setzt der Hersteller ein monatliches App-Abo voraus, das jederzeit kündbar ist.
Die Gebrauchsanweisung in der Fassung vom 12.03.2026 nennt die Maße 35 × 6,8 × 20 cm als Breite, Höhe und Tiefe, der Verzeichniseintrag dieselben Zahlen als 200 × 350 × 68 mm. Das Gewicht ist in beiden 1.200 g. Versorgt wird das Gerät aus einem Lithium-Ionen-Akku der Bauform 18650 mit 2.600 mAh und 3,7 V, geladen über USB-C in höchstens 3 Stunden; eine Ladung reicht laut Anleitung und Eintrag etwa 4 bis 6 Wochen. Die Produktseite nennt dagegen 2.300 mAh und „mehr als 1 Monat“. Das Gehäuse hat die Schutzart IP 40 und die Schutzklasse II, die zulässige Umgebungstemperatur liegt bei 5 bis 35 °C.
Die Nutzungsdauer gibt der Hersteller mit 5 Jahren ab Produktionsdatum an; für einen Wiedereinsatz bereitet er das Gerät selbst auf. Eine Verriegelung der Becher beschreibt die Anleitung nicht, nur eine Schutzabdeckung für den Transport. ANABOX smart ist laut Gebrauchsanweisung ein Medizinprodukt der Klasse I nach der europäischen Medizinprodukteverordnung. Als Bezugswege nennt anmed die Pflegekasse, für Menschen ohne Pflegegrad ein Leihgerät oder Abo, und den Fachhandel; auf seiner Kassenseite schreibt der Hersteller „Ab Pflegegrad 1 erstattungsfähig“. Was das Verzeichnis und das Gesetz dazu tatsächlich festlegen, ist eine andere Frage als die, was der Hersteller anbietet.
Blisterrolle aus der Apotheke: der Automat mit Schneidwerk
maja sana der tantum sana GmbH aus Pfungstadt ist kein Behälter, den jemand im Haushalt füllt, sondern das Ende einer Versorgungskette. Laut Verzeichniseintrag gehen alle Rezepte eines Pflegebedürftigen an eine Apotheke, die einen Gesamtmedikationsplan erstellt, die Tabletten maschinell in Blistertütchen verpackt und die Einnahmedaten an den Spender überträgt. Die Partnerapotheke liefert laut Website und Broschüre alle 14 Tage; an anderer Stelle der Broschüre steht „Alle 1 bis 2 Wochen“. Versand per Post ist laut FAQ möglich.
Die Apothekenbetriebsordnung trennt hier zwei Begriffe. Patientenindividuelles Stellen ist nach § 1a Abs. 4 die Neuverpackung „in einem wieder verwendbaren Behältnis“, also etwa in einer Box. Patientenindividuelles Verblistern ist nach § 1a Abs. 5 die Neuverpackung „in einem nicht wieder verwendbaren Behältnis“. maja sana arbeitet mit dem zweiten: Jedes Tütchen wird einmal benutzt.
Die Tütchen hängen an einer Rolle von höchstens 14 cm Durchmesser. Eine Rolle fasst laut Eintrag bis zu 60 Blistertütchen mit je 3 Tabletten, „entsprechend 180 Tabletten“, abhängig von der Tablettengröße; bei mehr Tabletten werden mehrere Rollen verwendet. Zur Einnahmezeit erinnert das Gerät optisch, akustisch und mit Sprachausgabe, gibt das fällige Tütchen auf Knopfdruck aus und schneidet es seitlich an. Geöffnet wird es von Hand. Das Magazin ist abschließbar; im Lieferumfang liegen 2 Schlüssel, ein Edelstahltablett und eine Testrolle, die nicht zum Verzehr bestimmt ist.
Bedient wird über ein Touch-Display mit 20,3 cm, also 8 Zoll, und 1.280 × 800 Bildpunkten. Das Gerät misst laut Eintrag 250 × 250 × 420 mm und wiegt 3.600 g, mit Verpackung 5.300 g, und ist damit dreimal so schwer wie ANABOX smart. Es läuft am Netz, mit einem Netzteil für 100 bis 249 V und 12 V Ausgangsspannung. Ein Lithium-Polymer-Akku mit 3.950 mAh springt nur bei Stromausfall ein und hält bis zu 18 Stunden. Verbunden wird über WLAN oder eine SIM-Karte, die laut Eintrag bei Bedarf ohne Zusatzkosten gestellt wird. Bleibt eine Entnahme aus, informiert das Gerät auf Wunsch Kontaktpersonen per SMS.
Die Schutzart ist IP 20; betrieben wird das Gerät laut Bekanntmachung von 2023 bei +15 bis +35 °C und 20 bis 90 Prozent relativer Luftfeuchte, gelagert bei −10 bis +45 °C. Die Nutzungsdauer steht im Eintrag mit 48 Monaten, eine Wartung ist laut Hersteller nicht nötig. Halbe Tabletten verarbeitet das System laut Broschüre nicht, Betäubungsmittel werden laut FAQ nicht verblistert. Eine Selbstzahlung bietet der Hersteller nicht an: maja sana ist laut FAQ „nur als Kassenleistung erhältlich“, Antrag und Abrechnung mit der Pflegekasse übernimmt tantum sana.
Die Daten des Eintrags haben eine Vorgeschichte. Bekannt gemacht wurde maja sana am 28.11.2023 unter 52.40.04.0002, am 28.08.2025 wurde es nach 52.40.03.2002 umgruppiert. Die Bekanntmachung von 2023 nennt eine „WLAN-Verbindung erforderlich“, der heutige Eintrag WLAN oder SIM-Karte, und die FAQ der Website sagt, ein eigener Internetanschluss sei nicht nötig. Dieselben Maße stehen 2023 als Höhe, Breite und Tiefe, heute als Länge, Breite und Höhe. Und der Eintrag nennt zwei Leistungswerte: 36 W beim Netzteil im Feld zur Stromversorgung und 5,5 W im Feld zur Leistungsaufnahme, ohne den Unterschied zu erklären.
Sechs, acht, neun, vier oder beliebig viele Zeiten am Tag
Die Zahl der Einnahmezeiten ist die Angabe, mit der die Geräte am häufigsten beschrieben werden, und sie ist bei fast allen eine Obergrenze. Ein Medelert mit sechs Alarmzeiten lässt sich auch mit zwei betreiben, eine DoseControl-Box mit neun auch mit einer. Die Grafik legt die Obergrenzen nebeneinander: Jeder Ring ist ein Gerät, jedes Segment eine Zeit, die sich je Tag einstellen lässt.
Zwei Ringe tragen keine Segmente. Bei maja sana nennt der Verzeichniseintrag „beliebig viele Einnahmezeitpunkte“; das ist keine Zahl, sondern das Fehlen einer Grenze, und die tatsächliche Zahl ergibt sich aus dem Medikationsplan, den die Apotheke überträgt. Beim Careium-Spender nennt die Produktseite gar keine Zahl. ANABOX smart ist das einzige Gerät, dessen Ring eine Woche zeigt: Die Aufteilung in 28 Becher legt sieben Tage zu je vier Tageszeiten fest, und eine fünfte Einnahmezeit sieht sie nicht vor.
Wie lange eine Füllung reicht
Bei den Drehspendern mit 28 Fächern hängt an der Zahl der Einnahmen, wie oft nachgefüllt wird. Die Hersteller geben das über die Dosierungsringe an. Für den Maginon SMD-1 nennt die Anleitung die vollständige Reihe; die Medelert-Anleitung nennt für eine bis sechs Einnahmen dieselben Werte, DoseControl nur die Endwerte 28 und 3 Tage.
| Einnahmen am Tag | Tage je Füllung laut Hersteller | belegte Fächer | freie Fächer |
|---|---|---|---|
| 1 | 28 Tage | 28 | 0 |
| 2 | 14 Tage | 28 | 0 |
| 3 | 9 Tage | 27 | 1 |
| 4 | 7 Tage | 28 | 0 |
| 5 | 5 Tage | 25 | 3 |
| 6 | 4 Tage | 24 | 4 |
| 7 | 4 Tage | 28 | 0 |
| 8 | 3 Tage | 24 | 4 |
| 9 | 3 Tage | 27 | 1 |
Die Rechnung zeigt zwei Dinge. Erstens bleibt bei drei, fünf, sechs, acht und neun Einnahmen am Tag ein Teil der Fächer leer; bei sechs und acht Einnahmen sind es vier von 28. Zweitens reicht eine Füllung ab fünf Einnahmen am Tag keine Woche mehr: 5 Tage bei fünf Einnahmen, 4 Tage bei sechs oder sieben, 3 Tage bei acht oder neun. Wer im Wochenrhythmus stellt, wie ihn die Häusliche-Krankenpflege-Richtlinie für den Pflegedienst als Regel nennt, kommt mit einem 28-Fächer-Teller nur bis vier Einnahmen am Tag aus.
Bei maja sana stellt sich die Frage anders. Eine Rolle fasst bis zu 60 Tütchen; bei einer Lieferung alle 14 Tage reicht das rechnerisch für etwas mehr als vier Tütchen am Tag, weil 60 geteilt durch 14 rund 4,3 ergibt. Ob eine Rolle 14 Tage abdecken soll, sagt der Hersteller so nicht, und mehrere Rollen sind laut Eintrag ausdrücklich vorgesehen. Die Rechnung ist deshalb eine Größenordnung, keine Grenze.
Eine Mindestzahl verlangt die Produktart 52.40.03.2 nicht. Ihre Beschreibung spricht nur davon, dass die Zeiten der Entnahme „programmier- beziehungsweise festlegbar“ sind, und die Fortschreibung von der Entnahme im festgelegten Zeitfenster. Die Grenze von 5 täglichen Ereignissen gilt für die Erinnerungsmodule der Assistenzsysteme, nicht für Medikamentenspender; ANABOX smart mit seinen vier Bechern am Tag ist gelistet.
Ton, Licht, Stimme: wie lange das Signal läuft
Alle acht Geräte erinnern akustisch. Ein Licht kommt bei sieben dazu, eine Stimme bei vier. Wie lange das Signal läuft, nennen die Unterlagen für fünf Geräte, und bei zwei Herstellern widersprechen sich die eigenen Angaben. Eine Lautstärke in Dezibel nennt keiner.
- TabTime Timer: nur Ton; 1 Minute laut Produktseite, etwa 30 Sekunden laut Anleitung; Stopp mit jeder Taste.
- TabTime Medelert: drei wählbare Töne und rotes Blinklicht; laut Produktseite 30 Minuten Vibrationsalarm, in den Anleitungen weder Vibration noch Dauer.
- DoseControl Bluetooth: Ton, Sprachnachricht und ein Lichtring um die Anzeige; bis 30 Minuten laut Seite des Bluetooth-Modells, bis 120 Minuten laut Seite des WLAN-Modells; Lautstärke hoch, niedrig oder aus.
- Maginon SMD-1: Sprachausgabe mit Ton A, B oder C; Ton A 20 Sekunden mit Wiederholung alle 10 Sekunden, Ton B dreimal drei Töne mit 7 Sekunden Pause, Ton C Wiederholung alle 3 Sekunden; höchstens 120 Minuten; drei Lautstärkestufen; blaue Leuchtdiode, bei Verspätung rot.
- Retekess TH017: Blinklicht und Piepton, eigene Sprachaufnahme als Klingelton; Dauer und Lautstärke: keine Angabe.
- Careium 9350: lauter Alarm und blinkendes Licht; Dauer und Lautstärke: keine Angabe.
- ANABOX smart: Piepton und grünes Blinken am fälligen Becher; Modus optisch, dezent mit Signal alle 30 Minuten, dauerhaft bis zur Entnahme oder aus; Warnton bei falschem Becher.
- maja sana: optisch, akustisch und Sprachausgabe; Dauer und Lautstärke: keine Angabe.
Bei Maginon unterscheiden sich Datenblatt und Anleitung im Detail: Das Datenblatt nennt als Erinnerung „Akustisch und blinkende Lichter“, die technische Tabelle der Anleitung „Stimme und blinkende Lichter“. Auf den übrigen Seiten beschreibt die Anleitung Stimme und Ton zusammen. Bei DoseControl ist der Widerspruch größer, weil er die Zahl betrifft: 30 Minuten auf der einen Modellseite, 120 Minuten auf der anderen, für Geräte derselben Baureihe mit demselben Gehäuse.
Die Dauer entscheidet, was ein Alarm im Tagesablauf bedeutet. Ein Ton von 30 Sekunden erreicht nur jemanden, der in Hörweite ist, wenn er beginnt. Ein Alarm, der bis zu 120 Minuten wiederholt wird, erreicht auch jemanden, der den Raum später betritt, und er läuft genauso lange, wenn niemand da ist. ANABOX smart lässt beides zu und dazu einen dezenten Modus mit einem Signal alle 30 Minuten. Welche Einstellung passt, ist eine Frage der Wohnung und des Tagesablaufs; das Gerät legt sie nicht fest.
Für Menschen, die schlecht hören, ist die Lage eindeutig: Einen Vibrationsalarm belegt keine Gebrauchsanweisung der acht Geräte. Die einzige Erwähnung steht auf der Produktseite des Medelert und wird von dessen Anleitungen nicht gestützt. Es bleibt das Licht. maja sana schreibt in seinen Ausschlüssen selbst, bei stark eingeschränkter Hörfähigkeit sei der Benutzer „allein auf die optischen Signale angewiesen“.
Schlüssel, Kippen, Knopfdruck: Sperre und Entnahme
Sperre und Entnahme hängen zusammen. Wo ein Gerät die Fächer sperrt, muss es zur Einnahmezeit eines freigeben, und die Art der Freigabe bestimmt den Handgriff. Die Unterlagen beschreiben fünf Handgriffe: kippen, anheben, ein herausspringendes Fach nehmen, einen Becher greifen und einen Knopf drücken. Beim sechsten Gerät mit Sperre fehlt die Beschreibung.
- Kippen: Medelert und DoseControl. Das fällige Fach liegt an der Öffnung, das ganze Gerät wird über der Hand oder einem Gefäß gekippt. Bei DoseControl beendet das Umkippen den Alarm, eine Schiebeabdeckung verschließt die Öffnung.
- Anheben: Maginon SMD-1. Der Alarm wiederholt sich, bis das Gerät angehoben und die Tabletten entnommen sind.
- Herausspringendes Fach: Retekess TH017. Die Entnahme kommt ohne Kippen aus.
- Becher greifen: ANABOX smart. Der grün blinkende Becher wird aus dem Schubfach genommen, Sensoren erkennen das.
- Knopfdruck: maja sana. Das Gerät gibt ein Tütchen aus und schneidet es an; geöffnet wird es von Hand.
- Nicht beschrieben: Careium 9350. Die Tabletten sind laut Hersteller nur zum vorgesehenen Zeitpunkt zugänglich, die Mechanik bleibt offen.
Ein Schloss haben sechs der acht Geräte. Medelert und DoseControl schließen den Deckel, bei DoseControl auch das Batteriefach, mit einem Metallschlüssel; Maginon die Medikamentenfächer und das Batteriefach, maja sana das Medikamentenmagazin mit 2 Schlüsseln, Careium den Deckel. Retekess beschreibt ein mechanisches Schloss, auf der englischen Seite zwei. Bei ANABOX smart beschreibt die Anleitung keine Verriegelung, sondern eine Schutzabdeckung für den Transport; der Verzeichniseintrag mahnt in den Kontraindikationen, das Gerät „sicher vor Kindern“ aufzubewahren. Der Timer hat nichts, was sich sperren ließe.
Eine Prüfung als kindergesicherte Verpackung nennt bei keinem der acht Geräte eine der ausgewerteten Unterlagen. Für wiederverschließbare Verpackungen gibt es dafür eine eigene Norm, DIN EN ISO 8317, mit einer Typprüfung an einer Gruppe von 200 Kindern. Ob ein Spender eine Verpackung im Sinne dieser Norm ist, geht aus den frei zugänglichen Katalogangaben nicht hervor. Ein Schlüssel ist eine Sperre, kein Prüfnachweis.
Für den Handgriff zählt auch das Gewicht. Gekippt oder angehoben werden laut Hersteller 560 g bei der DoseControl-Box und ca. 550 g beim Maginon SMD-1; für den Medelert nennt Tabtime kein Gewicht. Bei ANABOX smart wird nur der Becher bewegt, bei maja sana nur das Tütchen, beim Retekess das einzelne Fach. Wer die Hand eines Menschen mit wenig Kraft vor Augen hat, liest diese Zahlen anders als die Fächerzahl.
Vier Geräte ohne Produktkarte im Datenblatt
Neben dem Retekess TH017, der wegen fehlender Herstelleranschrift keine Karte hat, stehen vier Geräte ganz ohne Produktkarte; für sie liegt keine ASIN vor, und ihre Hersteller beschreiben eigene Vertriebswege. maja sana ist laut FAQ nur als Kassenleistung erhältlich. Den Careium-Spender vertreibt der Hersteller als Zubehör zum Hausnotruf auf Anfrage. Für ANABOX smart nennt anmed die Pflegekasse, ein Leihgerät oder Abo und den Fachhandel. Und für den Maginon SMD-1 nennt der Hersteller keinen Bezugsweg. Die Daten der vier Geräte stehen deshalb hier, mit denselben Zeilen wie die Tabelle im Geräteüberblick.
| Merkmal | ANABOX smart | maja sana | Maginon SMD-1 | Careium 9350 |
|---|---|---|---|---|
| Bauart | Bechersystem mit Sensor und App | Blister-Automat, Apotheke verblistert | Drehteller mit Fachfreigabe | Spender mit Fachfreigabe, Mechanik keine Angabe |
| Fächer, Kapazität | 28 Becher à 18 ml, 7 Tage × 4 | Blisterrolle bis 14 cm Durchmesser, bis 60 Tütchen à 3 Tabletten | 28 Fächer, Fassungsvermögen keine Angabe | bis 28 Dosen |
| Einnahmezeiten je Tag | 4 | „beliebig viele“ | bis 9 | keine Angabe |
| Alarm, Dauer | Piepton, grünes Licht; dezent alle 30 Minuten oder dauerhaft bis zur Entnahme | optisch, akustisch, Sprachausgabe; Dauer keine Angabe | Sprachausgabe mit Ton, blaue und rote LED; höchstens 120 Minuten | lauter Alarm, Blinklicht; Dauer keine Angabe |
| Sperre | keine Angabe (Abdeckung für den Transport) | Magazin abschließbar, 2 Schlüssel | Schloss für Fächer und Batteriefach | abschließbarer Deckel |
| Strom | Li-Ion-Akku 2.600 mAh, 3,7 V; 4 bis 6 Wochen; Laden über USB-C bis 3 Stunden | Netzteil 12 V; Li-Po-Akku 3.950 mAh, bis 18 Stunden bei Stromausfall | USB-C-Netzadapter 5 V, 2 A; 4 × AA als Reserve | Batterie, Typ keine Angabe |
| Funk, Meldung | NB-IoT/LTE-M mit eingebauter SIM; Push und E-Mail über die App | WLAN oder SIM; SMS an Kontaktpersonen | WLAN; App „iDispenser“ | Funk zum Hausnotrufgerät; Alarm an die Zentrale |
| Datenhaltung | EU (Luxemburg, Irland), Datenbank AES-256 | keine Angabe | Server „Idispenser“, Historie 14 Tage | über die Notrufzentrale, keine Angabe |
| Maße | 200 × 350 × 68 mm | 250 × 250 × 420 mm | ca. 202 × 234 × 62 mm | keine Angabe |
| Gewicht | 1.200 g | 3.600 g | ca. 550 g | keine Angabe |
| Schutzart | IP 40 | IP 20 | keine Angabe | keine Angabe |
| Nutzungsdauer | 5 Jahre | 48 Monate | keine Angabe (Garantie 3 Jahre) | keine Angabe |
| Medizinprodukt, CE | Medizinprodukt Klasse I nach MDR | keine Angabe | kein Medizinprodukt angegeben; CE nach Funk-, Niederspannungs-, EMV- und RoHS-Richtlinie | keine Angabe |
| Verzeichnis | 52.40.03.2001, aufgenommen 30.06.2025 | 52.40.03.2002, aufgenommen 28.11.2023, umgruppiert 28.08.2025 | nicht gelistet | nicht gelistet |
Zwei Zeilen der Tabelle sind nur bei ANABOX smart und maja sana gefüllt, und für beide verlangt das Verzeichnis sie als Pflichtangaben: Schutzart und Nutzungsdauer. Bei den sechs anderen Geräten nennt sie kein Hersteller; der Maginon SMD-1 hat eine Schutzklasse, aber keine Schutzart. Für die Maße gilt Ähnliches. Mit drei Werten stehen sie bei ANABOX smart, maja sana, Maginon und DoseControl, beim Medelert nur als Durchmesser, beim Timer, beim Retekess und bei Careium gar nicht.
Auch in den gut dokumentierten Fällen ist nicht jede Zahl eindeutig. Bei ANABOX smart nennt die Produktseite 2.300 mAh, Anleitung und Verzeichnis 2.600 mAh, und die Achsen der Maße wechseln zwischen Anleitung und Eintrag. Bei maja sana stehen zwei Leistungswerte im selben Eintrag, und die Achsen der Maße haben sich seit 2023 geändert. Wir führen in der Tabelle die Werte der Gebrauchsanweisung und des Eintrags und nennen die abweichenden im Text.
Akku in Wochen, Akku in Stunden, Batterie als Reserve
Bei der Stromversorgung zerfallen die acht Geräte in vier Gruppen. Reine Batteriegeräte sind der Timer, der Medelert und der Careium-Spender; beim Retekess nennt der Hersteller eine Batteriestandsanzeige und „flexible power options“, aber keinen Typ. Netzgeräte mit AA-Batterien als Reserve sind DoseControl und Maginon. Ein Akkugerät mit Netzteil zum Laden ist ANABOX smart. Und ein Netzgerät mit Akku nur für den Ausfall ist maja sana.
| Gerät | Versorgung | Reserve | Laufzeit, Ladedauer | Bei Ausfall oder leerer Batterie |
|---|---|---|---|---|
| TabTime Timer | Batterie, Typ keine Angabe | keine | keine Angabe | keine Angabe |
| TabTime Medelert | 4 × AA, mitgeliefert | keine | Laufzeit keine Angabe | Batteriesymbol unter 4,0 V |
| DoseControl Bluetooth | USB-C-Netzteil | 4 × AA alkalisch, nicht aufladbar | kein Akku | neue Batterien für etwa 12 Alarmzyklen bei längstem Alarm von 30 Minuten (FAQ) |
| Maginon SMD-1 | USB-C-Netzadapter 5 V, 2 A | 4 × AA (LR6) | kein Akku; Laufzeit keine Angabe | keine Angabe |
| Retekess TH017 | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe | Speicher bei Stromausfall laut englischer Seite |
| careium 9350 | Batterie, Typ keine Angabe | keine | keine Angabe | Alarm bei niedrigem Batteriestand |
| ANABOX smart | Li-Ion-Akku 18650, 2.600 mAh, 3,7 V; wahlweise am Netz | wahlweise Netz- oder Akkubetrieb | etwa 4 bis 6 Wochen; Laden bis 3 Stunden | läuft weiter; Produktseite nennt 2.300 mAh und „mehr als 1 Monat“ |
| maja sana | Netzteil 100 bis 249 V, Ausgang 12 V | Li-Po-Akku 3.950 mAh | bis 18 Stunden; Laden 4 Stunden, laufend | Akku übernimmt nur bei Stromausfall |
Die beiden Akkugeräte stehen für zwei verschiedene Konzepte. ANABOX smart läuft laut Eintrag „wahlweise“ am Netz oder vom Akku, der laut Hersteller 4 bis 6 Wochen hält. Fällt der Strom aus, läuft das Gerät auf dem Akku weiter; wird im Akkubetrieb das Laden vergessen, ist es nach einigen Wochen leer. maja sana hängt dauerhaft am Netz und lädt seinen Akku laufend; der Akku ist nur für den Stromausfall da und reicht bis zu 18 Stunden. Ein Ausfall über Nacht ist damit abgedeckt, einer über einen ganzen Tag nach den Angaben des Eintrags nicht.
Die Netzgeräte mit Reserve setzen auf Einwegzellen. DoseControl nennt das Netzteil „Ladegerät“, einen Akku nennt der Hersteller aber nicht; die vier AA-Batterien sind laut FAQ nicht aufladbar und dienen nur als Reserve. Neue Batterien reichen bei Stromausfall laut FAQ für etwa 12 Alarmzyklen, wenn der Alarmton jeweils die vollen 30 Minuten läuft. Bei sechs Einnahmen am Tag wären das rechnerisch 2 Tage, bei drei Einnahmen 4 Tage. Maginon nennt die vier AA-Zellen als Alternative oder Reserve zum Netzadapter, aber keine Laufzeit.
Bei den reinen Batteriegeräten fehlt die wichtigste Zahl: Wie lange ein Satz Batterien hält, nennt keiner der Hersteller. Der Medelert warnt unter 4,0 V mit einem Symbol, Careium mit einem Alarm. Ob die eingestellten Zeiten einen Batteriewechsel oder einen Stromausfall überstehen, steht nur bei Retekess, und auch dort nur auf der englischen Seite als „power-off memory“. Für den Medelert beschreibt die Anleitung ein Funkuhrmodul, das die Uhrzeit nach einem Zeitsignal stellt; ob die Alarmzeiten einen Wechsel überstehen, steht nicht da.
Zum Akku selbst sagen die Unterlagen wenig. Eine Zahl von Ladezyklen, einen Kapazitätsverlust über die Jahre oder einen Akkutausch beschreibt keiner der beiden Akku-Hersteller; bei ANABOX smart ist immerhin die Bauform genannt, 18650. Die Fortschreibung verlangt als Pflichtangabe außerdem eine Leistungsaufnahme im Standby, und sie fehlt in beiden Einträgen. Genannt sind nur „kleiner 10 Watt“ bei ANABOX smart und 5,5 W bei maja sana. Für die Netzgeräte ohne Eintrag nennt nur Maginon eine Zahl: 10 W am Ausgang des Netzteils, 5,0 V bei 2,0 A; eine Leistungsaufnahme des Geräts selbst steht nicht da.
Bluetooth, WLAN, NB-IoT, SMS: wer die Meldung bekommt
Die dritte Achse dieses Vergleichs, wer eine verpasste Einnahme erfährt, hängt am Funkweg. Vier Wege kommen vor: keiner, Bluetooth zu einem Telefon in der Nähe, WLAN oder Mobilfunk ins Internet und Funk zu einem Hausnotrufgerät. Mit dem Weg ändert sich, wo die Daten liegen und ob für die Verbindung laufend etwas zu zahlen ist.
| Gerät | Funkweg | App, Betriebssystem | Meldung an | Datenort |
|---|---|---|---|---|
| TabTime Timer | keiner | keine | niemand | entfällt |
| TabTime Medelert | nur Empfang des Funkuhr-Zeitsignals | keine | niemand | entfällt |
| DoseControl Bluetooth | Bluetooth LE 4.2, Telefon in Reichweite | „DoseControl“, Android ab 7.0, kein iOS | E-Mail; Produktseite nennt auch SMS | nur im Telefon |
| Maginon SMD-1 | WLAN 802.11a/b/g/n | „iDispenser“, iOS und Android | App-Benachrichtigung | Server „Idispenser“, Historie 14 Tage |
| Retekess TH017 | WLAN, nur in der WLAN-Ausführung | App, Name keine Angabe | App | Cloud, Ort keine Angabe |
| careium 9350 | Funk zum Hausnotrufgerät | keine | Notrufzentrale | keine Angabe |
| ANABOX smart | NB-IoT/LTE-M, eingebaute SIM, Empfang in der EU | „ANABOX Memo“, iOS, Android, Browser | Angehörige per Push oder E-Mail | EU: Luxemburg, Irland |
| maja sana | WLAN oder SIM-Karte | keine Nutzer-App | Kontaktpersonen per SMS, auf Wunsch | keine Angabe |
Der Bluetooth-Weg hat eine Bedingung, die im Alltag leicht übersehen wird. Die DoseControl-Box spricht nur mit dem Telefon, das in ihrer Reichweite bleibt, und dieses Telefon schickt die E-Mail. Verlässt es die Wohnung, kommt keine Meldung an. Eine Reichweite nennt der Hersteller nicht. Die Einnahmedaten werden laut FAQ nur im Telefon gespeichert und sind aus der Ferne nicht abrufbar; wer sie sehen will, braucht das Telefon.
Am ausführlichsten beschreibt anmed den Datenweg. Verantwortlicher ist die anmed GmbH, gehostet wird laut Datenschutzerklärung bei AWS EMEA in Luxemburg und bei Google Commerce Limited in Irland, und Gesundheitsdaten verbleiben „stets in der EU“. Die Datenbank ist mit AES-256 verschlüsselt, die Anmeldung läuft über OAuth 2.0, und bei Rückgabe oder Zurücksetzen werden die Daten gelöscht. Für die Datenverbindung verlangt der Hersteller das monatliche App-Abo; einen Betrag nennen wir nicht.
Bei den WLAN-Geräten ist weniger zu erfahren. Maginon nennt einen Datenserver namens „Idispenser“ und löscht die Aktivitäten-Historie nach 14 Tagen; wo der Server steht, steht nicht da. Retekess schreibt nur, die WLAN-Ausführung übertrage Daten in Echtzeit in die Cloud. Für maja sana haben wir die Datenschutzerklärung nicht ausgewertet, und auf den gelesenen Seiten steht zum Datenort nichts. Beim Careium-Spender laufen die Meldungen über die Notrufzentrale des Dienstleisters.
Für gelistete Produkte setzt die Fortschreibung Regeln, die sich auch neben ein gekauftes Gerät legen lassen. Verlangt werden unter anderem ein Nachweis der DSGVO-Konformität, eine Beschreibung, wie bei Rückgabe alle personenbezogenen Daten gelöscht werden, die verschlüsselte Übertragung sicherheitsbezogener Daten und eine Kopplung, bei der nur die Komponenten eines Pflegebedürftigen zusammenwirken (S. 28–29). Die Kosten für den Zugang zum Telekommunikationsnetz liegen nach den leistungsrechtlichen Hinweisen der Produktgruppe in der Eigenverantwortung der Pflegebedürftigen, ausdrücklich einschließlich der monatlichen Grundgebühren und der Kosten der Übertragung (S. 6).
Einen unabhängigen Maßstab für die App-Seite gibt es nur für reine Erinnerungs-Apps. Die Stiftung Warentest hat 2021 zwanzig kostenlose Apps zur Medikamenteneinnahme für Android und iOS geprüft; bewertet wurden laut frei lesbarem Teil Medikamentenmanagement, Bedienung, Information über das Arzneimittel und Datenschutz. Apps von Spendergeräten nennt der frei lesbare Teil nicht, und die Einzelergebnisse stehen hinter der Bezahlschranke.
Wer eine Meldefunktion für einen Angehörigen einrichtet, legt fest, wer was über ihn erfährt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft nennt in ihren Hinweisen zur Auswahl technischer Produkte sinngemäß drei Prüfsteine, die hier passen: Ein Produkt soll die Selbstständigkeit unterstützen und keine Aufgaben abnehmen, die noch selbst erledigt werden; es soll den Kontakt nicht verringern, es sei denn, die Person möchte das; und es soll wenige Daten sammeln und diese schützen. An diesen drei Sätzen lassen sich die Meldewege der Tabelle einzeln messen.
Die Pflichtfunktionen der Produktart 52.40.03.2 als Messlatte
Diese drei Sätze sind die Messlatte, die das Verzeichnis an einen Medikamentenspender anlegt. Dazu kommen zwei Funktionen, die die Produktart-Beschreibung nur „zum Teil“ erwartet: Wasser für die Einnahme bereitzustellen und die Pflegeperson zu informieren, wenn die Einnahme ausgeblieben ist. Die Tabelle legt die acht Geräte daneben, und zwar nach dem, was ihre Unterlagen beschreiben. Das ist keine Prüfung. Nachweise hat der GKV-Spitzenverband für die zwei gelisteten Geräte geprüft, und welche das waren, steht in den Einträgen nicht.
| Gerät | optisch und akustisch | Sprach- oder Textausgabe | Entnahme im Zeitfenster | Pflegeperson informieren |
|---|---|---|---|---|
| TabTime Timer | nur akustisch | nein | entfällt, keine Fächer | nein |
| TabTime Medelert | ja: Ton, rotes Licht | keine Angabe; Anzeige mit Uhrzeit und Symbolen | fälliges Fach an der Öffnung; Schließen nach Ablauf keine Angabe | nein |
| DoseControl Bluetooth | ja: Ton, Lichtring | Sprachnachricht, Inhalt keine Angabe | fälliges Fach an der Öffnung; Zeitfenster keine Angabe | E-Mail über das Telefon |
| Maginon SMD-1 | ja: Ton, LED | Sprachausgabe, Inhalt keine Angabe | Alarm bis zur Entnahme, höchstens 120 Minuten | App-Benachrichtigung |
| Retekess TH017 | ja: Piepton, Blinklicht | eigene Sprachaufnahme möglich | Fach springt heraus; Zeitfenster keine Angabe | App, nur WLAN-Ausführung |
| careium 9350 | ja: Alarm, Blinklicht | keine Angabe | „nur zum vorgesehenen Zeitpunkt zugänglich“ | Hausnotrufzentrale |
| ANABOX smart | ja: Piepton, grünes Licht | im Eintrag nicht beschrieben, keine Anzeige am Gerät | ja, Zeitfenster laut Gebrauchsanweisung | Push und E-Mail über die App |
| maja sana | ja: optisch, akustisch | ja: Sprachausgabe und Bildschirm | ja, Ausgabe zum festgelegten Zeitpunkt | SMS, auf Wunsch |
Zwei Befunde fallen auf. Erstens zeigt auch ein gelistetes Gerät die Messlatte nicht in jedem Punkt: Für ANABOX smart beschreibt der Eintrag nicht, wie ein Ereignis per Sprache oder Text benannt wird; am Gerät gibt es laut Eintrag „kein Display bzw. Anzeige“, und die App dient laut Eintrag unter anderem der Erinnerung. Zweitens nennen drei nicht gelistete Geräte beim Alarm eine Stimme: DoseControl, Maginon und Retekess. Ob sie das Ereignis konkret benennt, steht bei keinem in den Unterlagen, und ein Zeitfenster für die Entnahme beschreiben DoseControl und Retekess nicht. Für eine Listung reicht eine Beschreibung aber nicht; die Fortschreibung verlangt Nachweise zu Funktion, Sicherheit und Datenschutz und einen pflegerischen Nutzen auf Grundlage von Anwendungsbeobachtungen.
Auf der anderen Seite der Grenze steht die Krankenversicherung. Die Fortschreibung der Produktgruppe 03 „Applikationshilfen“ vom 09.05.2023 zählt „Tablettenspender“ auf Seite 10 zu den allgemeinen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, die keine Hilfsmittel im Sinne des § 33 SGB V sind. Die Produktgruppe 52 der Pflegeversicherung führt dagegen „Medikamentenspender“ als Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI. Eine Liste ausgeschlossener Produkte enthält sie nicht; nach unserer Lesart ergibt sich die Abgrenzung aus den Funktionen der Produktart.
Dieselbe Unterscheidung zwischen Hilfsmittel und Gebrauchsgegenstand trifft das Verzeichnis auch bei ganz anderen Produkten. Wie sie bei einem Sitzkeil ausfällt, zeigt der Beitrag zur Frage Hilfsmittel oder Gebrauchsgegenstand beim Keilkissen.
Die Messlatte ist älter als beide Einträge an ihrer heutigen Stelle: Die Fortschreibung stammt vom 30.01.2025, ANABOX smart kam am 30.06.2025 dazu, maja sana am 28.08.2025 durch Umgruppierung; aufgenommen war maja sana schon am 28.11.2023. Nach § 78 Abs. 2 SGB XI ist das Pflegehilfsmittelverzeichnis spätestens alle drei Jahre „unter besonderer Berücksichtigung digitaler Technologien“ fortzuschreiben. Keiner der beiden Einträge trägt Artikelnummern oder eine Basis-UDI-DI, also die Produktkennung nach der Medizinprodukteverordnung. Und das Verzeichnis ändert sich laufend: Am Tag unserer Auswertung wurde in der Nachbarproduktart 52.40.03.3 ein Eintrag aufgenommen.
CE nach MDR oder nach Funkrichtlinie, Klasse I, „zertifiziert“
An einem elektronischen Spender kann ein CE-Zeichen zwei verschiedene Dinge bedeuten. Ist das Gerät ein Medizinprodukt, steht CE für die Konformität nach der Verordnung (EU) 2017/745, der Medizinprodukteverordnung. Ist es keines, steht CE für die Konformität mit den Richtlinien, die für Elektrogeräte und Funkanlagen gelten. Welche der beiden Welten gilt, entscheidet nach Art. 2 Nr. 1 und Nr. 12 der Verordnung die Zweckbestimmung, die der Hersteller selbst festlegt.
Eine behördliche Einstufung von Medikamentenspendern haben wir nicht gefunden. Das Handbuch der EU-Kommission zu Grenz- und Klassifizierungsfällen, Version 5 vom April 2026, enthält keinen Fall zu Pillendosen, Wochendosierern oder Spendern, die Vorgängerfassung unter der alten Richtlinie ebenso wenig; das Handbuch ist nach eigener Angabe nicht rechtsverbindlich. Erklärt ein Hersteller sein Gerät zum Medizinprodukt, gehört ein nicht invasives Produkt nach Regel 1 des Anhangs VIII grundsätzlich zur Klasse I, sofern keine andere Regel greift; ob für aktive Geräte eine andere Regel greift, haben wir nicht geprüft.
Die acht Geräte verteilen sich so. ANABOX smart ist laut Gebrauchsanweisung ein Medizinprodukt der Klasse I nach der Medizinprodukteverordnung. Für den Maginon SMD-1 liegt eine EU-Konformitätserklärung vom 25.09.2024 vor, nach der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU, der EMV-Richtlinie 2014/30/EU, der Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU und der RoHS-Richtlinie 2011/65/EU, unter anderem mit EN IEC 62368-1 und EN 300 328; einen Medizinproduktstatus nennen Konformitätserklärung und Bedienungsanleitung nicht, die Anleitung bestimmt das Gerät „ausschließlich zum Erinnern“. Für die übrigen sechs Geräte nennen die ausgewerteten Unterlagen weder ein CE-Zeichen noch einen Medizinproduktstatus. Das heißt nicht, dass sie keines tragen, sondern dass es sich ohne Gerät oder Verpackung nicht nachprüfen lässt.
Für gelistete Produkte knüpft die Fortschreibung an diese Unterscheidung an. Bei Medizinprodukten gilt der Nachweis der Funktionstauglichkeit durch die CE-Kennzeichnung grundsätzlich als erbracht; für andere Produkte sind Funktionstests unabhängiger Prüfinstitute oder gleichwertige Prüfungen des Herstellers vorzulegen. Bei der Sicherheit genügt für Nicht-Medizinprodukte die CE-Kennzeichnung nach einer anderen Richtlinie, wenn die Sicherheit deren Gegenstand ist (S. 21). Der erste Spiegelstrich unter „Sicherheit“ spricht dabei von der Funktionstauglichkeit, während an der entsprechenden Stelle der Assistenzsysteme „Nachweis der Sicherheit“ steht.
Für vernetzte Geräte ohne Medizinproduktstatus kommt seit dem 01.08.2025 eine weitere Anforderung hinzu. Die Delegierte Verordnung (EU) 2022/30 vom 29. Oktober 2021 macht Anforderungen der Funkanlagenrichtlinie aus Art. 3 Abs. 3 verbindlich: Buchstabe d, keine schädlichen Auswirkungen auf das Netz, für alle Funkanlagen, die selbst oder über andere Geräte mit dem Internet kommunizieren können, und Buchstabe e, Schutz personenbezogener Daten und der Privatsphäre, für solche, die zusätzlich personenbezogene Daten verarbeiten können. Den Anwendungsbeginn hat die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2444 auf den 1. August 2025 verschoben. Nach Art. 2 Abs. 1 gilt die Verordnung nicht für Funkanlagen, die zugleich unter die Medizinprodukteverordnung fallen.
Übertragen auf diesen Vergleich, als Lesart des Wortlauts und nicht als Einstufung einzelner Geräte: WLAN-Geräte ohne Medizinproduktstatus, die Einnahmedaten in eine Cloud schicken, fallen unter die Beschreibung der Buchstaben d und e. Ein Gerät, das der Hersteller als Medizinprodukt erklärt, nimmt Art. 2 Abs. 1 aus. Welche Regel für ein bestimmtes Modell greift, zeigt nur dessen Konformitätserklärung. Die Erklärung zum Maginon SMD-1 ist auf den 25.09.2024 datiert, also vor dem Anwendungsbeginn; eine Aussage zu den neuen Anforderungen haben wir in der gelesenen Normenliste nicht ausgewertet.
Auch die Marktüberwachung trennt die beiden Welten. Das BfArM veröffentlicht Kundeninformationen von Herstellern, etwa zu Rückrufen, nur zu Medizinprodukten. Eine Suche dort am 30.10.2026 nach „Medikamentenspender“, „Tablettenspender“, „Medikamentendosierer“, „Wochendosierer“ und „Tablettendose“ ergab keinen Treffer zu solchen Geräten. Ein fehlender Rückruf ist bei einem Gerät ohne Medizinproduktstatus deshalb kein Befund über seine Sicherheit.
Werbesätze ohne Fundstelle
Neben den Zeichen stehen in den Unterlagen Sätze, die nach Prüfung klingen und keine sind. maja sana wirbt in seiner Broschüre mit „Patentiert & zertifiziert“, ohne Patent, Zertifikat oder Stelle zu nennen. Die DoseControl-Seiten schreiben „klinisch getestet“ und verweisen auf einen Einsatz in Studien, ohne einen Bezug zur Nutzung zu Hause herzustellen. Dazu kommen Wirkversprechen, für die keiner der Hersteller eine Fundstelle nennt:
- „eliminiert das Risiko einer vergessenen oder falschen Dosierung“ — Careium, Produktseite
- „wodurch das Risiko von Falschdosierungen reduziert wird“ — Maginon, Datenblatt
- „verbessert die Compliance der Anwender“ — anmed, Gebrauchsanweisung S. 3
- „minimiert die photochemische Zersetzung der Medikamente“ — Retekess, Produktseite
- „der technologisch fortgeschrittenster automatischer Tablettenspender“ — DoseControl, Produktseiten
- „ein ruhiges Gewissen und ein größeres Sicherheitsgefühl“ — Tabtime, Produktseite des Medelert
Keiner dieser Sätze ist mit einer Studie, einer Prüfstelle oder einer Norm belegt, und keiner lässt sich aus den technischen Daten ableiten. Wir geben sie wieder, damit sie sich neben den Datenblättern lesen lassen. Was ein CE-Zeichen an einem Elektrogerät belegt und wer es erklärt, ist an einem anderen Gerätetyp ausgeführt, im Beitrag über Prüfzeichen an Nackenmassagegeräten.
Wie sich Werbesätze Wort für Wort gegen einen Katalog und ein Datenblatt halten lassen, zeigt der Beitrag zum Prüfen von Werbeaussagen.
Sehen, Hören, Handkraft, Kognition: Grenzen aus den Einträgen
Beide gelisteten Geräte tragen im Verzeichnis dieselbe Indikation, wörtlich aus der Produktart übernommen: Sie „können bei Pflegebedürftigen mit Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten zur Unterstützung der selbständigen Medikamenteneinnahme eingesetzt werden“. Und beide schließen in ihren Kontraindikationen eine stärkere Form derselben Einschränkung aus. Zwischen der Indikation „Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten“, die aus der Produktart stammt, und den Ausschlüssen „stark eingeschränkt“, die die Hersteller eintragen, nennt keiner der beiden Einträge ein messbares Kriterium.
Für ANABOX smart nennt der Eintrag Kinder, Personen mit geistiger Behinderung, taubblinde Patienten und Personen „mit stark eingeschränkten geistigen oder motorischen Fähigkeiten“; die Gebrauchsanweisung schließt zusätzlich gekühlte Arzneimittel aus. maja sana wird genauer. Der Eintrag nennt vier Bereiche und erklärt zwei davon mit einem Maßstab: stark eingeschränktes Sehen als Visus kleiner als 30 Prozent, stark eingeschränkte Kognition zum Beispiel als „Fortgeschrittene dementielle Entwicklung“. Für die Hand heißt es, zum Öffnen des angeschnittenen Blisters sei „eine gewisse Kraft und Geschicklichkeit der Hände notwendig“.
Diese Ausschlüsse sind keine Diagnosekriterien, und sie gelten nur für die beiden Geräte, deren Hersteller sie geschrieben haben. Als Prüffragen lassen sie sich auf alle acht Geräte übertragen, weil alle acht dieselben Fähigkeiten voraussetzen. Beantworten können sie nur die Person selbst, die Menschen um sie herum und, wo es um Erkrankungen geht, Pflegefachkräfte und Arztpraxis.
- Hören: Wird der Ton in dem Raum gehört, in dem das Gerät steht, auch bei laufendem Fernseher oder hinter einer geschlossenen Tür? Wenn nicht: Hat das Gerät ein Licht, und steht es dort, wo man hinsieht?
- Sehen: Lassen sich Anzeige, Fachbeschriftung oder das Licht am Becher erkennen? Beim Touch-Display von maja sana zieht der Hersteller die Grenze bei einem Visus von 30 Prozent; ANABOX smart hat am Gerät keine Anzeige, aber Braille-Schrift.
- Hand: Lässt sich ein Gerät mit 550 bis 560 g kippen oder anheben, ein Becher greifen, ein angeschnittenes Tütchen öffnen? Und lässt sich das Schloss öffnen, wenn es niemand anderes übernimmt?
- Umsetzen: Folgt auf das Signal die Entnahme, ohne dass jemand daneben steht? Und wird, was entnommen ist, auch eingenommen? Das letzte kann keines der Geräte erfassen.
Die letzte Grenze gilt für alle Bauarten. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft beschreibt in ihrer Broschüre zu technischen Hilfen, dass elektronische Spender zur richtigen Zeit erinnern, nur das passende Fach öffnen und eine Betreuungsperson informieren können, wenn nicht planmäßig entnommen wurde, dass sie aber nicht garantieren können, dass die Tabletten tatsächlich geschluckt wurden (S. 52). Kein Hersteller in diesem Vergleich behauptet etwas anderes, und kein Sensor in den Unterlagen misst mehr als die Entnahme.
Auffällig ist, wie nah diese Grenzen an einer anderen Regel liegen. Die Häusliche-Krankenpflege-Richtlinie macht das Richten von Medikamenten durch einen Pflegedienst unter Nummer 26 nur verordnungsfähig, wenn unter anderem die Sehfähigkeit so eingeschränkt ist, dass Medikamente nicht unterschieden werden können, die Grob- und Feinmotorik der oberen Extremitäten so, dass die Medikamente nicht „an den Ort ihrer Bestimmung“ geführt werden können, oder die geistige Leistungsfähigkeit so, dass „die Compliance bei der medikamentösen Therapie nicht sichergestellt ist“. Drei der vier Fähigkeiten aus den Ausschlüssen stehen dort wieder, als Voraussetzung für einen anderen Weg.
Wie diese Grenzen im Alltag mit einer Demenz aussehen und wo die Entscheidung von Angehörigen beginnt, behandelt der Ratgeber zu den Grenzen bei kognitiver Beeinträchtigung.
Welche Greifhilfen das Verzeichnis führt, wenn die Hand gar nicht mehr greift, und wie alt diese Einträge sind, beschreibt der Beitrag über Greifhilfen ohne Handkraft.
Wer füllt: Angehörige, Pflegedienst oder Apotheke
Sechs der acht Geräte werden im Haushalt gefüllt, eines kommt gefüllt aus der Apotheke, und der Timer wird gar nicht gefüllt. Die Fundstellen kennen vier Füllende: die Person selbst, Angehörige, einen Pflegedienst und die Apotheke. Für jede gilt ein anderer Rahmen, und keiner davon hängt am Gerät.
Wie verbreitet das Richten durch Angehörige ist, zeigen zwei Befragungen des Zentrums für Qualität in der Pflege unter pflegenden Angehörigen von 40 bis 85 Jahren, die einen Menschen ab 60 Jahren mit Pflegegrad zu Hause versorgen. 2019 gaben von den Befragten, deren pflegebedürftiger Angehöriger regelmäßig Medikamente anwendet (981 von 1.011), 39 Prozent an, Medikamente oft oder immer zu richten, etwa aus der Verpackung in den Medikamentenspender; 10 Prozent hielten das für schwierig. In der Befragung vom 11. bis 19. Juni 2025 unter 1.012 Angehörigen berichteten 59 Prozent, die gepflegte Person nehme dauerhaft fünf oder mehr Medikamente, und 50 Prozent, in den letzten sechs Monaten sei ein Medikament falsch oder gar nicht angewendet worden. Ob ein Spender daran etwas ändert, untersucht keine der beiden Befragungen.
Ein Pflegedienst richtet Medikamente auf ärztliche Verordnung als häusliche Krankenpflege. Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses beschreibt die Leistung unter Nummer 26 als „Richten von ärztlich verordneten Medikamenten, wie z. B. Tabletten, für von der Ärztin oder vom Arzt bestimmte Zeiträume“ und schreibt dazu: „Das Richten der Arzneimittel erfolgt in der Regel wöchentlich (mit Ausnahme flüssiger Medikamente wie Säfte und Tropfen) und umfasst auch die Kontrolle, ob die Medikamente regelmäßig eingenommen wurden.“ Für die Geräte heißt der Wochenrhythmus: ANABOX smart mit seinen sieben Tagen passt genau, ein 28-Fächer-Teller bis vier Einnahmen am Tag ebenfalls, darüber nicht mehr.
Der Weg über den Pflegedienst ist in dieser Richtlinie nicht auf Medikamente beschränkt. Auch für das Anziehen von Kompressionsstrümpfen kennt sie eine eigene Nummer neben dem Hilfsmittel; wie beide Wege nebeneinander stehen, zeigt der Beitrag über Anziehhilfe, Rezept und Pflegedienst.
Die Apotheke kann auf zwei Arten füllen, die die Apothekenbetriebsordnung unterscheidet: durch Stellen in ein wiederverwendbares Behältnis oder durch Verblistern in Einwegbehältnisse. In diesem Vergleich nutzt nur maja sana den zweiten Weg, mit eigener Partnerapotheke. Bei welchen Arzneimitteln die Bundesapothekerkammer vor dem Stellen zur Vorsicht rät und wie eine gefüllte Box kontrolliert wird, steht im Ratgeber zum Befüllen und Kontrollieren einer Box.
Die Geräte selbst setzen der Füllung Grenzen, die mit Arzneimitteln nichts zu tun haben, sondern mit Platz. Ein Medelert-Fach fasst laut Hersteller bis zu 18 Pillen in Aspirin-Größe, ein DoseControl-Fach bis zu 35, ein ANABOX-Becher 18 ml, ein maja-sana-Tütchen 3 Tabletten. Für Retekess, Maginon und Careium gibt es keine Angabe. Welche Tablette in welches Fach darf, ob sich zwei Präparate ein Fach teilen dürfen und ob eine halbe Tablette bis zur Einnahme liegen bleiben darf, beantworten diese Zahlen nicht; das ist eine Frage an die Apotheke.
Für Angehörige, die füllen, bedeutet die Bauart vor allem einen Rhythmus. Bei den Drehspendern ist es der Tag, an dem der Teller leer ist, abhängig vom Dosierungsring. Bei ANABOX smart sind es sieben Tage, weil die Becher eine Woche abbilden. Bei maja sana entfällt das Füllen, an seine Stelle tritt die Lieferung der Apotheke und das Einlegen der Rolle. Wer für einen Angehörigen auswählt, der in einer anderen Stadt wohnt, wählt damit auch, wer jede Woche vor Ort sein muss.
Reinigen, ohne die Steuereinheit nass zu machen
Die Fortschreibung verlangt von gelisteten Produkten unter III.1: „Das Produkt muss zu reinigen sein.“ Dazu gehören in die Gebrauchsanweisung Reinigungs- und gegebenenfalls Desinfektionshinweise, und für den Wiedereinsatz ist das Aufbereitungsverfahren zu beschreiben. Wie, sagen die Hersteller, und bei elektronischen Geräten ist die wichtigste Angabe, welche Teile Wasser vertragen und welche nicht.
- ANABOX smart: Becher, Schubfach und Abdeckung mit warmem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine bei höchstens 50 °C; Wischdesinfektion möglich; die Steuereinheit nur feucht abwischen.
- Maginon SMD-1: mit einem feuchten Tuch; „niemals in der Geschirrspülmaschine reinigen“, nicht in Wasser tauchen.
- TabTime Medelert: das Medikamentenfach mit einem feuchten Tuch auswischen; zur Spülmaschine keine Angabe.
- Retekess TH017: Fächer einzeln zur Reinigung herausnehmbar; zur Spülmaschine keine Angabe.
- DoseControl Bluetooth: Behälter abnehmbar; Reinigung keine Angabe.
- maja sana, Careium 9350, TabTime Timer: Reinigung keine Angabe; maja sana nennt „keine Wartung erforderlich“.
Die Schutzart erklärt, warum die Angaben so vorsichtig sind. ANABOX smart hat IP 40, maja sana IP 20. Nach DIN EN 60529 steht die erste Ziffer des IP-Codes für den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite für den Schutz gegen Wasser, und die zweite ist bei beiden eine Null. Bei beiden ist damit kein Schutz gegen Wasser angegeben, und dazu passt, dass anmed die Steuereinheit nur feucht abwischen lässt. Für die sechs anderen Geräte nennt kein Hersteller eine Schutzart.
Wie oft gereinigt wird, legen die Hersteller nicht fest. Einen Maßstab aus der Fachpraxis gibt der Kommentar der Bundesapothekerkammer zu ihrer Leitlinie für das Stellen in der Apotheke: Ein Dosiersystem zur Mehrfachverwendung wird vor jeder Neubefüllung nach Herstellerangaben gereinigt, desinfiziert und getrocknet. Die Regel richtet sich an Apotheken, nicht an Haushalte; sie zeigt aber, wo im Wochenzyklus die Reinigung ihren Platz hat. Bei ANABOX smart nennt der Hersteller für die Becher Spülmaschine und Wischdesinfektion, bei den Drehspendern nur das feuchte Tuch oder gar nichts.
Bei Geräten mit herausnehmbaren Teilen hängt die Reinigung außerdem daran, ob die Teile wieder an die richtige Stelle kommen. Beim Medelert und bei DoseControl sitzt der Dosierungsring auf dem Teller, bei ANABOX smart gehört jeder Becher zu einem Tag und einer Tageszeit, beim Retekess jedes Fach in seinen Platz. Zur Zuordnung nach dem Spülen schreiben die Unterlagen nichts.
Dass ein Hersteller das Pflegefenster eng zieht, ist kein Sonderfall der Spender. Beim Duschhocker liegen erlaubte Mittel und Materialschäden ebenfalls dicht beieinander; das zeigt der Beitrag zur Reinigung von Duschhockern.
Fünf Jahre, 48 Monate, keine Angabe: Nutzungsdauer und Abo
Eine Nutzungsdauer nennen nur die beiden gelisteten Hersteller, für die das Verzeichnis sie als Pflichtangabe verlangt: 5 Jahre ab Produktionsdatum für ANABOX smart, 48 Monate für maja sana. Für die Nutzungsdauer selbst stellt die Fortschreibung keine Anforderung; der Abschnitt „Qualitätsanforderungen hinsichtlich der Nutzungsdauer“ besteht nur aus seiner Überschrift. Die übrigen Hersteller nennen eine Garantie: 12 Monate Tabtime nach Registrierung, 24 Monate DoseControl, 3 Jahre Maginon und laut Shopseite 3 Jahre Retekess. Eine Garantie ist keine Nutzungsdauer, aber sie ist die einzige Zeitangabe, die es für diese Geräte gibt.
Bei den gelisteten Geräten kommt hinzu, wem das Gerät gehört. Nach § 40 Abs. 3 SGB XI sollen die Pflegekassen technische Pflegehilfsmittel in allen geeigneten Fällen vorrangig leihweise überlassen, und der Anspruch umfasst auch die notwendige Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung. Für einen Wiedereinsatz verlangt die Fortschreibung ein beschriebenes Aufbereitungsverfahren; anmed bereitet ANABOX smart nach eigener Angabe selbst auf und löscht dabei die Daten. Bei einem gekauften Gerät greift dieser Anspruch nicht; was dann gilt, regeln Kaufvertrag und Herstellergarantie, nicht § 40 SGB XI.
Verschleißteile in Teilen und Intervallen
Eine Rechnung über fünf Jahre in Teilen und Intervallen lässt sich nur dort aufstellen, wo die Hersteller Intervalle nennen, und das tut keiner. Die Liste der Teile, die sich abnutzen oder ersetzt werden müssen, ist dagegen klar:
- Batterien: vier AA beim Medelert, bei DoseControl und Maginon als Reserve, eine CR2032 beim Super 8, ein nicht genannter Typ beim Timer und bei Careium; Laufzeit bei keinem angegeben.
- Akku: eine Zelle 18650 bei ANABOX smart, ein Lithium-Polymer-Akku bei maja sana; Tausch, Zyklenzahl und Kapazitätsverlust: keine Angabe.
- Dosierungsringe: sechs beim Medelert, neun bei DoseControl und Maginon; Nachkauf einzelner Ringe: keine Angabe.
- Becher und Schubfach: ANABOX smart; Zubehör laut Hersteller im eigenen Shop und über den Fachhandel.
- Schlüssel: einer bei DoseControl, zwei bei maja sana, bei den übrigen keine Angabe.
- Telefon und App: Android ab 7.0 bei DoseControl; bei ANABOX smart nennt die Produktseite Android ab 12 und iOS ab 10, die Gebrauchsanweisung jeweils die aktuellen drei Betriebssystemversionen.
Der letzte Punkt ist der unsicherste. Ein Gerät, dessen Meldung über eine App läuft, hängt an der App, und eine App hängt am Betriebssystem und am Anbieter. Für ANABOX smart setzt der Hersteller für die Datenverbindung ein monatliches App-Abo voraus, jederzeit kündbar. Bei der WLAN-Box von DoseControl gibt es Benachrichtigungen und Verlauf nur im Premium-Service, nach 2 Monaten als monatliches Abo; für das Bluetooth-Modell nennt der Hersteller kein Abo. Wie lange eine App gepflegt wird, sagt keiner der Hersteller.
Für die Geräte ohne Funk stellt sich diese Frage nicht. Der Medelert und der Timer funktionieren, solange Batterien darin sind, und hängen an keinem Dienst. Das ist die Kehrseite ihrer fehlenden Meldung: Was nichts meldet, kann auch nicht abgeschaltet werden.
Ohne Kostenträger gekauft: was beim Käufer liegt
Sechs der acht Geräte stehen nicht im Verzeichnis, und für sie liegt uns keine Prüfung ihrer Angaben durch eine unabhängige Stelle vor. Das ist kein Vorwurf: Die Krankenversicherung führt Tablettenspender als Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens, nicht als Hilfsmittel. Es heißt aber, dass die Prüfung, die das Verzeichnis für gelistete Produkte verlangt, beim Kauf ohne Kostenträger beim Käufer liegt. Die Fortschreibung taugt dafür als Liste, auch wenn sie für diese Geräte nicht gilt.
| Prüfpunkt | Was die Fortschreibung für gelistete Produkte verlangt | Befund bei den sechs nicht gelisteten Geräten |
|---|---|---|
| Hersteller | Produktkennzeichnung und Herstellerangaben | Rechtsträger und Anschrift bei Tabtime, DoseControl, Maginon und Careium genannt; bei Retekess nicht |
| Anleitung | allgemeinverständlich und auf Deutsch; zusätzlich für blinde und sehbehinderte Menschen und in leichter oder einfacher Sprache | Deutsch: Maginon als PDF, Medelert im mehrsprachigen PDF, DoseControl laut Packungsliste im Karton; Timer nur Englisch; Retekess keine Anleitung online; Careium nur Kurzanleitung zur Funkkopplung |
| Technische Daten | 17 Angaben, darunter Abmessungen, Gewicht, Strom, Akku, Laufzeit, Schutzart, Kapazität, Material und Nutzungsdauer | vollständig bei keinem; am ausführlichsten Maginon und DoseControl, am knappsten Retekess und Careium |
| Sicherheit | CE-Kennzeichnung nach einer Richtlinie, die die Sicherheit regelt, oder Prüfung durch ein unabhängiges Institut | veröffentlichte Konformitätserklärung nur bei Maginon |
| Datenschutz | Einwilligung, DSGVO-Nachweis, Löschung bei Rückgabe, verschlüsselte Übertragung | Datenort genannt nur bei DoseControl (Bluetooth: nur im Telefon); Maginon nennt einen Server „Idispenser“ ohne Ort und löscht die Historie nach 14 Tagen; Retekess nur „Cloud“; Careium keine Angabe |
| Reinigung | „Das Produkt muss zu reinigen sein.“ | Angaben bei Maginon, Medelert und Retekess; keine bei DoseControl, Careium und dem Timer |
Zwei Punkte der Liste verdienen eine Erklärung. Die Anleitung auf Deutsch ist mehr als Komfort: Bei einem Gerät mit Alarmzeiten, Dosierungsringen und einer Kopplung an ein Telefon steht in der Anleitung, wie es sich verhält, wenn etwas nicht stimmt, etwa der Fehlercode „ERR“ des Medelert bei einem blockierten Fach oder das Zirpen, wenn er kopfüber liegt. Und der Rechtsträger ist mehr als eine Formalie: Ohne Anschrift gibt es niemanden, an den sich eine Gewährleistungsfrage, eine Ersatzteilfrage oder eine Datenschutzanfrage richten ließe.
Für die Anleitung kennt die Fortschreibung zwei Anforderungen, die bei keinem der sechs Geräte eine Rolle spielen: eine Fassung für blinde und sehbehinderte Menschen und eine in leichter oder einfacher Sprache. Bei ANABOX smart trägt wenigstens das Gerät selbst Braille-Schrift. Für die übrigen nennen die Unterlagen keine barrierefreie Fassung.
Acht Auswahlfehler bei Spendern mit Alarm
- Eine Erinnerung für eine Sperre halten. Ein Timer oder eine Dose mit Signal erinnert, gibt aber jedes Fach frei. Wer eine Sperre braucht, landet bei Bauart 2, 3 oder 4.
- Die Alarmdauer der Produktseite übernehmen. Beim Medelert stehen Vibration und 30 Minuten nur auf der Produktseite, beim Timer stehen 1 Minute gegen etwa 30 Sekunden in der Anleitung. Wir übernehmen in solchen Fällen den Wert der Anleitung und nennen den anderen dazu.
- Bluetooth ohne Telefon vor Ort einplanen. Die DoseControl-Box meldet nur über ein Android-Telefon mit Datenverbindung in ihrer Reichweite. Gibt es im Haushalt kein solches Telefon, braucht es WLAN, Mobilfunk oder den Hausnotruf.
- Das Telefon im Haushalt nicht prüfen. Die DoseControl-App gibt es nur für Android ab 7.0. Bei ANABOX smart nennen Produktseite und Anleitung verschiedene unterstützte Versionen.
- Den Nachfüllrhythmus nicht mitrechnen. 28 Fächer reichen bei vier Einnahmen am Tag 7 Tage, bei fünf nur 5 und bei acht nur 3. Wer wöchentlich stellt, rechnet vorher.
- Ein Abo übersehen. ANABOX smart braucht für die Datenverbindung ein App-Abo, die WLAN-Box von DoseControl für Benachrichtigungen nach 2 Monaten einen Premium-Service. Die Netzkosten liegen auch bei gelisteten Geräten laut Fortschreibung in der Eigenverantwortung der Pflegebedürftigen.
- Die Spülmaschine ohne Freigabe benutzen. Maginon schließt sie aus, anmed erlaubt sie für Becher, Schubfach und Abdeckung bis 50 °C, die übrigen sagen nichts. Ohne Angabe bleibt das feuchte Tuch.
- „Bei Demenz“ aus der Werbung übernehmen. Die beiden gelisteten Hersteller schließen stark eingeschränkte kognitive Fähigkeiten aus, maja sana ausdrücklich eine fortgeschrittene dementielle Entwicklung. Eine Eignungsaussage in einem Produkttitel ersetzt diese Grenze nicht.
Ein neunter Fehler liegt quer zu allen: ein Gerät zu kaufen, dessen Hersteller sich nicht ermitteln lässt. Beim Retekess TH017 fehlen Rechtsträger und Anschrift, und mit ihnen fehlt jede Stelle, an die sich eine Frage zu Garantie, Daten oder Ersatzteilen richten ließe.
Datenstand 30.10.2026 und offene Punkte
Alle Angaben stammen aus Unterlagen, die wir am 30.10.2026 abgerufen haben: Produktseiten, Gebrauchsanweisungen und FAQ der Hersteller, das Datenblatt und die Konformitätserklärung zum Maginon SMD-1, die beiden Einträge im Pflegehilfsmittelverzeichnis und die Fortschreibung der Produktgruppe 52 vom 30.01.2025. Einen unabhängigen Test elektronischer Medikamentenspender haben wir nicht gefunden: Die Suche bei der Stiftung Warentest ergab für „Tablettenspender“ keinen Treffer und für „Medikamentenspender“ zwei Treffer ohne Bezug; bei Öko-Test fanden wir keinen Test zu Dosierern oder Spendern.
- TabTime Medelert: Es gibt zwei Deckelvarianten, fest und klar; welche geliefert wird, haben wir nicht festgestellt.
- Retekess TH017: ob die Ausführung mit oder ohne WLAN gemeint ist, bleibt offen; Maße, Gewicht, Batterietyp und App-Name fehlen.
- DoseControl: Produzent laut Bluetooth-Seite MedControl Systems, laut WLAN-Seite DOSECONTROL GmbH; die Packungsliste der Bluetooth-Box nennt einen weißen, der Titel einen matten Deckel.
- ANABOX smart: Den Standby-Wert der Gebrauchsanweisung übernehmen wir nicht, weil die Tabelle dort verschoben ist. Der Verzeichniseintrag verweist auf die Gebrauchsanweisung vom 17.04.2025, online liegt die vom 12.03.2026.
- maja sana: Die Datenschutzerklärung haben wir nicht ausgewertet; eine Gebrauchsanweisung ist nicht öffentlich.
- Verzeichnis: Die Einträge ändern sich laufend; Positionsnummern und Daten gelten für den Abruftag.
Wer in diesen Angaben einen Fehler findet, erreicht uns über die Seite mit Berichtigungen.
Wie wir Herstellerunterlagen, Verzeichniseinträge und Widersprüche gewichten, beschreibt die Methodik der Auswertung.
Elf Detailfragen zu Spendern mit Alarm
- Worin unterscheidet sich ein Medikamentenspender mit Alarm von einer Tablettenbox mit Timer?
- Eine Box mit Timer erinnert nur und lässt jedes Fach offen. Ein Spender mit Fachfreigabe bringt zur eingestellten Zeit allein das fällige Fach an eine Öffnung, die übrigen liegen unter einem abschließbaren Deckel. Einige Modelle geben zusätzlich weiter, dass eine Entnahme ausgeblieben ist.
- Braucht ein elektronischer Medikamentenspender WLAN oder ein Smartphone?
- Für eine Meldung an Dritte ja, und ANABOX smart braucht die App schon zum Einrichten: Der Medikationsplan wird in ANABOX Memo angelegt, auf einem Smartphone oder im Browser eines Computers; danach läuft das Gerät über die eigene SIM-Karte. Medelert und Timer von TabTime arbeiten ganz ohne Verbindung, die DoseControl-Box mit Bluetooth braucht ein Android-Telefon in der Nähe, maja sana WLAN oder eine gestellte SIM-Karte.
- Was passiert mit einem elektronischen Spender bei einem Stromausfall?
- Reine Batteriegeräte betrifft er nicht. ANABOX smart läuft dann auf dem Akku weiter, laut Hersteller etwa 4 bis 6 Wochen je Ladung. maja sana überbrückt bis zu 18 Stunden mit seinem Akku, die DoseControl-Box mit vier AA-Batterien etwa 12 Alarmzyklen. Maginon nennt vier AA-Zellen als Reserve ohne Laufzeit, Retekess einen Speicher bei Stromausfall.
- Wer erfährt es, wenn eine Einnahme ausbleibt?
- Bei Geräten ohne Funk nur, wer den Alarm hört. Mit Funk sind es je nach Gerät Angehörige per E-Mail, Push-Nachricht oder SMS oder die Zentrale eines Hausnotrufdienstes. Für gelistete Geräte verlangt die Fortschreibung vor jeder Übertragung personenbezogener Daten die Einwilligung der gepflegten oder der einwilligungsberechtigten Person.
- Welche elektronischen Medikamentenspender stehen im Pflegehilfsmittelverzeichnis?
- Am 30.10.2026 standen in der Produktart 52.40.03.2 genau zwei Geräte: ANABOX smart inkl. App der anmed GmbH unter 52.40.03.2001 und maja sana der tantum sana GmbH unter 52.40.03.2002. Kein anderes Gerät aus diesem Vergleich ist gelistet.
- Ist ein elektronischer Medikamentenspender ein Medizinprodukt?
- Das hängt an der Zweckbestimmung, die der Hersteller festlegt. ANABOX smart ist laut anmed ein Medizinprodukt der Klasse I, für den Maginon SMD-1 nennen Konformitätserklärung und Anleitung keinen Medizinproduktstatus. Für die anderen sechs Geräte nennen die ausgewerteten Unterlagen keinen Status.
- Reicht der Alarm, wenn jemand schlecht hört?
- Das lässt sich nur am Aufstellort ausprobieren. Eine Lautstärke in Dezibel gibt kein Hersteller an, und einen Vibrationsalarm belegt keine der Gebrauchsanweisungen. Sieben der acht Geräte geben zusätzlich ein Lichtsignal; allein der TabTime Timer arbeitet nur mit Ton.
- Dürfen halbe Tabletten oder flüssige Arzneimittel in den Spender?
- Ob sich ein Arzneimittel zum Vorsortieren eignet, klärt die Apotheke. Die Hersteller sagen nur, was ihr Gerät aufnimmt: anmed nennt Becher auch für Flüssigkeiten und schließt gekühlte Arzneimittel aus, maja sana verarbeitet weder halbe Tabletten noch Betäubungsmittel. Die übrigen Hersteller äußern sich dazu nicht.
- Kann ein Spender kontrollieren, ob die Tablette wirklich geschluckt wurde?
- Nein. Die Sensoren und Mechaniken in den Unterlagen erfassen höchstens, dass ein Fach gekippt, ein Becher herausgenommen oder ein Tütchen ausgegeben wurde. Auch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft weist darauf hin, dass ein Spender die tatsächliche Einnahme nicht garantieren kann.
- Wie lange hält ein elektronischer Medikamentenspender?
- Eine Nutzungsdauer nennen nur die zwei gelisteten Hersteller: 5 Jahre für ANABOX smart und 48 Monate für maja sana. Für vier weitere Geräte gibt es eine Garantie zwischen 12 Monaten und 3 Jahren. Zu Akkuverschleiß und Batterielaufzeit schweigen alle Unterlagen.
- Darf ein elektronischer Spender in die Spülmaschine?
- Nur die Teile, die der Hersteller freigibt. Bei ANABOX smart sind das Becher, Schubfach und Abdeckung bis 50 °C, die Steuereinheit wird nur feucht abgewischt. Maginon schließt die Spülmaschine für den SMD-1 aus. Die anderen Hersteller machen dazu keine Angabe.
Quellen
- [01]GKV-Spitzenverband: Pflegehilfsmittelverzeichnis, Produktgruppe 52 mit Fortschreibung vom 30.01.2025 · abgerufen am 30.10.2026
- [02]GKV-Spitzenverband: Pflegehilfsmittelverzeichnis, Eintrag 52.40.03.2001 ANABOX smart inkl. App · abgerufen am 30.10.2026
- [03]GKV-Spitzenverband: Pflegehilfsmittelverzeichnis, Eintrag 52.40.03.2002 maja sana · abgerufen am 30.10.2026
- [04]anmed GmbH: Gebrauchsanweisung ANABOX smart, Fassung vom 12.03.2026 · abgerufen am 30.10.2026
- [05]Tabtime Limited: Produktseite Automatischer Tablettenspender (Medelert) · abgerufen am 30.10.2026
- [06]Tabtime Limited: Gebrauchsanweisungen Tablettenspender, Timer und Super 8 · abgerufen am 30.10.2026
- [07]DOSECONTROL GmbH: Ratgeber und Vergleich der Tablettenspender, Modelle 2021 · abgerufen am 30.10.2026
- [08]supra Foto-Elektronik-Vertriebs-GmbH: Maginon SMD-1, Bedienungsanleitung, Datenblatt und Konformitätserklärung · abgerufen am 30.10.2026
- [09]tantum sana GmbH: So funktioniert maja sana · abgerufen am 30.10.2026
- [10]Careium: Intelligenter Medikamentenspender, Modell 9350 · abgerufen am 30.10.2026
- [11]Retekess: TH017 Smart Pill Box, Produktseite · abgerufen am 30.10.2026
- [12]Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte, ABl. L 117 vom 05.05.2017 · abgerufen am 30.10.2026
- [13]Delegierte Verordnung (EU) 2022/30 vom 29.10.2021 zur Funkanlagenrichtlinie · abgerufen am 30.10.2026
- [14]Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Tablets, Sensoren & Co., 1. Auflage 2021 · abgerufen am 30.10.2026
Änderungen an diesem Beitrag
- Erstveröffentlichung. Acht elektronische Spender nach Herstellerseiten, Gebrauchsanweisungen, einer Konformitätserklärung und den zwei Einträgen der Produktart 52.40.03.2 ausgewertet; Widersprüche der Herstellerangaben benannt.